Angst vor rechter Gewalt...
Guten Abend.
Sorry, dass meine Themen doch eher politisch zu sein scheinen als hexisch. Aber irgendwie ist der politische Wurm bei mir in den letzten Tagen drin.
Ich habe mir öfters Gedanken gemacht, was genau rechte Gewalt ist und ich hab mir manchmal vorzustellen versucht, wie es damals in den 30er/40er Jahre wohl war. Wie sich die Opfer gefühlt haben.
Heute kann ich zumindestens ein kleines Bisschen spühren, was diese Menschen durchmachen mußten.
Von meinem Verlobten wurde heute in der Zeitung ein Pressebericht veröffentlicht. Es ging um ein Vorfall in unserer Stadt, wo aufeinmal 30 Skins aufmarschierten bei einer Informationsveranstaltung an einer FH gegen Faschismus. Der Betreiber hatte gott sei dank zuvor alle Türen geschlossen. Die etwa 30 Skins versuchten sich gewaltsam den Zugang zu der FH zu verschaffen. Sie schlugen gegen die Türen und versuchten mit verschiedenen Gegenständen das Glas zum Brechen zu kriegen. Da die Polizei gerufen worden ist hatten sie gott sei dank zu wenig Zeit.
Mein Verlobter hat dann daraufhin einen Artikel geschrieben, dass gerade in unserer Stadt ein erhöhte Aktivität an Rechtsradikalismus zu finden sei und das Organisationen gegen Rechts mehr Unterstützung vom Staat und der Gesellschaft brauche. Ja und dazu wurde der Name von meinem Freund veröffentlich. Die Adresse dazu kann man leicht ergooglen.
Und nun ist sie die da... die Angst. Das einer von denen Glatzköpfen den Artikel liest und sich vielleicht nochmal Mühe macht 30 Glatzköpfe zu organisieren, die vielleicht versuchen bei uns mal aufzumischen. Irgendwie schiebt man doch rechte Gewalt vor sich her und glaubt nie Opfer von ihr zu werden oder das sowas vor 50 Jahren nicht nochmal passieren kann. Doch mir ist bewußt, wie schnell das passieren kann.
Ich saß eben am Abendtisch und hab was gegessen als ich mir vorstellen mußte wie aufeinmal paar Glatzköpfe hier in meine Wohnung reinmarschieren. Und genauso müßen sich all die Leute gefühlt haben. Ein Gefühl der Angst, des Außgeliefertseins, des nicht-Verstehens und der Ohnmacht... man fängt an sein Verhalten zu analysieren, was man falsch gemacht hat, was schon alleine hirnrissig ist. Kein Verhalten gegen Rechts ist falsch.
Es ist genau die selbe Reaktion und Verhalten wie damals... es hat sich nichts geändert. Die Braunen sind immernoch unter uns und immernoch haben sie ihre stillen Unterstützer.
Auch der Glaube man könne nie Opfer von ihnen werden ist falsch und nicht realistisch. Jegliches Verhalten, Aussehen, Meinungen, Hautfarbe etc., was nicht den Normen der Glatzköppe entspricht wird nicht toleriert.
Und bei all dem frage ich mich noch: wo ist die verdammte Sicherheit des Staates? Der Polizei? Warum fühl ich mich verdammt nochmal in meiner Demokratie nicht wohl? Warum fühl ich mich schutzlos??!!
(Nachdenkliche)Nip
Sorry, dass meine Themen doch eher politisch zu sein scheinen als hexisch. Aber irgendwie ist der politische Wurm bei mir in den letzten Tagen drin.
Ich habe mir öfters Gedanken gemacht, was genau rechte Gewalt ist und ich hab mir manchmal vorzustellen versucht, wie es damals in den 30er/40er Jahre wohl war. Wie sich die Opfer gefühlt haben.
Heute kann ich zumindestens ein kleines Bisschen spühren, was diese Menschen durchmachen mußten.
Von meinem Verlobten wurde heute in der Zeitung ein Pressebericht veröffentlicht. Es ging um ein Vorfall in unserer Stadt, wo aufeinmal 30 Skins aufmarschierten bei einer Informationsveranstaltung an einer FH gegen Faschismus. Der Betreiber hatte gott sei dank zuvor alle Türen geschlossen. Die etwa 30 Skins versuchten sich gewaltsam den Zugang zu der FH zu verschaffen. Sie schlugen gegen die Türen und versuchten mit verschiedenen Gegenständen das Glas zum Brechen zu kriegen. Da die Polizei gerufen worden ist hatten sie gott sei dank zu wenig Zeit.
Mein Verlobter hat dann daraufhin einen Artikel geschrieben, dass gerade in unserer Stadt ein erhöhte Aktivität an Rechtsradikalismus zu finden sei und das Organisationen gegen Rechts mehr Unterstützung vom Staat und der Gesellschaft brauche. Ja und dazu wurde der Name von meinem Freund veröffentlich. Die Adresse dazu kann man leicht ergooglen.
Und nun ist sie die da... die Angst. Das einer von denen Glatzköpfen den Artikel liest und sich vielleicht nochmal Mühe macht 30 Glatzköpfe zu organisieren, die vielleicht versuchen bei uns mal aufzumischen. Irgendwie schiebt man doch rechte Gewalt vor sich her und glaubt nie Opfer von ihr zu werden oder das sowas vor 50 Jahren nicht nochmal passieren kann. Doch mir ist bewußt, wie schnell das passieren kann.
Ich saß eben am Abendtisch und hab was gegessen als ich mir vorstellen mußte wie aufeinmal paar Glatzköpfe hier in meine Wohnung reinmarschieren. Und genauso müßen sich all die Leute gefühlt haben. Ein Gefühl der Angst, des Außgeliefertseins, des nicht-Verstehens und der Ohnmacht... man fängt an sein Verhalten zu analysieren, was man falsch gemacht hat, was schon alleine hirnrissig ist. Kein Verhalten gegen Rechts ist falsch.
Es ist genau die selbe Reaktion und Verhalten wie damals... es hat sich nichts geändert. Die Braunen sind immernoch unter uns und immernoch haben sie ihre stillen Unterstützer.
Auch der Glaube man könne nie Opfer von ihnen werden ist falsch und nicht realistisch. Jegliches Verhalten, Aussehen, Meinungen, Hautfarbe etc., was nicht den Normen der Glatzköppe entspricht wird nicht toleriert.
Und bei all dem frage ich mich noch: wo ist die verdammte Sicherheit des Staates? Der Polizei? Warum fühl ich mich verdammt nochmal in meiner Demokratie nicht wohl? Warum fühl ich mich schutzlos??!!
(Nachdenkliche)Nip
Niphredil - 11. Nov, 17:59





