Ein Weg zurück...
Hallo ihr Lieben. Mal wieder länger habe ich nichts geschrieben, dass hatte einen Grund. Ihr wisst nicht was mir gelungen ist. Und zwar ein Weg zurück... eine Reise in die Vergangenheit.
Damals als ich 11 Jahre alt war begann ich Tagebuch zu schreiben, das hielt sich etwa bis knapp 17 Jahre. Zudem hatte ich Bücher zwischen zwei Freundinnen und mir, die nebenher auch noch geschrieben wurden. Ich schrieb etwas in das Buch und gab das dann meiner Freundin, damit sie auch etwas reinschreiben konnte.
Und diese Sachen (+Fotos) habe ich letzte Woche Mittwoch gefunden. Ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut. Um diesen Tripp in die Vergangenheit noch zu untermalen, hörte ich teilweise die Musik von damals.
Ich wußte eigentlich nicht, auf was ich mich da einlasse.
Ich begann zu lesen und merkte, dass da schon irgendwas nicht "stimmt". Ich hatte immer gedacht, dass ich ein total anderer Mensch geworden bin. Dabei stimmt das überhaupt nicht. Ich bin genau der selbe Mensch... nur schminke ich mich nicht mehr beispielsweise. Aber von den Gedanken und dem Verhalten bin ich wirklich der gleiche Mensch geblieben. Ich weiß nicht warum ich mich in meinem Stübchen derart "falsch" in Erinnerung hatte.
Ich bekam Antworten auf meine Lebensfragen: Warum bin ich heute so und so? Fragen bei denen ich gedacht habe, dass alle Ursachen in den letzten 3-4 Jahren liegen. Nein, aber stellt euch vor: Ich habe damals Erfahrungen gesammelt und mir dann mein Urteil gebildet... bis heute. Das kam gar nicht in den letzten Jahren, nein es war irgendwie schon immer alles da. Ich habe heute ein Problem auf Menschen zuzugehen... stellt euch vor, dass hatte ich schon mit 14.
Ich weiß jetzt, warum ich beispielsweise nicht verzeihe. Ich habe es anscheinend total verdrängt, wie mich manche Freundinnen abserviert haben. Und das hat dazu geführt, dass ich mir im Tagebuch geschworen haben, nicht mehr zu verzeihen. Als ich las was manche zu mir gesagt haben, hat das schon sehr weh getan.
Es war als ob ich alles nochmal durchlebt hätte, aber diesmal "richtig" aus der Vergangenheit und nicht das gedanklich "falsche" von der Gegenwart aus.
Am meisten weh getan hat es mir, als ich die Jahre las, wo ich mit meinem Ex zusammen war. Dort habe ich das meiste verdrängt. Ich habe es mir so einfach gemacht, indem ich mir immer gesagt habe: Er hat Schluss gemacht, also bin ich Schuld. Und als ich die Tagebucheinträge las wurde mir klar, dass ich nicht die alleinige Schuldige war. Ganz im Gegenteil... Was er mir angetan hat und teilweise zu mir gesagt hat, hat mich am WE so aus der Bahn geworfen, dass ich nur noch weinen konnte.
Ich hatte das alles total vergessen. Anscheinend verdrängt, weil ich nicht zugeben wollte, wie mich ein geliebter Mensch derart verletzen konnte. Und so durchlebe ich momentan nochmal die Trennung, weil ich gemerkt habe, dass ich wie ein Stück Dreck behandelt wurde. Ich war auch nicht wirklich besser, doch ich las wie hilflos ich war. Ich konnte mir nicht mehr anders helfen am Ende, als einfach nur auf ihn zu schreien, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die ich brauchte.
Diese Lügen wie "er muss lernen" oder "ich habe Rückenschmerzen"... als ich anrief um ihn gute Besserung zu wünschen, war er nicht zu Hause. Das schlimmste war, als ich eine furchtbare Nachricht bekam und ihn sofort anrufte. Er hatte Besuch von Freunden und anstatt mit mir am Telefon zu reden, hat er nur mit seinen Freunden geredet. Und ich bat ihn mir mal zuzuhören. Aber nein, so fing ich am Telefon an zu weinen und legte einfach auf.
