Folge dem Stern... mal wieder
Ich bin wieder zurück in der Wirklichkeit. Wir waren für paar Tage in Urlaub gefahren und wir fuhren ins Paradies. Ein kleines Hotel mittem im Wald. Der Weg dorthin führte durch den Wald.
Wir hatten ein traumhaftes Zimmer, ich sah nur noch Holz und eine wundervolle Terasse.
Am ersten Abend wurde ich überwältigt von einem wunderschönen Sternenhimmel. Ich konnte die Milchstraße sehen. Immer wenn ich Sterne sehe, komme ich mir bzw. meine Kultur, meine Erziehung und meine Werte vollkommen sinnlos vor. Was zählt hier schon auf der Erde? Wir sind doch eigentlich nur ein Staubkörnchen im Universum, gelenkt von ganz anderen Kräften als unsere eigenen. Es sah aus als hätte Gott den Himmel angemalt.
Am nächsten Tag irrten wir durch den Wald, wir haben immer die falsche Abzweigung genommen. Und doch kamen wir ans Ziel, einigermaßen gelenkt durch unser Gefühl und Instinkt. So ist es doch auch im Leben. Man plant einen Weg und doch biegt man falsch ab und merkt erst viel später sein Fehler. Manchmal überschätzt es deine Kraft, es geht viel zu steil bergauf. Dann ist es besser umzukehren, bevor du vor Kraftlosigkeit umfällst. Manchmal läuft man weiter, weil bei der Leichtigkeit ein Schritt zurück ein Rückschritt wäre. Mir taten die Beine weh, ich konnte fast nicht mehr laufen vor Schmerzen. Doch F. war da und gott sei dank diese unglaublich häßliche Bude, wo allerdings das Essen wie aus einem Luxusrestaurant schmeckte.
Anschließend eine Kutschfahrt und ein Blick in das Gesicht eines alten Mannes, der auch die Sterne sieht. Seine Augen funkelten.
Nächsten Tag spontaner Besuch einer alten Kirche. Wunderte mich über die Erntegaben die dort lagen und den Kornreif an der Decke. Das sah so unwirklich aus. Der Jesus und die heilige Maria und drunter die Gaben von der Natur. Viel zu unwirklich, gefiel mir irgendwie nicht... ich konnte besser die Kartoffeln anbeten als den gekreuzigten Jesus.
Der Abend kam. Wir waren alleine im kompletten Hotel. Wir saßen uns ins urgemütliche Kaminzimmer und nahmen was zu lesen mit. Ich lies Günter Grass "Beim Häuten der Zwiebel". Erst jetzt merke ich, dass es genau das war, was die Tage gebracht hatten. Wir haben uns ausgezogen und uns gesehen. Seelisch und körperlich. Später entdeckten wir noch Spiele im Schrank. Der Abend ging irgendwann zu Ende. Der Blaubeerwein vom Schmelzhof (bei Winterberg) war köstlich.
Die Spinnennetze werde ich nicht vergessen. Der erste Eindruck von dem Ort. Voll behangen mit Tau, in allen Regenbogenfarben leuchtend... bei jeder Bewegung. Es ist eben der Blickwinkel. Wo stehst du? =)
LG
Niphredil
Wir hatten ein traumhaftes Zimmer, ich sah nur noch Holz und eine wundervolle Terasse.
Am ersten Abend wurde ich überwältigt von einem wunderschönen Sternenhimmel. Ich konnte die Milchstraße sehen. Immer wenn ich Sterne sehe, komme ich mir bzw. meine Kultur, meine Erziehung und meine Werte vollkommen sinnlos vor. Was zählt hier schon auf der Erde? Wir sind doch eigentlich nur ein Staubkörnchen im Universum, gelenkt von ganz anderen Kräften als unsere eigenen. Es sah aus als hätte Gott den Himmel angemalt.
Am nächsten Tag irrten wir durch den Wald, wir haben immer die falsche Abzweigung genommen. Und doch kamen wir ans Ziel, einigermaßen gelenkt durch unser Gefühl und Instinkt. So ist es doch auch im Leben. Man plant einen Weg und doch biegt man falsch ab und merkt erst viel später sein Fehler. Manchmal überschätzt es deine Kraft, es geht viel zu steil bergauf. Dann ist es besser umzukehren, bevor du vor Kraftlosigkeit umfällst. Manchmal läuft man weiter, weil bei der Leichtigkeit ein Schritt zurück ein Rückschritt wäre. Mir taten die Beine weh, ich konnte fast nicht mehr laufen vor Schmerzen. Doch F. war da und gott sei dank diese unglaublich häßliche Bude, wo allerdings das Essen wie aus einem Luxusrestaurant schmeckte.
Anschließend eine Kutschfahrt und ein Blick in das Gesicht eines alten Mannes, der auch die Sterne sieht. Seine Augen funkelten.
Nächsten Tag spontaner Besuch einer alten Kirche. Wunderte mich über die Erntegaben die dort lagen und den Kornreif an der Decke. Das sah so unwirklich aus. Der Jesus und die heilige Maria und drunter die Gaben von der Natur. Viel zu unwirklich, gefiel mir irgendwie nicht... ich konnte besser die Kartoffeln anbeten als den gekreuzigten Jesus.
Der Abend kam. Wir waren alleine im kompletten Hotel. Wir saßen uns ins urgemütliche Kaminzimmer und nahmen was zu lesen mit. Ich lies Günter Grass "Beim Häuten der Zwiebel". Erst jetzt merke ich, dass es genau das war, was die Tage gebracht hatten. Wir haben uns ausgezogen und uns gesehen. Seelisch und körperlich. Später entdeckten wir noch Spiele im Schrank. Der Abend ging irgendwann zu Ende. Der Blaubeerwein vom Schmelzhof (bei Winterberg) war köstlich.
Die Spinnennetze werde ich nicht vergessen. Der erste Eindruck von dem Ort. Voll behangen mit Tau, in allen Regenbogenfarben leuchtend... bei jeder Bewegung. Es ist eben der Blickwinkel. Wo stehst du? =)
LG
Niphredil
Niphredil - 14. Okt, 09:48






Wo steh ich?
In der Mitte von allem, am Anfang und am Ende, sehe Vergangenheit und Zukunft, kann einfach SEIN und gehen und alle Wege führen ans Ziel.
Mit diesem Gefühl kehre ich heute aus England zurück, nach einer wunderbaren viel zu kurzen Woche.
*seufz*
LG
Lisa :)
LG