~ Philosophisches...

Donnerstag, 3. Juni 2010

Folge dem Stern...

Seit meiner Reise in die Vergangenheit sind nun einige Tage vergangen. Ich merke immer wieder wie ich in alte Muster zurückfalle und teilweise wieder vergesse, was ich gelesen habe. Es war soviel, dass ich mir schon sicher war, dass einiges wieder verdrängt werden würde. Das es nur so schnell geht hätte ich nicht gedacht. Also werde ich mich dieses Wochenende (solange es die Zeit zuläßt) mich nochmal auf den Weg begeben. Solange bis ich es endlich "weiß"...

Folge dem Stern ist dabei mein Thema. Ich fand ein gemaltes Grafitti in meinen Tagebüchern. "Folge dem Stern". Ich dachte ewig drüber nach, was ich mir damals sagen wollte. Leider erinnerte ich mich nicht mehr aus welchem Grund ich das gemalt habe... ich wußte auch nicht mehr was mir diese Worte bedeuten. Als ich am tiefsten Punkt war malte ich dieses Grafitti einfach nochmal... nur diesmal sah es ganz anderst aus.



Ich überlegte wieder was es bedeuten könnte... und als ich an die Decke hoch sah (da mußte ich echt schmunzeln) warf gerade das Teelicht lauter Sterne an die Decke. Und plötzlich fielen mir zwei Lieder ein, die ich damals hörte als ich Fabian kennenlernte.

Einmal das Lied von Ayman "du bist mein Stern" und das von Xavier Naidoo "von hier bis an die Sterne". Das alte Grafitti malte ich aber lange Zeit vorher. Irgendwie passte das alles und ich gab meinem Gemalten wieder eine Bedeutung.

Egal was passierte, letztlich war und ist es mein Schicksal mein Leben mit Fabian zu gehen. Die Länge spielt keine Rolle, es ist einfach nur schön. Doch der Schatten mit meinem Ex, der muss einfach bearbeitet werden, damit mehr Sonne auf uns fallen kann...

LG

Niphredil

Montag, 31. Mai 2010

Ein Weg zurück...

Hallo ihr Lieben. Mal wieder länger habe ich nichts geschrieben, dass hatte einen Grund. Ihr wisst nicht was mir gelungen ist. Und zwar ein Weg zurück... eine Reise in die Vergangenheit.

Damals als ich 11 Jahre alt war begann ich Tagebuch zu schreiben, das hielt sich etwa bis knapp 17 Jahre. Zudem hatte ich Bücher zwischen zwei Freundinnen und mir, die nebenher auch noch geschrieben wurden. Ich schrieb etwas in das Buch und gab das dann meiner Freundin, damit sie auch etwas reinschreiben konnte.

Und diese Sachen (+Fotos) habe ich letzte Woche Mittwoch gefunden. Ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut. Um diesen Tripp in die Vergangenheit noch zu untermalen, hörte ich teilweise die Musik von damals.

Ich wußte eigentlich nicht, auf was ich mich da einlasse.

Ich begann zu lesen und merkte, dass da schon irgendwas nicht "stimmt". Ich hatte immer gedacht, dass ich ein total anderer Mensch geworden bin. Dabei stimmt das überhaupt nicht. Ich bin genau der selbe Mensch... nur schminke ich mich nicht mehr beispielsweise. Aber von den Gedanken und dem Verhalten bin ich wirklich der gleiche Mensch geblieben. Ich weiß nicht warum ich mich in meinem Stübchen derart "falsch" in Erinnerung hatte.

Ich bekam Antworten auf meine Lebensfragen: Warum bin ich heute so und so? Fragen bei denen ich gedacht habe, dass alle Ursachen in den letzten 3-4 Jahren liegen. Nein, aber stellt euch vor: Ich habe damals Erfahrungen gesammelt und mir dann mein Urteil gebildet... bis heute. Das kam gar nicht in den letzten Jahren, nein es war irgendwie schon immer alles da. Ich habe heute ein Problem auf Menschen zuzugehen... stellt euch vor, dass hatte ich schon mit 14.

