Zeit - unsere Ahnen - und dunkle Gestalten am Bett
Hey ihr Lieben. Ich hab jetzt längere Zeit nicht mehr geschrieben (mal wieder). Aber das musste sein, weil in meinem Kopf derartiger Chaos war, dass ich selbst nicht mal wusste was eigentlich los ist.
Und so ist es im Leben. Die Probleme, die man nicht zu Ende arbeitet kommen immer wieder zurück, bis du es endlich kapierst. Und so löse ich mich gerade zum zweiten Mal von meinen Eltern und dieses Mal wird es mehr als 4 Monate dauern. Ich hab meinem Vater eine Beleidigung (ich sei doch eine faule Sau) verziehen, weil er zum ersten Mal einen Fehler eingesehen hat und sich entschuldigte. Dafür hat mein Vater 4 Monate gebraucht. Doch leider hat sich heraus gestellt, dass er nicht wirklich gelernt hat und auch nicht verstanden hat, um was es mir geht. Denn er beleidigte auch meine kleine Nichte, da sie in der Schule keine guten Noten hat.
Und so sah ich: nein mein Vater hat sich nicht geändert. Und nein mein Vater hat mich nicht nur einmal beleidigt und gedemütigt, sondern mein ganzes Leben. Nun hat er sich nur ein Upgrad draufgespielt - wie in der Matrix sagte eine meiner Freundinnen. Jetzt beleidigt er subtiler.
Und so hab ich die letzten Wochen viel von Alice Miller gelesen. Die Beleidigungen waren gar nicht das schlimme, das schlimme war, sich nie dagegen wehren zu dürfen. Und dieses nicht-wehren-dürfen führt zur Abspaltung von Gefühlen, zur Idealisierung der Eltern, zu Gefühlsarmut und man verliert sich selbst und seine Freiheit.
Ich lese also sehr viel Alice Miller und jeden Tag gibt es Gespräche mit meinem Mann. Er hilft mir soviel! Er ist echt ein guter Mensch. Manchmal ist er so wütend über meine Erzählungen. Darüber staune ich. Ich mein ich bin ein eher aggressiver Typ, aber bei meinen Erzählungen werd ich nicht wütend. Langsam schon. Das Schreiben hilft. Ich zähle alles auf. Und diesen Brief wird mein Vater auch bekommen. Ich schone meine Eltern nicht mehr. Und gott weiß, wie hart das sein muss für seine Eltern. Aber ich schütze mich. Kein Mensch ist mir so wichtig, wie ich selbst. Egoistisch? Ja! Weil ich mein ganzes Leben keinen eigenen Willen haben durfte und nur Ideale und Wünsche von anderen erfüllt habe. Aber vielleicht gibt es da doch einen Menschen. Und zwar mein erstes Kind. Ich weiß, dass sich meine Eltern nicht so verhalten, weil sie es so wollten. Nein ihre Eltern haben sie auch so behandelt und wahrscheinlich deren Eltern ebenso. Die schwarze Pädagogik aus dem 17. Jahrhundert, immernoch verwurzelt in unserer Familie. Und mein Kind wird nicht gedemütigt, es wird auch nicht geschlagen. Mir haben Kinder immer sehr gefallen, die eigenwillig waren. Ich hab nie verstanden warum... aber mit mir, wird die Linie der schwarzen Pädagogik in unserer Familie sterben. Sei es, dass ich deswegen durch die Hölle gehen muss.
Das alles hat auch mein Bild auf meine Ahnen verändert. Ich habe sie stets verehrt, ich hab Fotos von ihnen auf meinem Altar. Der Blick heute dadrauf ist unerträglich und ich werde sie wegräumen. Wahrscheinlich Menschen, die auch gedemütigt haben, die grausam waren... Ahnenverehrung hin oder her (ich hab das als Hexe einfach so gelernt), aber so verehrungswürdig sind sie auch nicht. Schließlich habe ich all ihre Eigenschaften in mir gebündelt, ihnen fehlt mein eigener Teil, mein eigenes Wissen, das hab nur ich... und kein Ahne. Keine Ahnenverehrung mehr. Ich weiß einfach nicht, wer die Leute sind, was sie getan haben. Was ist, wenn einer ein Mörder war? Ich verehre lieber mich selbst, dann weiß ich wenigstens was ich verehre. Ich verehre mich durch Bewegung, durch Sport, durch das Fühlen jeder Bewegung, durch das bewusste Atmen, durch gesunde Nahrungsmittel, durch Kontakt zu anderen, durch Wärme und Zärtlichkeit, durch Kreativität und vor allem verehre ich mich durch Gedanken, meine Traumzeit. Ich verehre mich als Wesen. Selbstliebe. Das machen wir zu selten für uns selbst und zuviel für andere.
