~ Hexischer Alltag...
Mir ist gestern etwas aufgefallen. Ich war Samstags endlich mal wieder im Wald unterwegs. Ich habe leider keine Fotos, da ich einfach mal losziehen wollte und nebenbei soweiso Pilze sammeln wollte. Ich entdeckte so tolle Sachen im Wald. Frösche, ein Skelettkopf vom Fuchs und ich sah wie sich zwei riesige Hornissen bekämpften. Das waren so Momente, da kann ich GANZ sein. Einfach nur ich. Niemand sieht mich, niemand beurteilt mich: einfach gar nichts! Für andere Menschen, wirken diese Erlebnisse vielleicht lächerlich oder unbedeutend, aber bei mir verschönern sie mein Leben. Ich werde irgendwie zufriedener und ich weiß wieder, worauf es ankommt. Das ist doch irgendwie Magie oder?
Anderen Leuten geht das am Arsch vorbei und in mir verändert es eine Welt. Ist der Unterschied die Magie?
Ich merke in letzter Zeit vermehrt, wie mein Leben und meine Ansichten andere "nerven". Zum Beispiel liegt der Lebensgefährte meiner Oma im Sterben. Ich sagte, dass ich ihn besuchen möchte. Ich kenne ihn nicht wirklich, aber immer wenn ich Geburtstag hatte, gabs eine Karte mit bisschen Geld. Und wenn er Geburtstag hatte, da waren wir alle eingeladen. Für manche ist eben dieser Besuch "unbegreiflich". Man konnte mich nicht verstehen. Ich würde hingehen, um einfach jemanden beim Sterben zuzuschauen und dann wurde gesagt, dass ich ja über den Tod schreibe und dadurch hingehen möchte.
Nein! NEIN NEIN NEIN! Und man hat nicht mal die Möglichkeit zu sagen, warum man da hingehen möchte. Vielleicht auch, weil die Oma fertig ist? Aber das wird nicht gesehen. Es hieß dann: dann kann die Oma ja endlich ihre Hobbies machen, die sie vor ihrem Lebensgefährten hatte.
Ich wusste auf das alles nichts mehr zu sagen. Ebenso, weil ich einen Geburtstagbesuch abgesagt habe, weil ich lieber zu den Eltern fahren wollte und eben in den Wald gehen wollte. Manche Leute können den ganzen Abend nicht aufhören und weiter darauf bestehen, doch zu kommen. Ich versteh das ja, niemand möchte, dass jemand seinem Geburtstag absagt. Ich möchte aber auch nicht, dass mein Verhalten als "merkürdig" gesehen wird und nur die eigene beschränkte Weltsicht zur Deutung meines Verhaltens genutzt wird.
Da sind wir auch bei dem Thema Geschenke, mir grauts jetzt schon vor Weihnachten. Menschen versetzen sich nicht in andere Menschen, Menschen kennen nicht mal die Menschen in ihrem Umfeld und das liegt immer wieder an dieser stillen, unbewussten "Wahrheit": ich hab immer recht.
LG
Niphredil (die es aufgegeben hat, einmal einen Menschen zutreffen, der sie wenigstens versteht).
Niphredil - 19. Sep, 17:16
Hat mich das wieder gestern weggeleddert. Bereits um 22 Uhr lag ich im Bett und hab tatsächlich bis 10 Uhr durchgeschlafen. Eigentlich sollte ich ja an meiner Magisterarbeit schreiben, aber ich bin fix und fertig und ich hab keine Ahnung von was! Das bisschen Stress kann es nicht sein.
Normalerweise schlafe ich frühestens um 1 Uhr ein, aber gestern konnte ich mich noch nicht mal wehren. Und heute ist es auch nicht besser. Ich glaube ich koch mir erstmal ein Tee, dann wird es sicherlich bergauf gehen. Den heutigen Arbeitstag schmeiß ich lieber direkt in die Tonne. Zu viel werd ich heute sicherlich nicht mehr kommen. Ich komme auch so gut wie nicht vor die Haustüre. Wann ich das letzte Mal im Wald war? Das ist schon Monate her. Die Magisterarbeit nimmt mir einfach einen Großteil der Energie. Und es ist auch in Ordnung. Ich hoffe nur, dass danach alles wieder seinen gewohnten Weg geht.
