Mittwoch, 24. März 2010

Gefühle

Seit mehreren Tagen fühle ich mich nicht nur mies, sondern so als würde im Unterbewußtsein richtig was arbeiten. Nach meiner Feststellung vom Montag, bin ich zur Zeit mehr betäubt als sonst wann.

So richtig gelingt es mir nicht, die Sache anzunehmen und sie zu Verarbeiten. Ich glaube da ist noch mehr, was ans Tageslicht befördert werden will. Ich hab seitdem Träume, dass ich nicht gut sehe... wohl sehe ich nicht richtig hin.

Gestern gab es Streit mit Vater und Mann. Meine Eltern versuchen immer wieder mir den Kontakt zu meiner Schwester aufzuschwatzen. Ich solle sie nun am Samstag mitnehmen. Kein Anruf von ihr bei mir, sondern immer über die Eltern. Ist ja ein gutes Druckmitteln und ob ich mal vorher gefragt werde, ob ich überhaupt kann oder will? Ich will nicht und damit Basta. Sie wird nicht abgeholt, soll sie selbst die Fahrt organisieren.

Klingt für viele jetzt vielleicht hart, ich weiß jedoch nicht genau ob ich hier im Block mal geschrieben hatte, was sie auf meiner Hochzeit gebracht. Eine Freundin hat sich mir anvertraut, nach langer Scham was dort passiert ist. Nicht nur, dass meine Schwester einen heftigen Streit ausgelöst hatte auf meiner Hochzeit, nein sie stand noch in der kompletten Runde meiner Freunde (wir waren grad nicht dabei) und sagte: Was ist das nur für eine Hochzeit? Wie im Altersheim... Ehrlich gesagt: Sie kann mich am Arsch lecken.

Gestern dann schon im Bett sagte ich zu meinem Mann: Du, wenn ich für ein Haus stehen würde, sähe es im momentan einfach abgebrannt aus... keine Grundmauern gar nichts. Er weiß es natürlich besser und beschrieb mein Haus mit zwei Wänden. Es endete in drei kurzen Sätzen von mir und ich beendete das Gespräch.

Manchmal frag ich mich was mit den Menschen los ist? Hören sie einfach nicht hin??? Was ist daran so schwer, etwas anzunehmen wenn einer was sagt. Und zwar so wie er es sagt, ohne Interpretationen von einem selbst.

Einwenig Frieden hatte ich gestern, als wir den Luisenpark in Mannheim besuchten. Das Farnhaus gefällt mir sehr gut. Die Luft dort hat mir gut getan. Ebenso die vielen Tiere und der neue Bauernhof. Ziegen sind echt lustige Tiere... Irgendwann sind Ziegen auch meine Tiere. Ich mußte gestern wieder feststellen, wie wunderschön unser Planet eigentlich ist. Wie einzigartig jedes Tier ist. Sie kommunizieren, sind neugierig auf dich selbst (vor allem ein Pinguin war von uns irgendwie fasziniert, ebenso ein Geko und eine Ziege die nonstopp gekrault werden sollte), sie putzen sich, sie kuscheln, sie schlafen. (Fotos folgen später)

Diese Welt draußen ist echt schön, die Welt innen ist zur Zeit bei mir eine absolute Ruine. Gestern abend, als ich nicht schlafen konnte, überlegte ich mir, dass ich wohl zuerst den Schutt weggräumen muss. Und dann schauen wir mal weiter...

LG

Niphredil

Montag, 22. März 2010

Geheimnis

Heute hatte ich die Feststellung, dass mein komplettes Leben ein Geheimnis ist. Als Kind hatte ich nur Geheimnisse. Was mir angetan worden ist und welche Familie ich hatte...

Dann Geheimnisse gegenüber der Familie. Ich durfte gar nichts als Jugendlicher, so passierte vieles heimlich. Das Telefonieren, Ausgehen, auch meinen Ex hielt ich geheim und alles was wir taten. Wenn wir uns trafen: heimlich sonst gabs Ärger und wie. Ich blieb in der Schule sitzen, blieb erstmal ein Geheimnis... bis mein Vater dahinter kam.

Komplettes Leben war geheim... und wenn alles geheim ist, hat man keine Erfahrungen und übernimmt Werte von Eltern, Freunden. Dies hilft erstmal sich in der Welt zurecht zu finden, wenn man keine Basis hat, die aus Erfahrungen gebaut ist.

Wie ist es eigentlich etwas nicht heimlich und ohne Angst zu tun? Sondern es frei zu tun?

Werte, Normen, Vorstellungen die nicht auf eigener Erfahrungen beruhen, sondern die man einfach übernommen hat, weil sie an Bedingungen geknüpft waren (nur so und so lieb ich dich) erzeugt auf den ersten Blick vielleicht Sicherheit, aber ansonsten ein Leben voller Angst und Hemmungen.

Oft beschwerte ich mich über meinem angeblich selbst gemachten Käfig, in dem ich mich gefangen fühle. Heute muß ich feststellen, dass ich nicht derjenige war der mir dieses Gefängnis gebaut hat. Es waren damals meine unfähigen Eltern, die mich und meine Schwester als gleiche Personen gesehen haben. Ich bin verdammt gewesen, keine Persönlichkeit zu haben, sondern nur so nicht zu sein wie meine Schwester ist. Was ich bin... hat nie gezählt.

Wie komm ich da nur raus?