Gestern bin ich schreiend aus dem Schlaf erwacht und ich sah Gestalten um mein Bett stehen, die sich sofort auf mch zu bewegten und vor mir halt machten. Sie haben keine Gesichter, sie sind einfach nur schwarz. So was ähnliches hatte ich vor Jahren, als ich jemanden neben meinem Bett stehen sah und ich einfach nur schreite. Mein Mann sagt, dass mir irgendwas etwas sagen will. Es sind die Schatten meines Unterbewusstsein, die dunkle Seite, die jeder mit sich trägt. Und ich habe die Schatten alle (ALLE!) aufgescheucht. Und sie wusseln sich und würden sich am liebsten verstecken und mich einschüchtern. Mir war klar, dass das keine Jenseitsschatten sind, sondern meine.
Ich bin auf dem Weg, und es ist so hart Leute ehrlich. Es ist so hart. Kein "Schwam drüber" - und wie oft wollte ich das. Aber ich kann nicht mehr zurück. Ich hab die Freiheit gespürt für wenige Tage und ich kann diese Tage nicht aufgeben für Jahre. Selbst 1 Sekunde Freiheit sind es wert, wenn man dafür Jahre eingesperrt ist. Das musste ich lernen.
Und ich bin mir eigentlich fast sicher: wenn diese Phase vorbei ist, werde ich einen Job finden, dann werden wir auch unser Haus finden (bisher ergab keine Besichtigung nur ein Gefühl der Möglichkeit sich ein Leben in einem Haus vorstellen).
Ich hoffe ich schaffe es nächste Woche zu Apollo zum Musentempel im Schwetzinger Schloss. Die Musen haben mich vor zwei Jahren so schön geküsst, dass es mich wieder zu ihnen zieht.
LG
Nip
Und so ist es im Leben. Die Probleme, die man nicht zu Ende arbeitet kommen immer wieder zurück, bis du es endlich kapierst. Und so löse ich mich gerade zum zweiten Mal von meinen Eltern und dieses Mal wird es mehr als 4 Monate dauern. Ich hab meinem Vater eine Beleidigung (ich sei doch eine faule Sau) verziehen, weil er zum ersten Mal einen Fehler eingesehen hat und sich entschuldigte. Dafür hat mein Vater 4 Monate gebraucht. Doch leider hat sich heraus gestellt, dass er nicht wirklich gelernt hat und auch nicht verstanden hat, um was es mir geht. Denn er beleidigte auch meine kleine Nichte, da sie in der Schule keine guten Noten hat.
Und so sah ich: nein mein Vater hat sich nicht geändert. Und nein mein Vater hat mich nicht nur einmal beleidigt und gedemütigt, sondern mein ganzes Leben. Nun hat er sich nur ein Upgrad draufgespielt - wie in der Matrix sagte eine meiner Freundinnen. Jetzt beleidigt er subtiler.
Und so hab ich die letzten Wochen viel von Alice Miller gelesen. Die Beleidigungen waren gar nicht das schlimme, das schlimme war, sich nie dagegen wehren zu dürfen. Und dieses nicht-wehren-dürfen führt zur Abspaltung von Gefühlen, zur Idealisierung der Eltern, zu Gefühlsarmut und man verliert sich selbst und seine Freiheit.