Wenn ich etwas Grünes brauche dann lauf ich ne Runde mit Hund oder verbringe meine Zeit im Garten:
LG
Niphredil
Niphredil - 7. Sep, 10:56
Ist es wieder so lange her, dass ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe. Momentan passiert viel Gutes in meinem Leben. Fangen wir von vorne an:
Es ist 23:33 Uhr und irgendwie kann ich noch nicht schlafen. Ich liege in meinem Bett im Schlafzimmer. Rechts von mir liegt mein Mann; er schläft bereits. Links auf meinem Nachttisch steht eine halb zerissene Papierlampe vom Ikea. Mist ich will sie doch seit Wochen schon aussortieren. Noch auf dem Tisch liegen etliche Bücher: Märchen vom Tod, Die Pflanzen der Kelten von Wolf-Dieter Storl, Ein Sommernachtsstraum von Shakespeare, Dunkeltherapie von Holger Kalweit, Lord Byron, Der gute Mensch von Sezuan (Bertolt Brecht), Schöne neue Welt von Huxley und mein Lieblingswerk "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe, klar Goethe muss man haben. Dann liegt da noch eine alte Rechnung vom Buch Kober, zwei Stifte, mein Wecker.
Mein Sideboard ist ebenfalls vollgestellt. Eine Pflanze, meine CD-Anlage, ein Windlicht, eine Vase, eine Kerze und dann: 2 Öle zum Eincremen, eine Fusselrolle, ein Parfüm, eine Kette und mein Rosensprühdingsbums. Auf meinem Bett liegt ein alter Rock, den ich seit Ewigkeiten umändern wollte, ebenfalls eine Hose, die ich zum Schneider bringen wollte, damit er sie mir kürzen kann.
Im Moment herrscht für mich hier eine große Unordnung und es drängt sich doch immer wieder die Frage auf: Warum ist das Schlafzimmer so oft eine Abstellkammer?
Wie bin ich überhaupt auf dieses Thema gekommen? Der Blick wandert, unaufhörlich; das Gehirn denkt, ohne Punkt und Komma.
Ich fühle mich seit Wochen so lebendig. In den letzten Monaten habe ich sovieles aufgearbeitet. Die Beziehung zu meinen Eltern und vor allem die Beziehung zu mir selbst.
Ich habe vor einigen Wochen mit Sport angefangen und es ist unglaublich wie sich mein Leben verändert hat. Ich wollte eigentlich nicht abnehmen, ich wollte eigentlich nur fit sein, weil ich ja eigentlich schwanger werden wollte. Diese Bewegungen, diese Kraft, die jetzt durch mich fließt. Der Atem, die Leichtigkeit, ja und vor allem: Die Kraft! Wenn ich Gegenstände hochhebe, jeden Zentimer spühre. Es ist einfach unglaublich! Es ist wie Lebenskraft, die durch mit fließt. Und ich liebe meinen Körper, jeden Zentimeter davon. Und ich beginne ebenfalls die Körper von anderen Menschen zu lieben.
Ich kann die Blicke von meinem Mann einfach nicht lassen. Seine Arme, sein wunderschöner Rücken, sein Hals, sein Bauch und seine kraftvollen Schultern; ich schmelze dahin. Er ist so schön in seinen Bewegungen. Ist es, weil wir langsam auf die 30 zusteuern? Sieht man da anders? Wird man da anders? Es ist als ob ich erst jetzt richtig das Gefühl habe zu leben, nein einfach zu sein. Ich bin. Bin ich verrückt? Menschen ziehen mich in den Bann. Jeder hat es etwas Faszinierendes an sich und wir sprechen uns das zu einfach ab.
Ich erlebe mich neu und es gefällt mir so scheiße gut!!
LG
Nip
Niphredil - 19. Jun, 23:32
Niphredil - 7. Apr, 16:31
Gemompst von Schlampengöttin =)
Meine letzten Tagen waren mehr als mies. Warum kann ich hier nicht genau sagen. Habe ein Problem und ich hoffe es löst sich irgendwie von selbst, denn viel kann man meiner Meinung dabei nicht machen. Desweiteren ist mein Mann so gut wie nicht zu Hause. Bald sind Wahlen in Rheinland-Pfalz und ich hoffe sehr, dass die Partei den Einzug in den Landtag schafft. Soviel Arbeit, soviel Nerven, soviele Tränen, wenn das wirklich alles umsonst ist, weiß ich nicht was wir machen sollen. Durch diese ganze Ungewissheit und die weiteren Probleme schlafe ich so ungut, dass es mich am Tag schon runterzieht. Ich habe jede Nacht Alpträume, Träume die richtig tief gehen und in dir was aufwirbeln. Momentan fürchte ich mich fast vor dem Schlafen, obwohl ich abends manchmal so müde bin, dass ich fast sofort einschlafe. Normalerweise brauch ich mind. eine Stunde bis ich schlafen kann.
