Für die Wurzeline ^^

Da ich die Aufforderung bekommen habe zu schreiben (^^) mache ich das mal:

Es fällt mir ehrlich gesagt nicht einfach. Seit 10 Uhr morgens bis fast 19 Uhr sahs ich an meiner Arbeit und am Liebsten würde ich jetzt ehrlich gesagt mich einfach auf meine Couch hauen. Wenigstens hat es noch für das Trainieren gereicht. Das ewige Sitzen nervt mich zunehmend. Diese mangelnde Bewegung, dieser Platz nur um den Stuhl, dieser Schreibtisch. Bewegung ist Leben, Bewegung ist Freiheit und ich könnte echt in den Schreibtisch beißen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich später im Berufsleben echt 8 und mehr Stunden am PC sitzen soll, für den Rest meines Lebens. Ich glaube da gehe ich ein. Ich hoffe mich verschlägt es irgendwo hin, wo man sich bewegen darf.

Nun aber eigentlich zu dem über was ich schreiben wollte:

Ich schreibe ja über Tod und Sterben, speziell über die Hausaufbahrung. Und heute las ich ein Buch von Imhof. Es heißt "Die Lebenszeit". Ich mag Imhof wirklich sehr. All seine Bücher, am Besten ist jedoch das Buch über die Strategie unserer Vorfahren den Alltag zu bewältigen.

Ja das Buch heute ging mir durch den Kopf. Wir haben die Ewigkeit (den Himmel) gegen paar Jahre mehr Leben eingetäuscht. Glaube gegen Wissenschaft sozusagen. Und es verwundert mich sehr wie unsere Vorfahren gelebt haben. Sie hatten ein sehr viel kürzeres Leben, haben oft nicht miterlebt wie ihre Kinder erwachsen wurden und starben meistens sehr schnell an Infektionen etc. Heute leben wir fast doppelt so lang (wenn wir nicht vorher den Löffel abgeben), wir sehen wie unsere Kindeskinder Kinder bekommen und oft brauchen wir Jahre zum Sterben. Und irgendwie sind wir ja nicht so wirklich glücklich damit.

Selbstverwirklichung? Statt Selbstfindung? Imhof schreibt, dass die Selbstfindung in dem Alter erfolgen soll, wo wir sozusagen in Rente gehen. Aber ist das sinnvoll? Eigentlich versuche ich mich jetzt schon zu finden. Ich empfinde das Alter als viel zu spät dafür. Natürlich veränder ich mich über mein ganzes Leben und irgendwie ist man nie so richtig "fertig" mit sich, so ist eben die Sozialisation und die Identität. Aber das nach hinten verschieben? Nein. Irgendwie muss man sich ja ein Stück weit selbst gefunden haben, um zu wissen was man im Leben eigentlich will.

Was machen wir nun mit unseren gewonnen Jahren, die unsere Vorfahren nicht hatten?

Absitzen? Feiern? Schätzen? Nutzen?

Gedanken um die gewonnen Jahre implizieren schon, dass man vielleicht "nicht da ist". Haben die gewonnen Jahre überhaupt in der Gegenwart eine Bedeutung, wenn ich morgen vielleicht tot bin? Deswegen macht sich wohl auch keiner wirklich Gedanken drum. Es macht keinen Sinn zu überlegen, was ich in den gewonnen Jahre mache. Es macht Sinn am Morgen nachzudenken, mit welchem Gefühl ich in den Tag starten möchte. Alles andere ist vergänglich.

Trotz diesen Kritikpunktes an Imhof, der Mann ist einfach genial.

Liebe Grüße

Niphredil

P.s.: den Löffel abgeben: Unsere Vorfahren besaßen nur einen Löffel. Der wurde stets bei sich getragen. Ging man ins Wirtshaus wurden keine Löffel zum Essen mitgegeben. Starb man, so gab man den Löffel ab. Der Löffel war ein wertvolles Utensiel und war es wert weitervererbt zu werden. Ich glaube in meinem Leben hab ich schon über 100 Mal einen Löffel abgegeben.

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