Ich lese also sehr viel Alice Miller und jeden Tag gibt es Gespräche mit meinem Mann. Er hilft mir soviel! Er ist echt ein guter Mensch. Manchmal ist er so wütend über meine Erzählungen. Darüber staune ich. Ich mein ich bin ein eher aggressiver Typ, aber bei meinen Erzählungen werd ich nicht wütend. Langsam schon. Das Schreiben hilft. Ich zähle alles auf. Und diesen Brief wird mein Vater auch bekommen. Ich schone meine Eltern nicht mehr. Und gott weiß, wie hart das sein muss für seine Eltern. Aber ich schütze mich. Kein Mensch ist mir so wichtig, wie ich selbst. Egoistisch? Ja! Weil ich mein ganzes Leben keinen eigenen Willen haben durfte und nur Ideale und Wünsche von anderen erfüllt habe. Aber vielleicht gibt es da doch einen Menschen. Und zwar mein erstes Kind. Ich weiß, dass sich meine Eltern nicht so verhalten, weil sie es so wollten. Nein ihre Eltern haben sie auch so behandelt und wahrscheinlich deren Eltern ebenso. Die schwarze Pädagogik aus dem 17. Jahrhundert, immernoch verwurzelt in unserer Familie. Und mein Kind wird nicht gedemütigt, es wird auch nicht geschlagen. Mir haben Kinder immer sehr gefallen, die eigenwillig waren. Ich hab nie verstanden warum... aber mit mir, wird die Linie der schwarzen Pädagogik in unserer Familie sterben. Sei es, dass ich deswegen durch die Hölle gehen muss.
Das alles hat auch mein Bild auf meine Ahnen verändert. Ich habe sie stets verehrt, ich hab Fotos von ihnen auf meinem Altar. Der Blick heute dadrauf ist unerträglich und ich werde sie wegräumen. Wahrscheinlich Menschen, die auch gedemütigt haben, die grausam waren... Ahnenverehrung hin oder her (ich hab das als Hexe einfach so gelernt), aber so verehrungswürdig sind sie auch nicht. Schließlich habe ich all ihre Eigenschaften in mir gebündelt, ihnen fehlt mein eigener Teil, mein eigenes Wissen, das hab nur ich... und kein Ahne. Keine Ahnenverehrung mehr. Ich weiß einfach nicht, wer die Leute sind, was sie getan haben. Was ist, wenn einer ein Mörder war? Ich verehre lieber mich selbst, dann weiß ich wenigstens was ich verehre. Ich verehre mich durch Bewegung, durch Sport, durch das Fühlen jeder Bewegung, durch das bewusste Atmen, durch gesunde Nahrungsmittel, durch Kontakt zu anderen, durch Wärme und Zärtlichkeit, durch Kreativität und vor allem verehre ich mich durch Gedanken, meine Traumzeit. Ich verehre mich als Wesen. Selbstliebe. Das machen wir zu selten für uns selbst und zuviel für andere.
Gestern bin ich schreiend aus dem Schlaf erwacht und ich sah Gestalten um mein Bett stehen, die sich sofort auf mch zu bewegten und vor mir halt machten. Sie haben keine Gesichter, sie sind einfach nur schwarz. So was ähnliches hatte ich vor Jahren, als ich jemanden neben meinem Bett stehen sah und ich einfach nur schreite. Mein Mann sagt, dass mir irgendwas etwas sagen will. Es sind die Schatten meines Unterbewusstsein, die dunkle Seite, die jeder mit sich trägt. Und ich habe die Schatten alle (ALLE!) aufgescheucht. Und sie wusseln sich und würden sich am liebsten verstecken und mich einschüchtern. Mir war klar, dass das keine Jenseitsschatten sind, sondern meine.
Ich bin auf dem Weg, und es ist so hart Leute ehrlich. Es ist so hart. Kein "Schwam drüber" - und wie oft wollte ich das. Aber ich kann nicht mehr zurück. Ich hab die Freiheit gespürt für wenige Tage und ich kann diese Tage nicht aufgeben für Jahre. Selbst 1 Sekunde Freiheit sind es wert, wenn man dafür Jahre eingesperrt ist. Das musste ich lernen.
Und ich bin mir eigentlich fast sicher: wenn diese Phase vorbei ist, werde ich einen Job finden, dann werden wir auch unser Haus finden (bisher ergab keine Besichtigung nur ein Gefühl der Möglichkeit sich ein Leben in einem Haus vorstellen).
Ich hoffe ich schaffe es nächste Woche zu Apollo zum Musentempel im Schwetzinger Schloss. Die Musen haben mich vor zwei Jahren so schön geküsst, dass es mich wieder zu ihnen zieht.
LG
Nip
Niphredil - 26. Apr, 08:54