Von daher gehe ich auch mal in mich und frage mich mit was ich gesegnet bin:
1. Mit Bioessen. Momentan bruzelt noch das Schnitzel in der Pfanne und ich bin einfach nur glücklich, dass ich Bio essen darf.
2. Mtit einer neuen Couch. Ja wir haben eine Kuschlcouch. So eine XL-Couch, wo man stundelang kuscheln darf und kann.
3. Nelken. Ich bekam am Valentinstag einen Nelkenstrauß, der merkwürdigerweise 3 Wochen hielt. Erst jetzt ist es Zeit in rauszuschmeißen. Ich liebe Nelken.
4. Meinem Hund. Ich bin immer wieder überrascht, wie sie so ihren eigenen Tagesablauf hat, der stets aus Futtern, Kacken, Kuscheln, Pupsen und Spielen besteht. Man darf glücklich sein ein Hund zu sein.
5. Mit Menchen, mit denen ich meine Interviews führen konnte für meine Magisterarbeit. Nächsten Monat melde ich meine Arbeit endlich an, dann verrate ich auch das Thema =)
6. Einer Freundin. Ist sie eine Freundin? Ich weiß es nicht. Ich muss sie ab und an sehen und wir müssen uns ab und an austauschen. Wir sind füreinander da. Ist das Freundschaft?
7. Meiner Kosmetikerin, die aus dieser Kraterlandschaft mit ganz normalen Sachen eine schöne Haut gezaubert hat. Naja fast, aber so eine gute Haut hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Es fehlt nicht mehr viel und dann ist es perfekt. Und ich freu mich so! Ich muss dann nie wieder Make-up auftragen, dass ist so toll!
LG
Niphredil
Niphredil - 19. Mär, 14:44
das ist das letzte Mal hier etwas geschrieben hatte. Momentan ist nicht gerade viel los. Ich führe immernoch meine Interviews für meine Magisterarbeit und bin nebenher am Verschriftlichen. Da bald die Wahlen losgehen ist mein Mann auch ständig unterwegs und gestresst.
Ich freue mich schon, wenn der 27.3. vorbei ist, dann kehrt vielleicht der normale Wahnsinn wieder ein.
Am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch. Mein Vater hat sich wirklich bei mir entschuldigt. Als sie sich gemeldet haben, war ich wie durch den Wind. Insgeheim habe ich gehofft, dass sie sich nicht mehr melden. Dafür ging es mir in den letzten Wochen und Monaten zu gut. Ich fühlte mich so frei. Mal schauen, wie es in Zukunft wird.
Ansonsten passiert wirklich nicht viel. Meine Konzentration läuft momentan darauf raus, meine Magisterarbeit ordentlich vorzubereiten bis April und meinem Mann bei den Wahlen zu helfen. Wir waren letzten Dienstag abend noch 2 Stunden Plakate hängen. Ist schon komisch um 9 Uhr abends durch die Stadt zu rennen, irgendwie ist nichts los. Ich habe das Gefühl, die Menschen haben keinen Spaß mehr. Ja ich weiß wir leben in der Spaßgesellschaft, aber irgendwie kommen die Menschen nach Hause und es geht einfach nichts mehr. Ich würde mich freuen, wenn die Straßen belebter wären, wenn mal jemand im Restaurant oder in der Kneipe sitzen würde, oder mal mit dem Hund noch rausgehen würde. Es war wirklich wie leergefegt in unserem Stadtteil. Fand ich schade. Nur unser Gelächter schallte durch die Straßen, meine Finger waren eingefroren, denn ich hatte meine Handschuhe vergessen. Aber irgendwie ein magischer Abend. Wir hatten sogar unseren Hund dabei, die sich aber irgendwie nicht wohl fühlte, ich glaube es war, weil sie so gut wie nichts mehr sieht und das einfach für sie ungewohnt war.
