Dunkelheit und Fremdes
Irgendwie verfolgten mich dieses Wochenende zwei Themen: Das Fremde und die Dunkelheit.
Das Fremde: wir denken stets, dass wir unsere eigenen Erfahrungen machen in unserer Gesellschaft. Wir stehen jeden Tag auf, gehen in die Arbeit, verbringen Zeit mit Freunden. Wir sind wir. Wir leben unser Leben. Und doch hat man irgendwann das Gefühl, dass das doch nicht alles sein kann. Machen wir wirklich unsere eigenen Erfahrungen, wenn wir seit unserer Geburt in "unserer" Umgebung bleiben? Wo ist das "ich"? Ist es so schwer in unserer jetzigen Gesellschaft zu bestehen, wenn wir von Geburt an unsere Umwelt und ihr Leben gewöhnt sind?
Ist es vielleicht nicht so, dass wir unsere Erfahrungen erst finden, wenn wir ins Fremde gehen? In ein neues Land, mit neuer Sprache und Kultur. Erst dort ist es uns doch möglich, dass Neue in uns zu finden. Vielleicht unseren wahren Kern? Nicht umsonst hab ich im Studium gelernt: das eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen finden. Das Fremde sozialisiert uns neu, aber der Unterschied ist, dass wir uns sozialisieren und nicht wer anders. Es werden unsere Gedanken und unsere Erfahrungen und nicht welche, die andere Menschen durchlebt und dabei ihre Fußstapfen hinterlassen haben. Fußstapfen sind doch längst vergangen, man kann nur hoffen, dass einmal das Meer darüberwellt und uns einen reinen Strand hinterläßt.
Die Dunkelheit: Lernte ich dieses Wochenende durch ein Buch kennen. Ich stöberte bei Amazon und fand das Buch "Dunkeltherapie". Schon fühlte ich mich angezogen, da ich stets heimlich überlegte, ob soetwas wie in einer Höhle leben für 2 Wochen überhaupt möglich wäre. Natürlich in der Dunkelheit. Von Samstag auf Sonntag lernte ich die Dunkelheit kennen. Ich lag von 3 Uhr morgens bis 6 Uhr morgens wach. Ich hörte Sachen, Fratzen bildeten sich vor meinem Gesicht. Dunkelheit hält man nicht aus. Also stand ich auf und beobachtete wie das Schwarze zu Blau wurde und dann zu Rosa. Der Morgen war wunderschön und das Rührei mit Hagebuttentee einfach Balsam für die Seele.
Heute morgen erschrak ich als ich durchs Fenster schaute und genau vor dem Fenster ein schwarzer Rabe sahs. Ich hatte irgendwie was anderes erwartet. Er wollte mich erinnern. Ich sagte:" den Todesvogel nennen Sie dich. Ich habe keine Angst."
Irgendwie führt dich irgendwas immer auf deinem Weg.
LG
Niphredil
Von Samstag auf Sonntag:
Im Hellen ist vieles Unwesentlich. Man richtet den Blick auf alles, man sieht verzerrt.

Im Dunkeln siehst du das Wesentliche. Man richtet den Blick auf eine Sache, man sieht klar.

Das Fremde: wir denken stets, dass wir unsere eigenen Erfahrungen machen in unserer Gesellschaft. Wir stehen jeden Tag auf, gehen in die Arbeit, verbringen Zeit mit Freunden. Wir sind wir. Wir leben unser Leben. Und doch hat man irgendwann das Gefühl, dass das doch nicht alles sein kann. Machen wir wirklich unsere eigenen Erfahrungen, wenn wir seit unserer Geburt in "unserer" Umgebung bleiben? Wo ist das "ich"? Ist es so schwer in unserer jetzigen Gesellschaft zu bestehen, wenn wir von Geburt an unsere Umwelt und ihr Leben gewöhnt sind?
Ist es vielleicht nicht so, dass wir unsere Erfahrungen erst finden, wenn wir ins Fremde gehen? In ein neues Land, mit neuer Sprache und Kultur. Erst dort ist es uns doch möglich, dass Neue in uns zu finden. Vielleicht unseren wahren Kern? Nicht umsonst hab ich im Studium gelernt: das eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen finden. Das Fremde sozialisiert uns neu, aber der Unterschied ist, dass wir uns sozialisieren und nicht wer anders. Es werden unsere Gedanken und unsere Erfahrungen und nicht welche, die andere Menschen durchlebt und dabei ihre Fußstapfen hinterlassen haben. Fußstapfen sind doch längst vergangen, man kann nur hoffen, dass einmal das Meer darüberwellt und uns einen reinen Strand hinterläßt.
Die Dunkelheit: Lernte ich dieses Wochenende durch ein Buch kennen. Ich stöberte bei Amazon und fand das Buch "Dunkeltherapie". Schon fühlte ich mich angezogen, da ich stets heimlich überlegte, ob soetwas wie in einer Höhle leben für 2 Wochen überhaupt möglich wäre. Natürlich in der Dunkelheit. Von Samstag auf Sonntag lernte ich die Dunkelheit kennen. Ich lag von 3 Uhr morgens bis 6 Uhr morgens wach. Ich hörte Sachen, Fratzen bildeten sich vor meinem Gesicht. Dunkelheit hält man nicht aus. Also stand ich auf und beobachtete wie das Schwarze zu Blau wurde und dann zu Rosa. Der Morgen war wunderschön und das Rührei mit Hagebuttentee einfach Balsam für die Seele.
Heute morgen erschrak ich als ich durchs Fenster schaute und genau vor dem Fenster ein schwarzer Rabe sahs. Ich hatte irgendwie was anderes erwartet. Er wollte mich erinnern. Ich sagte:" den Todesvogel nennen Sie dich. Ich habe keine Angst."
Irgendwie führt dich irgendwas immer auf deinem Weg.
LG
Niphredil
Von Samstag auf Sonntag:
Im Hellen ist vieles Unwesentlich. Man richtet den Blick auf alles, man sieht verzerrt.

Im Dunkeln siehst du das Wesentliche. Man richtet den Blick auf eine Sache, man sieht klar.

Niphredil - 31. Jan, 13:24





