Sozial ist was Arbeit schafft? Gehts noch?
Gestern abend hab ich hin- und hergeschaltet... zwischen der Knopf-im Jacket-Frau und dem Einschnarch-Scharping-Typ... Also Merkel und Steinmeier ^^ Ich konnt mich nicht entscheiden, wem ich zu hören sollte, also hab ich ab und an gewechselt, meist wenns mich besonders genervt hat.
Dabei frag ich mich echt, ob der Steini manchmal weiß was er da eigentlich spricht: "Afghanistan ist kein Kriegseinsatz, es ist ein Kampfeinsatz" ---> LOL?
Merkel: "Sozial ist was Arbeit schafft" Ohje! Das ist doch das was wir die ganze Zeit getan haben und wir sehen wohin es geführt hat. Wir haben doch für Arbeit alles getan und nicht mal gemerkt, was hinter unserem Rücken passiert. Ich habe mir auch überlegt, ob ich vielleicht einen Arbeitsplatz bei mir zu Hause schaffe. Für ein Euro und wer weiß? Vielleicht kann ich demjenigen noch ab und an in den Arsch treten? Hey ich bin sozial!
Für welchen Preis wollen wir Arbeitsplätze schaffen und wer wird letztendlich dafür bezahlen?
LG
Niphredil
Dabei frag ich mich echt, ob der Steini manchmal weiß was er da eigentlich spricht: "Afghanistan ist kein Kriegseinsatz, es ist ein Kampfeinsatz" ---> LOL?
Merkel: "Sozial ist was Arbeit schafft" Ohje! Das ist doch das was wir die ganze Zeit getan haben und wir sehen wohin es geführt hat. Wir haben doch für Arbeit alles getan und nicht mal gemerkt, was hinter unserem Rücken passiert. Ich habe mir auch überlegt, ob ich vielleicht einen Arbeitsplatz bei mir zu Hause schaffe. Für ein Euro und wer weiß? Vielleicht kann ich demjenigen noch ab und an in den Arsch treten? Hey ich bin sozial!
Für welchen Preis wollen wir Arbeitsplätze schaffen und wer wird letztendlich dafür bezahlen?
LG
Niphredil
Niphredil - 17. Aug, 15:15
Wurzelfrau (Gast) - 18. Aug, 20:52
Oh man, du hast ja so recht, ich bin (leider auch) beim Steinmeier hängen geblieben und hab nicht schlecht gestaunt über seine Ansichten. Überzeugt hat der mich wirklich nicht.
Und das mit der Pädagogen- Bezahlung: ja, ich wünschte mir auch, wir würden etwas mehr gewürdigt. Nicht nur in der Bezahlung, sondern auch in dem was wir so leisten für Familien, aber in der Regel muss man sich ja auch noch von oben herab anmurren lassen, warum man keinen "anständigen" Beruf gelernt hat....
Und das mit der Pädagogen- Bezahlung: ja, ich wünschte mir auch, wir würden etwas mehr gewürdigt. Nicht nur in der Bezahlung, sondern auch in dem was wir so leisten für Familien, aber in der Regel muss man sich ja auch noch von oben herab anmurren lassen, warum man keinen "anständigen" Beruf gelernt hat....






Insofern ist es doch sehr viel sozialer, meinetwegen auch als Fernziel mehr Arbeitsplätze (oder "Arbeit für alle") erreichen zu wollen, als jedem seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
In Entwicklungsländern hat man das inzwischen kapiert - da heißt es Hilfe zu Selbsthilfe, in Deutschland will man sich wahrscheinlcih nicht auf eine Stufe stellen, aber letztlich ist es doch nur Hilfe zu Selbsthilfe, wenn man den Menschen Arbeit gibt - auch bei uns!
Und ich möchte nochmal betonen: WIR SIND EIN SOZIALSTAAT, also hat es nichts entwürdigendes, wenn jemand vom Staat lebt. Dafür haben wir unser Sozialsystem. Es ist eigentlich nicht unser Ziel, für jeden eine Arbeit zu haben. Es ist unser Ziel für jeden dazu sein, der durch das Netz fällt.
Es hat auch was mit Würde zu tun, nicht im Alter rausgeschmissen zu werden, oder rausgeschmissen zu werden, wenn Manager Bonis einfahren, die locker dazu reichen 50 Leute 2 Jahre zu beschäftigen.
Und auch in Deutschland gibt es Selbsthilfe, nur hier sollten die Beamten mehr von ihrem hohem Ross runterkommen.
LG
Klar gibts auch einige, die gleich in großen Kanzleien einsteigen und da dann richtig viel Geld verdienen - aber um welchen Preis? Nutzt einem ja auch nicht, dann mit 35 den ersten Herzinfarkt o.ä. zu haben...
Natürlich hast du recht, dass man von dem Geld, was man verdient, auch leben müssen kann, da bin ich absolut deiner Meinung.
Und ich bin auch nicht der Meinung, dass staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwas entwürdigendes hat! Zumindest hab ich mich die letzten Jahr mit BAFöG nicht entwürdigt gefühlt...
Ne, das Problem ist doch ein ganz anderes: Nicht die Hilfe, die in Anspruch genommen wird, sondern die Art und Weise!
Von Hartz IV kann meinetwegen ein Alleinstehender leben, wenn er sich nur genug einschränkt. Bei ner alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern wirds schon schwieriger!
Nur wird die sich dauerhaft auch nicht besser fühlen, wenn sie auf Jahre voll finanziert wird, ganz davon abgesehen, dass der Berufseinstieg nach mehreren Jahren Hartz IV meist utopisch ist. "Hartz IV macht krank" heißt es so oft - ich denke, da ist oft was wahres dran. Nicht (nur) körperlich weil man evtl (zu) wenig hat, um sich gescheit zu ernähren oder medizinische HIlfe in Anspruch zu nehmen, nein vorallem psychisch, weil man "nicht gebraucht" wird - keine Aufgabe hat.
Da ist meines Erachtens das Kernproblem!
Ich glaube, so weit sind wir vielleicht gar nicht auseinander mit unseren Ansichten... ;-)