Ansonsten gehe ich in letzter Zeit sehr oft mit Hund raus. Am liebsten gleich nach dem Frühstück, da ist man schön allein, naja fast, weil irgendwie alle Hundebesitzer das gleiche denken ^^
Nebenher versuche ich noch für dieses Jahr unseren Garten zu planen. Wir möchten bald Düngen, Pflänzchen vorziehen, das Schildkrötengehege umbauen und die Laube mal wieder ausmisten. Dieses Jahr sollen nur bedrohte Kulturplanzen angebaut werden. Ich bin vor paar Tagen in den VEN e. V. eingetreten. Welche Pflanzen es genau werden, weiß ich noch nicht. Nächste Woche möchte ich mit der genauen Planung beginnen. Ansonsten brauchen wir noch mehr Pflanzen für den Schattenbereich. Etwa 30% unserer Pflanzen sind wieder eingegangen, weil wir zu wenig Sonne im Garten haben.
Ich freu mich auf morgen, denn morgen ist mein erstes Experteninterview mit einer Bestatterin. Nicht nur, dass ich mal ein Bestattungshaus von innen sehen darf, freue ich mich auch mal mit einer Bestatterfrau zu unterhalten. Kontakte knüpfen ist immer gut. Nach der Magisterarbeit einen Job zu finden, was mit Thema Tod und Sterben zu tun hat, wäre wirklich der Hammer. So, jetzt doch soviel geschrieben =) Ich bereite mich auf morgen noch etwas vor und dann gehts ab auf die Couch zum Mann =)
LG
Niphredil
Niphredil - 21. Feb, 19:54
Was ist für euch eine starke Frau? Für mich ist eine starke Frau, wenn sie genau weiß, wann sie ihre Stärke einsetzen soll. Manchmal lohnt es sich und manchmal nicht. Im Fernsehen werden starke Frauen folgendermaßen definiert: 7 Kinder und arbeitet volltags. Oder: 4 Kinder, Krebs und arbeitet Ganztags. "Normale" Frauen sind nicht erwähnenswert stark. Ein Mann hingegeben braucht das alles nicht um als stark zu gelten.
Ich weiß, wann ich meine Stärke brauche und manchmal denk ich eben: Leckt mich doch am Arsch und machts unter euch. Stärke braucht auch mal Ruhe.
"Warum hat sie nichts gesagt?" Diesen Satz hab ich an diesem Wochenende so oft gehört, dass ich dachte ich müsste aus der Haut fahren (seit langer Zeit mal wieder). Ihr wisst ich spiele manchmal online und wir hatten bei uns der Gilde eine Frau. Und diese Frau wurde nicht unbedingt gut behandelt. Sie wurde derbst sexuell beleidigt. Im Gespräch mit ihr wollte sie das erst nicht zugeben. "Ich will kein Stress". Als ich die (insgesamt drei) Männer damit konfrontierte, fragten sie alle, warum sie nichts gesagt hat. Und zudem waren sie auch noch schwer beleidigt, dass sie nichts gesagt hat. Einer redet nicht mehr mit mir, weil ich in dem Fall geschlichtet habe.
Wie soll eine Frau auch was sagen? In einem Bereich, der ihr das Vertrauen und den Mut genommen hat, da sollen Frauen um Hilfe bitten? Ehrlich man wehrt sich gegen sexuelle Angriffe und der Mann ist auch noch beleidigt. So läuft es in unserer Gesellschaft. Männer sind beleidigt und Frauen wollen kein Stress. Keine gute Mischung.
LG
Niphredil - 13. Feb, 21:44
Geburtstag und 11jähriges hinter mich gebracht. Wie mein Geburtstag war möchte ich eigentlich nicht viel dazu erzählen. Der Morgen war so schlimm, dass ich mich anzog und in unseren Wildpark gefahren bin.
Ich war die einzige Besucherin im ganzen Park. Es hat geregnet und es war kalt. Aber die Luft tat richtig gut. Also verbrauchte ich ne lange Zeit bei den Ziegen. Trotz Regen kamen Sie zu mir und so konnte ich sie ausgiebig füttern und kratzen. Dafür hatte ich den ganzen Tag Ziegengestank an meinen Fingern und nicht mal Seife konnte das wegzaubern.
