Ui...du gehst aber heut hart mit andern ins Gericht...
Ich finde, wenn ein Mensch so verzweifelt bzw. krank und verzweifelt ist, dass er sich das wertvollste, was er hat, nämlich sein Leben, freiwillig nimmt, ist das immer eine ganz traurige Sache! Bei dir klingt das fast schon schadenfroh, weil auch "der Reiche" tot ist bzw. verständnislos, weil der doch Geld hatte...
Da frag ich mich heute, was ist bloß mit dir los? Kann denn ein Mensch, auch wenn er materiell alles zu haben scheint, nicht trotzdem kreuz-unglücklich sein? Sind seine Probleme "weniger wichtig oder schlimm", weil er sich was schönes kaufen kann?
Sicherlich hätte Herr Merckle noch ausreichend finanziellen Rückhalt gehabt, um nicht als Hartz 4 Empfänger seinen Lebensabend fristen zu müssen. Allerdings bezweifle ich, dass es ihm nur darum ging. Ich kann mir vorstellen, dass es einfach verdammt hart ist und unendlich weh tut, wenn das, was du dir die letzten 40 Jahre mühsam aufgebaut hast, (durch eigene "Dummheit"?) auf einmal vor dem Ruin steht... Das ist immer furchtbar...Ob das nun ein Millionenimperium ist, oder ein kleiner Selbstversorgerbauernhof sollte uns dabei eigentlich nicht interessieren...
Niphredil - 8. Jan, 21:17
Hallo Petra =) Ich verstehe grad deinen Post nicht... ich habe gesagt, dass ich nicht fähig bin über diesen Selbstmord zu urteilen. Falls ich mich so ausgedrückt habe, dass du doch auf Merkel (oder wie der man nun geschrieben wird) schließt dann war das nicht meine Absicht. Dieser Selbstmord war eigentlich ein Denkanstoß allgemein was unseren Kapitalismus betrifft. Ich finde es beispielsweise interessant das unsere Regierung es geschafft hat 25% einer Bank zu verstaatlichen. Vor einem halben Jahr wärste mit "verstaatlichung" auf dem Scheiterhaufen gelandet.
Es tut mir leid, aber wie gesagt, es gibt definitiv Verantwortliche die sich selbst diese Suppe eingebrockt haben. Und diese Verantwortlichen können nun hier meine Kritik lesen und verdienen auch diese Kritik.
Schadensfroh über einen Selbstmord bin ich natürlich nicht! Also bitte... schadensfroh über die derzeitige kapitalistische Situation aber schon. Hält sich aber auch in Grenzen, weil wieso sollte ich schadensfroh sein, wenn wohl meine Kinder und ich dafür büßen müßen?
Schön und gut wenn manche 40 Jahre etwas aufbauen müßen. Das muß der kleine Mann auch. Und auch viele kleine Männer verlieren ihr Haus, ihre Familie, ihre Arbeit, ihr Werk. Und auch viele kleine Männer verlieren sich dabei in Selbstmord. Viele kleine Männer verloren ihre Arbeit durch einen "Manager" der nicht mal ein Gewissen hatte. Ehrlich? Eigentlich unmenschlich... aber bei Geld wird sich wohl eher ein Strick gebaut...
f.b. (Gast) - 8. Jan, 21:45
Die eigene Medizin schmeckt immer am schlechtesten
...
Also ich habe niphredils text nicht als schadenfroh erlebt. Darum scheint es nicht zu gehen. Merkle ist doch nur ein Beispiel für ein gesellschaftliches Phänomen.
Zur Rendite-Erhöhung und Effizienz-Steigerung werden Tag für Tag Menschen vor die Tür gesetzt. Werden Existenzen von Familien auf Messers Schneide gestellt und mit Menschen wie mit Waren disponiert! Bringt sich ein, zwei oder drei Hartz-IV-Empfänger um. Kommt das weder in den Medien noch scheint es die Öffentlichkeit zu scheren - sie "kosten" ja nur...
Bringen sich jedoch die Banker an der Wall-Street um, weil sie ihr Vermögen verspekuliert haben, nehmen sich Industrielle oder Konzernbosse das Leben, ist es ein Drama...
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!
Selbstverständlich können auch reiche Menschen traurig sein. Selbstverständlich ist auch ihr tot bedauernswert.
Aber nicht bedauernswerter als der eines Hartz-IV-Empfängers.
