Freitag, 12. Juni 2009

Küchenmagie

Gestern war wieder was los im Hause. Mein Freund hatte Geburtstag, 27 Jahre ist er geworden. Es gab so tolles Essen. Grillen ist wirklich was schönes. Ich hab dann noch gefüllte Blätterteigtaschen gemacht (mit Ziegenfrischkäse und Basilikum/Tomaten) und gefüllte Champignons. Und morgen feiert mein Freund mit seinen Freunden und Bekannten. Wieder grillen, wieder kochen. Und da ich davon so inspiriert war, hab ich endlich angefangen für Hexentaverne zu schreiben. Meine Homepage ist ja immernoch nicht fertig (www.hexentaverne.de). Hier nun der Text, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Die Küche... lange Zeit der Mittelpunkt eines jenen Hauses. Dort wurde getratscht, gewerkelt, sich aufgewärmt und natürlich gekocht. Heute verbringen wir relativ wenig Zeit in der Küche. Es wird mal schnell gefrühstückt oder ein Kaffe getrunken, das Essen in der Mikrowelle erhitzt und abends holt man sich schnell ein Joghurt aus dem Kühlschrank. Selten ist die Küche noch ein Ort der wohligen Wärme. Hygiene bringt eben Kaltes mit sich, alles muss nun gekühlt werden. Die Hitze des Ofens beim Backen wird im Sommer auch nicht gern gefühlt und welche "selbstbewusste" Frau verbannt sich schon gerne an den Herd? Küche bedeutet Schnelle. In 2 Minuten ist die Suppe wieder aufgewärmt und das Eiweiß ist auch in wenigen Sekunden steif geschlagen. Wo ist die Zeit?

Gerade die Küche ist ein magischer Ort, denn es ist der Ort der Transformation, der Veränderung, der Verwandlung und das braucht Wärme und Zeit. Aus flüssig wird fest oder gasförmig. Aus schönen Farben wird manchmal rabenschwarz =)

Die Küchenmagie ist unsichtbar. Sie benötigt keine Kerzen, Rauch und magische Formeln. Die Kerze ist der Herd, das Rauch sind die Kräuter und die magischen Formeln sind unser Handeln a la Rühren und Schneiden.

Die Gefühle spielen dabei eine große Rolle. Wenn ich negativ eingestellt bin und Pfannkuchen mache, werden sie nie was. Sie brennen in der Pfanne an oder lösen sich nicht richtig. Sie landen immer im Mülleimer. Das Kochen verzeiht keine schlechten Gefühle.

Die Küchengeister sind beim Kochen immer dabei. Die Küche ist der Ort der alle Elemente zusammenbringt. Das Feuer beim Herd, das Wasser beim Abwaschen, die Erde beim Gemüse und die Luft beim Duft der Lebensmittel. Stimme die Geister zufrieden, indem du ihnen kleine Aufmerksamkeiten schenkst. Sie lieben getrocknete Kräuter über dem Ofen, spielerische Arbeit mit Essen (geflochtene Knoblauchzöpfe), kreisende Bewegungen und sie erfreuen sich, wenn der Mensch beim Zubereiten nascht =)

Niphredil´s Hexentaverne

Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...

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Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, entzücken weilt auf unbetretener Düne, Gesellschaft ist, wo alles menschenleer, Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer. Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr. Lord Byron

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