Weiter ging es zu den Wisent und Wildschweinen rüber zu den Enten. Und es ist erstaunlich wie die Tiere miteinander reden. Wenn man alleine ist merkt man schon, wenn die Tiere einen warhnehmen und dann gibt irgendeins, meistens das was nahe am Weg steht einen Ton, exakt einen, von sich. Dann schauen zwei andere hoch, prüfen und meistens wird einfach weiter gefuttert.
Unterkühlt und nass fuhr ich wieder nach Hause und genoß erstmal den Tee. Ich sagte meine Feier am Abend ab. Ich wollte meine Ruhe. Und so verging langsam der Tag als aufeinmal meine Eltern vor der Tür standen. Als mein Vater versuchte einen Streit zu beginnen, hab ich ihnen die Tür gezeigt. Nur eine Entschuldigung, nur einmal im Leben eine Entschuldigung. Stattdessen saßen meine Eltern fast eine Stunde im Auto und überlegten, ob sie gegenüber ihrer Tochter eine Entschuldigung aussprechen könnten. Sie konnten es nicht, sie fuhren wieder nach Hause. Und irgendwie kam es, dass am Abend doch verzeinzelt Leute vorbeikamen und meine Schwiegermutter spontan eine Pizza spendierte, weil wir alle so Hunger hatten. Der Tag endete doch schön.
Ich bekam übrigens ein Blitz für meine Kamera =) Das Canon 430EX II.
Am Samstag feierte ich und mein Mann unser 11jähriges "bestehen" ^^. Der Weiße Bock in Heidelberg hat uns wirklich kulinarisch verwöhnt, aber leider wurden unsere Rosen vergessen, was für solch ein gehobenes Restaurant natürlich mehr als mies war. Aber das Essen war wirklich top. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Providenzkirche, da dort Faun gespielt hat =)
Ich fand jetzt nicht, dass es ihr bestes Konzert war aber ok. Die neue Sängerin ist wirklich süß und hat eine atemberaubende Stimme, aber irgendwie passt das noch nicht so alles zusammen. Ganz enttäuscht war ich von Tinta und Tanz über die Brücke. Die Lieder klangen irgendwie völlig anders als sonst. Aber die Stimme von der Neuen, hola die Waldfee ^^ Die beste Sängerin bisher, aber leider leider passt das noch nicht so zu Faun. Für mich waren die Lieder zu hart, zu laut, noch wenig Gefühl drin. Einmal Text vergessen ^^ Aber macht wirklich nichts, Oliver Satyr war auch nicht so ganz bei der Sache, irgendwie konnte er sich nicht artikulieren ^^ Aber auch ganz süß...
Im Großen und Ganzen war das Konzert für mich OK. Jetzt soll ja ein neues Album vorbereitet werden und ich glaube da werden sie auch als Gruppe zusammenwachsen.
LG
Nip
Niphredil - 7. Feb, 10:49
Irgendwie verfolgten mich dieses Wochenende zwei Themen: Das Fremde und die Dunkelheit.
Das Fremde: wir denken stets, dass wir unsere eigenen Erfahrungen machen in unserer Gesellschaft. Wir stehen jeden Tag auf, gehen in die Arbeit, verbringen Zeit mit Freunden. Wir sind wir. Wir leben unser Leben. Und doch hat man irgendwann das Gefühl, dass das doch nicht alles sein kann. Machen wir wirklich unsere eigenen Erfahrungen, wenn wir seit unserer Geburt in "unserer" Umgebung bleiben? Wo ist das "ich"? Ist es so schwer in unserer jetzigen Gesellschaft zu bestehen, wenn wir von Geburt an unsere Umwelt und ihr Leben gewöhnt sind?
Ist es vielleicht nicht so, dass wir unsere Erfahrungen erst finden, wenn wir ins Fremde gehen? In ein neues Land, mit neuer Sprache und Kultur. Erst dort ist es uns doch möglich, dass Neue in uns zu finden. Vielleicht unseren wahren Kern? Nicht umsonst hab ich im Studium gelernt: das eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen finden. Das Fremde sozialisiert uns neu, aber der Unterschied ist, dass wir uns sozialisieren und nicht wer anders. Es werden unsere Gedanken und unsere Erfahrungen und nicht welche, die andere Menschen durchlebt und dabei ihre Fußstapfen hinterlassen haben. Fußstapfen sind doch längst vergangen, man kann nur hoffen, dass einmal das Meer darüberwellt und uns einen reinen Strand hinterläßt.