Zu denken gibt dabei nur. Ein Mensch, der innerhalb seiner "Karriere" bestimmt so einige Menschen in den finanziellen Ruin getrieben hat ohne mit der Wimper zu zucken - erträgt die tagtägliche "Arbeit" eines Managers und Firmenlenkers am eigenen Leibe nicht...
Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...
Zitat des Monats:
Es wohnt Genuss
im dunklen Waldesgrüne,
entzücken weilt
auf unbetretener Düne,
Gesellschaft ist,
wo alles menschenleer,
Musik im Wellenschschlag
am ewigen Meer.
Die Menschen lieb ich,
die Natur noch mehr.
Lord Byron
Ich finde, wenn ein Mensch so verzweifelt bzw. krank und verzweifelt ist, dass er sich das wertvollste, was er hat, nämlich sein Leben, freiwillig nimmt, ist das immer eine ganz traurige Sache! Bei dir klingt das fast schon schadenfroh, weil auch "der Reiche" tot ist bzw. verständnislos, weil der doch Geld hatte...
Da frag ich mich heute, was ist bloß mit dir los? Kann denn ein Mensch, auch wenn er materiell alles zu haben scheint, nicht trotzdem kreuz-unglücklich sein? Sind seine Probleme "weniger wichtig oder schlimm", weil er sich was schönes kaufen kann?
Sicherlich hätte Herr Merckle noch ausreichend finanziellen Rückhalt gehabt, um nicht als Hartz 4 Empfänger seinen Lebensabend fristen zu müssen. Allerdings bezweifle ich, dass es ihm nur darum ging. Ich kann mir vorstellen, dass es einfach verdammt hart ist und unendlich weh tut, wenn das, was du dir die letzten 40 Jahre mühsam aufgebaut hast, (durch eigene "Dummheit"?) auf einmal vor dem Ruin steht... Das ist immer furchtbar...Ob das nun ein Millionenimperium ist, oder ein kleiner Selbstversorgerbauernhof sollte uns dabei eigentlich nicht interessieren...
Es tut mir leid, aber wie gesagt, es gibt definitiv Verantwortliche die sich selbst diese Suppe eingebrockt haben. Und diese Verantwortlichen können nun hier meine Kritik lesen und verdienen auch diese Kritik.
Schadensfroh über einen Selbstmord bin ich natürlich nicht! Also bitte... schadensfroh über die derzeitige kapitalistische Situation aber schon. Hält sich aber auch in Grenzen, weil wieso sollte ich schadensfroh sein, wenn wohl meine Kinder und ich dafür büßen müßen?
Schön und gut wenn manche 40 Jahre etwas aufbauen müßen. Das muß der kleine Mann auch. Und auch viele kleine Männer verlieren ihr Haus, ihre Familie, ihre Arbeit, ihr Werk. Und auch viele kleine Männer verlieren sich dabei in Selbstmord. Viele kleine Männer verloren ihre Arbeit durch einen "Manager" der nicht mal ein Gewissen hatte. Ehrlich? Eigentlich unmenschlich... aber bei Geld wird sich wohl eher ein Strick gebaut...
Die eigene Medizin schmeckt immer am schlechtesten
Also ich habe niphredils text nicht als schadenfroh erlebt. Darum scheint es nicht zu gehen. Merkle ist doch nur ein Beispiel für ein gesellschaftliches Phänomen.
Zur Rendite-Erhöhung und Effizienz-Steigerung werden Tag für Tag Menschen vor die Tür gesetzt. Werden Existenzen von Familien auf Messers Schneide gestellt und mit Menschen wie mit Waren disponiert! Bringt sich ein, zwei oder drei Hartz-IV-Empfänger um. Kommt das weder in den Medien noch scheint es die Öffentlichkeit zu scheren - sie "kosten" ja nur...
Bringen sich jedoch die Banker an der Wall-Street um, weil sie ihr Vermögen verspekuliert haben, nehmen sich Industrielle oder Konzernbosse das Leben, ist es ein Drama...
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!
Selbstverständlich können auch reiche Menschen traurig sein. Selbstverständlich ist auch ihr tot bedauernswert.
Aber nicht bedauernswerter als der eines Hartz-IV-Empfängers.
Zu denken gibt dabei nur. Ein Mensch, der innerhalb seiner "Karriere" bestimmt so einige Menschen in den finanziellen Ruin getrieben hat ohne mit der Wimper zu zucken - erträgt die tagtägliche "Arbeit" eines Managers und Firmenlenkers am eigenen Leibe nicht...