Am nächsten Tag war ich natürlich wütend, fragte ihn dennoch ob er mich besuchen könnte, da es wichtig wäre. Und er hat gesagt er hätte keine Zeit. Am nächsten Tag ruft er an und sagt: Ich hatte Zeit, nur wollte ich dich ärgern, weil du mich geärgert hast. Ich glaube er konnte sich nicht vorstellen, was ich an diesen Tagen für eine fürchterliche Nachricht bekam. Ich war alleine. Und alleine hatte ich keinen Ausweg mehr gefunden, als auf ihn einzuschreien. Mit der Hoffnung er würde EINMAL richtig zuhören.
Ich war nicht Schuld... er hatte durch sein Verhalten am Ende einen Tyrannen aus mir gemacht. Er wußte soviel von mir und hat mich doch nicht verstanden. Und tief im Herzen müßte er wissen, dass ich kein Tyrann oder aggressives Monster bin. Und ich habe mir das jahrelang eingeredet, weil er das zu mir gesagt hat. Shitbull... ich schreie nur, wenn ich nicht gehört werde. Ansonsten bin ich ein lieber und friedlicher Mensch. Und das hätte er wissen müßen...
Ich danke an dieser Stelle meinem Mann, der sich das alles anhören müsste. Und sicherlich war es nicht einfach, das alles über meinen Ex hören zu müssen. Ihn muss ich nicht anschreien, er hört mir einfach zu.
Es ist unglaublich wieviel ich in der Hinsicht verdrängt habe. Und ich danke Gott dafür, dass er mich zu diesen Büchern geleitet hat. Ich dachte ich hätte keine Identät und das was ich hatte, hatte ich mir falsch zurechtgesponnen. Ich denke heute um sovieles klarer, das könnte ihr euch nicht vorstellen. Als ich gestern mittag dann in Bett mit meinem Mann gekuschelt habe, bin ich dabei kurz eingeschlafen. Als ich aufgewacht bin kam mir alles wie ein Traum vor.
Versteht mich nicht falsch: es war sehr sehr schmerzhaft, aber es war ehrlich und nun kann ich eine neue Beziehung zu mir selbst aufbauen und ich freu mich wahnsinnig drüber =)
Ich kann also nur jedem empfehlen in die Vergangenheit abzutauchen =)
LG
Niphredil
https://www.youtube.com/watch?v=-KRJw-aniYg&feature=related
Damals als ich 11 Jahre alt war begann ich Tagebuch zu schreiben, das hielt sich etwa bis knapp 17 Jahre. Zudem hatte ich Bücher zwischen zwei Freundinnen und mir, die nebenher auch noch geschrieben wurden. Ich schrieb etwas in das Buch und gab das dann meiner Freundin, damit sie auch etwas reinschreiben konnte.
Und diese Sachen (+Fotos) habe ich letzte Woche Mittwoch gefunden. Ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut. Um diesen Tripp in die Vergangenheit noch zu untermalen, hörte ich teilweise die Musik von damals.
Ich wußte eigentlich nicht, auf was ich mich da einlasse.
Ich begann zu lesen und merkte, dass da schon irgendwas nicht "stimmt". Ich hatte immer gedacht, dass ich ein total anderer Mensch geworden bin. Dabei stimmt das überhaupt nicht. Ich bin genau der selbe Mensch... nur schminke ich mich nicht mehr beispielsweise. Aber von den Gedanken und dem Verhalten bin ich wirklich der gleiche Mensch geblieben. Ich weiß nicht warum ich mich in meinem Stübchen derart "falsch" in Erinnerung hatte.
Ich bekam Antworten auf meine Lebensfragen: Warum bin ich heute so und so? Fragen bei denen ich gedacht habe, dass alle Ursachen in den letzten 3-4 Jahren liegen. Nein, aber stellt euch vor: Ich habe damals Erfahrungen gesammelt und mir dann mein Urteil gebildet... bis heute. Das kam gar nicht in den letzten Jahren, nein es war irgendwie schon immer alles da. Ich habe heute ein Problem auf Menschen zuzugehen... stellt euch vor, dass hatte ich schon mit 14.
Ich weiß jetzt, warum ich beispielsweise nicht verzeihe. Ich habe es anscheinend total verdrängt, wie mich manche Freundinnen abserviert haben. Und das hat dazu geführt, dass ich mir im Tagebuch geschworen haben, nicht mehr zu verzeihen. Als ich las was manche zu mir gesagt haben, hat das schon sehr weh getan.