Die Dunkelheit: Lernte ich dieses Wochenende durch ein Buch kennen. Ich stöberte bei Amazon und fand das Buch "Dunkeltherapie". Schon fühlte ich mich angezogen, da ich stets heimlich überlegte, ob soetwas wie in einer Höhle leben für 2 Wochen überhaupt möglich wäre. Natürlich in der Dunkelheit. Von Samstag auf Sonntag lernte ich die Dunkelheit kennen. Ich lag von 3 Uhr morgens bis 6 Uhr morgens wach. Ich hörte Sachen, Fratzen bildeten sich vor meinem Gesicht. Dunkelheit hält man nicht aus. Also stand ich auf und beobachtete wie das Schwarze zu Blau wurde und dann zu Rosa. Der Morgen war wunderschön und das Rührei mit Hagebuttentee einfach Balsam für die Seele.
Heute morgen erschrak ich als ich durchs Fenster schaute und genau vor dem Fenster ein schwarzer Rabe sahs. Ich hatte irgendwie was anderes erwartet. Er wollte mich erinnern. Ich sagte:" den Todesvogel nennen Sie dich. Ich habe keine Angst."
Irgendwie führt dich irgendwas immer auf deinem Weg.
LG
Niphredil
Von Samstag auf Sonntag:
Im Hellen ist vieles Unwesentlich. Man richtet den Blick auf alles, man sieht verzerrt.
Im Dunkeln siehst du das Wesentliche. Man richtet den Blick auf eine Sache, man sieht klar.

Niphredil - 31. Jan, 13:24
Hey ihr Lieben.
Mir gehts es momentan sehr gut. Alles ist in Bewegung, alles ist in Planung. Es ist Winter, die Ideen sitzen. Ich plane das Vorgehen, wohin will ich was pflanzen und was braucht es? Hab ich alles bedacht?
Momentan hab ich so etwa 1 Million (gefühlte) Samen in meiner Hand. Alle schreien: "Hier nimm mich". Ich kann sie alle einfach auf Erde werfen, doch was wird aus ihnen?
So geht es mir momentan.
Wie der Bluttest beim Frauenarzt gezeigt hab, bin ich nicht gegen Röteln geimpft und ich hätte schwören können, dass ich Rötelnimmun bin. Ich wollte mich heute impfen lassen, habe jedoch auf den Handwerker gewartet, der eigentlich vorbeikommen wollte, um nachzuschauen, ob ich denn nun das Dach für das Kinderzimmer ausbauen könnte.
Kaum zu glauben, von wem manchmal der Kinderwunsch abhängt. Von vorsichtigen Ärzten oder nicht erscheinenden Handwerkern.
So ist es bei den Samen. Bei einem Samen wird festgestellt, dass wohl Regen und Sonne ihm nicht gut tun, der andere hat wiederrum gar keine Lust zu keimen.
Wir waren am Sonntag uns eine "Ruine" anschauen. Es war ein uralter Bauernhof von 1793, der mitten in einem Dorf stand. Eine wirklich Ruine, aber wunderschön. Mein Mann unterhielt sich mit den Nachbarn. Der Wunsch ist groß, dass jemand den Bauernhof kauft und ihn wieder herrichtet. Kaufpreis: 80 000 Euro. Geschätzte Renovierungskosten: ich denke so um die 300.000. Wir wussten nicht, wo das Haus steht. Ich hab dann über Google Earth und der Stellung der Sonne bzw. Schatten auf dem Foto, berechnet, wo es stehen könnte. Zwei Straßen kamen in Frage und eine davon war es wirklich. ^^ Frau weiß sich halt zu helfen.
Wer mal schauen möchte:
https://www.immonet.de/rheinland-pfalz/donnersbergkreis-lautersheim-bauernhaus-kaufen-116075c1128-1.html
Das Haus sah so in Natura echt besser aus wie auf dem Foto. Es ist nur einfach doch zu ruinig ^^ Das würden wir einfach nicht schaffen, auch wenn mein Kulturanthropolgenherz blutet, dieses Schmuckstück verfallen zu sehen. Auch ein Samen, wofür es sich einfach nicht lohnt zu kämpfen.
Ich wünsche euch auch viel Glück bei der Samenauswahl =)
Niphredil - 18. Jan, 14:44