Niphredil

Freitag, 19. März 2010

Frühlingsspaziergang

Ich war mal wieder unterwegs und möchte euch die Fotos nicht vorenthalten. Der Sturm hatte ja einige Bäume bei uns entwurzelt was mir einen traumhaften Blick in die Bäume beschwerte. Und ich wußte nicht, dass ein Baum derart tief in die Erde gehen könnte. Manche waren so entwurzelt, dass regelrechte Höhlen sich unter den Bäumen auftaten... Und ich weiß nicht ob das möglich ist, aber anscheinend sind Bäume von Innen mit kleinen regelmäßigen Löchern irgendwie übersät. Ich hielt meinen Kopf rein (Im Hinterkopf betend, dass ich das überlebe) und holte tief Luft... ein Duft der mitten ins Gehirn geht, wie ich es immer so schön sage. Zum ersten Mal seit langem fotografierte ich wieder wie früher. Wo es mir wichtig war, nicht eine Sache zu fotografieren sondern der Geist bzw. das Wesen was dahinter stand...









Die Schnecke hab ich mitten in den Wurzeln gefunden...



Gefühle:



Das war unser Weg, als wir zurückblickten:



Und eine unglaublich, geformter Stamm-Rinden-Baum-Irgendwas... ehrlich gesagt keine Ahnung was das genau ist ^^



Liebe Grüße

Niphredil

Mittwoch, 17. März 2010

Was ist der Mensch?

Was ist der Mensch?

Ist er ein Mensch, der Endlager baut, die angeblich 100 Millionen Jahre halten sollen, obwohl die Atomkraftwerke aus den 1970er schon langsam marode werden?

Was ist das für ein Mensch, der seine Taten in keinster Weise abschätzen kann? Wie ein kleines Kind, welches ein Ei in den Händen hält? Kannst du es wieder zusammensetzen?

Was möchte ich für ein Mensch sein? Ich und mein Mann haben gestern versucht mich mit einem Satz zu erklären und das kam heraus (zumindestens im Alter):

Wenn ich alt bin, werde ich mit einer Maorietätowierung im Gesicht in Irland sitzen und ein jüdisches Klagelied auf meiner orientalischen Flöte spielen.

Dienstag, 16. März 2010

Tabuisierung von Krankheit und Tod...

Wir legten am Sonntag einen wunderschönen, gemütlichen Spaziergang hinter uns. Nur über eins könnte ich mich seit neuestem beschweren: die absolute Tabuisierung von Tod und Krankheit in unserer Gesellschaft. Und das, das wissen wir ja jetzt alle, obwohl die Deutschen die Nr. 1 sind was Arztbesuche betrifft.

Ja, seit neuestem wird meinem Hund keine Beachtung geschenkt bzw. eher erschrocken auf ihn reagiert. Ihr wisst, dass ich vor langer Zeit mal geschrieben habe, was ihre Aufgabe hier ist. Und zwar Lachen zu verbreiten. Aber damit ist jetzt Schluss. Das freudige Anwedeln und Hinlaufen zu Spaziergänger... darauf wird nicht mehr reagiert. Und beim ersten Mal konnte ich förmlich den verdutzten Ausdruck meines Hundes im Gesicht sehen: Häh? Was ist denn jetzt los?

Das geht ja jetzt seit Wochen. Und gestern war Shanty besonders gut drauf und wollte einfach Kontakt zu den anderen Menschen. Und zwei Omas liefen einfach vorbei ... und da tat mein Hund was er noch nie gemacht hat: er hat sie angebellt... und wie.

Ist es echt möglich, dass das eine fehlende Auge meines Hundes, derart den Umgang mit ihr ändert? Versteh ich nicht... seit der OP hat sich kein einzigster Fußgänger ihr zugewidmet. (!). Ich finde das schon bedenklich. Sind wir so tabuisiert, ist Krankheit oder Tod derart nicht gern gesehen in der Gesellschaft? Mir tut mein Hund leid... wenn sie dann so dasteht und den Spaziergänger hinterherschaut, da hol ich sie zu mir und streichel sie halt. Und manchmal könnte ich den Menschen echt in den Arsch treten... man kann auch an seinem Glück vorbeilaufen, vor lauter Tabuisierung.

LG

Niphredil

Samstag, 27. Februar 2010

Kraft

Heute habe ich mal so richtig Kraft, Zeit und Ruhe getankt. Zeit tanken? Jo das geht ^^

War gestern abend auf dem Faunkonzert in Kaiserlautern. War echt mal wieder toll die Faune zu hören. So ein Konzert von denen kommt mir wie ein Urlaub von 3 Wochen vor. Ich bin total entspannt, kreativ, gelassen und im Gleichgewicht.

Bei uns schien heute den ganzen Tag die Sonne und es war sehr warm. Man konnte ohne Pulli fast das Haus verlassen. Ich war mit Hund heute sehr lange draußen und unterwegs. Hatte das Gefühl die ganze Zeit frische Blumen zu riechen, aber die gibt es noch nicht wirklich. Zu Hause widmete ich mich einem traumhaften Buch.
https://www.amazon.de/Vom-Gl%C3%BCck-Natur-leben-Naturbeobachtungen/dp/3423361050

Kann ich nur empfehlen, vor allem jetzt in der Frühlingsphase.

Ich melde mich bald wieder =)

LG

Niphredil

Niphredil´s Hexentaverne

Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...

Zitat des Monats:

Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, entzücken weilt auf unbetretener Düne, Gesellschaft ist, wo alles menschenleer, Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer. Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr. Lord Byron

***~~***

https://sensemann-zu-besuch.blogspot.com/

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