Es war als ob ich alles nochmal durchlebt hätte, aber diesmal "richtig" aus der Vergangenheit und nicht das gedanklich "falsche" von der Gegenwart aus.
Am meisten weh getan hat es mir, als ich die Jahre las, wo ich mit meinem Ex zusammen war. Dort habe ich das meiste verdrängt. Ich habe es mir so einfach gemacht, indem ich mir immer gesagt habe: Er hat Schluss gemacht, also bin ich Schuld. Und als ich die Tagebucheinträge las wurde mir klar, dass ich nicht die alleinige Schuldige war. Ganz im Gegenteil... Was er mir angetan hat und teilweise zu mir gesagt hat, hat mich am WE so aus der Bahn geworfen, dass ich nur noch weinen konnte.
Ich hatte das alles total vergessen. Anscheinend verdrängt, weil ich nicht zugeben wollte, wie mich ein geliebter Mensch derart verletzen konnte. Und so durchlebe ich momentan nochmal die Trennung, weil ich gemerkt habe, dass ich wie ein Stück Dreck behandelt wurde. Ich war auch nicht wirklich besser, doch ich las wie hilflos ich war. Ich konnte mir nicht mehr anders helfen am Ende, als einfach nur auf ihn zu schreien, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die ich brauchte.
Diese Lügen wie "er muss lernen" oder "ich habe Rückenschmerzen"... als ich anrief um ihn gute Besserung zu wünschen, war er nicht zu Hause. Das schlimmste war, als ich eine furchtbare Nachricht bekam und ihn sofort anrufte. Er hatte Besuch von Freunden und anstatt mit mir am Telefon zu reden, hat er nur mit seinen Freunden geredet. Und ich bat ihn mir mal zuzuhören. Aber nein, so fing ich am Telefon an zu weinen und legte einfach auf.
Am nächsten Tag war ich natürlich wütend, fragte ihn dennoch ob er mich besuchen könnte, da es wichtig wäre. Und er hat gesagt er hätte keine Zeit. Am nächsten Tag ruft er an und sagt: Ich hatte Zeit, nur wollte ich dich ärgern, weil du mich geärgert hast. Ich glaube er konnte sich nicht vorstellen, was ich an diesen Tagen für eine fürchterliche Nachricht bekam. Ich war alleine. Und alleine hatte ich keinen Ausweg mehr gefunden, als auf ihn einzuschreien. Mit der Hoffnung er würde EINMAL richtig zuhören.
Ich war nicht Schuld... er hatte durch sein Verhalten am Ende einen Tyrannen aus mir gemacht. Er wußte soviel von mir und hat mich doch nicht verstanden. Und tief im Herzen müßte er wissen, dass ich kein Tyrann oder aggressives Monster bin. Und ich habe mir das jahrelang eingeredet, weil er das zu mir gesagt hat. Shitbull... ich schreie nur, wenn ich nicht gehört werde. Ansonsten bin ich ein lieber und friedlicher Mensch. Und das hätte er wissen müßen...
Ich danke an dieser Stelle meinem Mann, der sich das alles anhören müsste. Und sicherlich war es nicht einfach, das alles über meinen Ex hören zu müssen. Ihn muss ich nicht anschreien, er hört mir einfach zu.
Es ist unglaublich wieviel ich in der Hinsicht verdrängt habe. Und ich danke Gott dafür, dass er mich zu diesen Büchern geleitet hat. Ich dachte ich hätte keine Identät und das was ich hatte, hatte ich mir falsch zurechtgesponnen. Ich denke heute um sovieles klarer, das könnte ihr euch nicht vorstellen. Als ich gestern mittag dann in Bett mit meinem Mann gekuschelt habe, bin ich dabei kurz eingeschlafen. Als ich aufgewacht bin kam mir alles wie ein Traum vor.
Versteht mich nicht falsch: es war sehr sehr schmerzhaft, aber es war ehrlich und nun kann ich eine neue Beziehung zu mir selbst aufbauen und ich freu mich wahnsinnig drüber =)
Ich kann also nur jedem empfehlen in die Vergangenheit abzutauchen =)
LG
Niphredil
https://www.youtube.com/watch?v=-KRJw-aniYg&feature=related
Niphredil - 31. Mai, 09:13





