Tabuisierung von Krankheit und Tod...
Wir legten am Sonntag einen wunderschönen, gemütlichen Spaziergang hinter uns. Nur über eins könnte ich mich seit neuestem beschweren: die absolute Tabuisierung von Tod und Krankheit in unserer Gesellschaft. Und das, das wissen wir ja jetzt alle, obwohl die Deutschen die Nr. 1 sind was Arztbesuche betrifft.
Ja, seit neuestem wird meinem Hund keine Beachtung geschenkt bzw. eher erschrocken auf ihn reagiert. Ihr wisst, dass ich vor langer Zeit mal geschrieben habe, was ihre Aufgabe hier ist. Und zwar Lachen zu verbreiten. Aber damit ist jetzt Schluss. Das freudige Anwedeln und Hinlaufen zu Spaziergänger... darauf wird nicht mehr reagiert. Und beim ersten Mal konnte ich förmlich den verdutzten Ausdruck meines Hundes im Gesicht sehen: Häh? Was ist denn jetzt los?
Das geht ja jetzt seit Wochen. Und gestern war Shanty besonders gut drauf und wollte einfach Kontakt zu den anderen Menschen. Und zwei Omas liefen einfach vorbei ... und da tat mein Hund was er noch nie gemacht hat: er hat sie angebellt... und wie.
Ist es echt möglich, dass das eine fehlende Auge meines Hundes, derart den Umgang mit ihr ändert? Versteh ich nicht... seit der OP hat sich kein einzigster Fußgänger ihr zugewidmet. (!). Ich finde das schon bedenklich. Sind wir so tabuisiert, ist Krankheit oder Tod derart nicht gern gesehen in der Gesellschaft? Mir tut mein Hund leid... wenn sie dann so dasteht und den Spaziergänger hinterherschaut, da hol ich sie zu mir und streichel sie halt. Und manchmal könnte ich den Menschen echt in den Arsch treten... man kann auch an seinem Glück vorbeilaufen, vor lauter Tabuisierung.
LG
Niphredil
Ja, seit neuestem wird meinem Hund keine Beachtung geschenkt bzw. eher erschrocken auf ihn reagiert. Ihr wisst, dass ich vor langer Zeit mal geschrieben habe, was ihre Aufgabe hier ist. Und zwar Lachen zu verbreiten. Aber damit ist jetzt Schluss. Das freudige Anwedeln und Hinlaufen zu Spaziergänger... darauf wird nicht mehr reagiert. Und beim ersten Mal konnte ich förmlich den verdutzten Ausdruck meines Hundes im Gesicht sehen: Häh? Was ist denn jetzt los?
Das geht ja jetzt seit Wochen. Und gestern war Shanty besonders gut drauf und wollte einfach Kontakt zu den anderen Menschen. Und zwei Omas liefen einfach vorbei ... und da tat mein Hund was er noch nie gemacht hat: er hat sie angebellt... und wie.
Ist es echt möglich, dass das eine fehlende Auge meines Hundes, derart den Umgang mit ihr ändert? Versteh ich nicht... seit der OP hat sich kein einzigster Fußgänger ihr zugewidmet. (!). Ich finde das schon bedenklich. Sind wir so tabuisiert, ist Krankheit oder Tod derart nicht gern gesehen in der Gesellschaft? Mir tut mein Hund leid... wenn sie dann so dasteht und den Spaziergänger hinterherschaut, da hol ich sie zu mir und streichel sie halt. Und manchmal könnte ich den Menschen echt in den Arsch treten... man kann auch an seinem Glück vorbeilaufen, vor lauter Tabuisierung.
LG
Niphredil
Niphredil - 16. Mär, 09:52
Bianca (Gast) - 16. Mär, 17:30
Das ist Sch*****! Und tut mir weh, wenn ich das lese. Aber es deckt sich (leider) mit meinen Erfahrungen. Alles was auf den ersten Blick nicht "normal" oder "gesund" und "hübsch" ist, wird besser nicht zur Kenntnis genommen. Gruss an Shanty, sie soll sich das nicht so zu Herzen nehmen...
bärbel (Gast) - 17. Mär, 12:56
hundi
hallo,kenne zur genüge viele dumme menschen,die sogar fragen,ob die linsenluxationen bei unserer lucy ansteckend sind.gerade ältere menschen kriegen die panik,spiegelbild usw.lass dich kreuzweise,die sonne scheint,nichts wie rauss mit shanty und spielen-geht auch blind.alles liebe bärbel






Normalerweise kommt man doch (dachte ich), mit einer, ich nenn es mal "Auffälligkeit" am Hund sogar noch leichter mit Leuten ins Gespräch? Eben über ein einfaches "Oh, was ist denn da passiert?"
Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, ist, dass die Leute Angst haben... weniger vor Tabuisierung, wie du schreibst, sondern eher davor, dass der Hund irgendeine Krankheit hat, mit der man sich anstecken könnte oder so... das fänd ich sogar noch nachvollziehbar... wobei mir jetzt auch keine Krankheit einfällt, durch die ein Hund ein Auge verliert und danach die Menschen ansteckt...
Vielleicht hast du auch einfach die falschen getroffen! :-)