Ich weiß jetzt, warum ich beispielsweise nicht verzeihe. Ich habe es anscheinend total verdrängt, wie mich manche Freundinnen abserviert haben. Und das hat dazu geführt, dass ich mir im Tagebuch geschworen haben, nicht mehr zu verzeihen. Als ich las was manche zu mir gesagt haben, hat das schon sehr weh getan.

Es war als ob ich alles nochmal durchlebt hätte, aber diesmal "richtig" aus der Vergangenheit und nicht das gedanklich "falsche" von der Gegenwart aus.

Am meisten weh getan hat es mir, als ich die Jahre las, wo ich mit meinem Ex zusammen war. Dort habe ich das meiste verdrängt. Ich habe es mir so einfach gemacht, indem ich mir immer gesagt habe: Er hat Schluss gemacht, also bin ich Schuld. Und als ich die Tagebucheinträge las wurde mir klar, dass ich nicht die alleinige Schuldige war. Ganz im Gegenteil... Was er mir angetan hat und teilweise zu mir gesagt hat, hat mich am WE so aus der Bahn geworfen, dass ich nur noch weinen konnte.

Ich hatte das alles total vergessen. Anscheinend verdrängt, weil ich nicht zugeben wollte, wie mich ein geliebter Mensch derart verletzen konnte. Und so durchlebe ich momentan nochmal die Trennung, weil ich gemerkt habe, dass ich wie ein Stück Dreck behandelt wurde. Ich war auch nicht wirklich besser, doch ich las wie hilflos ich war. Ich konnte mir nicht mehr anders helfen am Ende, als einfach nur auf ihn zu schreien, um die Aufmerksamkeit zu bekommen die ich brauchte.

Diese Lügen wie "er muss lernen" oder "ich habe Rückenschmerzen"... als ich anrief um ihn gute Besserung zu wünschen, war er nicht zu Hause. Das schlimmste war, als ich eine furchtbare Nachricht bekam und ihn sofort anrufte. Er hatte Besuch von Freunden und anstatt mit mir am Telefon zu reden, hat er nur mit seinen Freunden geredet. Und ich bat ihn mir mal zuzuhören. Aber nein, so fing ich am Telefon an zu weinen und legte einfach auf.

Am nächsten Tag war ich natürlich wütend, fragte ihn dennoch ob er mich besuchen könnte, da es wichtig wäre. Und er hat gesagt er hätte keine Zeit. Am nächsten Tag ruft er an und sagt: Ich hatte Zeit, nur wollte ich dich ärgern, weil du mich geärgert hast. Ich glaube er konnte sich nicht vorstellen, was ich an diesen Tagen für eine fürchterliche Nachricht bekam. Ich war alleine. Und alleine hatte ich keinen Ausweg mehr gefunden, als auf ihn einzuschreien. Mit der Hoffnung er würde EINMAL richtig zuhören.

Ich war nicht Schuld... er hatte durch sein Verhalten am Ende einen Tyrannen aus mir gemacht. Er wußte soviel von mir und hat mich doch nicht verstanden. Und tief im Herzen müßte er wissen, dass ich kein Tyrann oder aggressives Monster bin. Und ich habe mir das jahrelang eingeredet, weil er das zu mir gesagt hat. Shitbull... ich schreie nur, wenn ich nicht gehört werde. Ansonsten bin ich ein lieber und friedlicher Mensch. Und das hätte er wissen müßen...

Ich danke an dieser Stelle meinem Mann, der sich das alles anhören müsste. Und sicherlich war es nicht einfach, das alles über meinen Ex hören zu müssen. Ihn muss ich nicht anschreien, er hört mir einfach zu.

Es ist unglaublich wieviel ich in der Hinsicht verdrängt habe. Und ich danke Gott dafür, dass er mich zu diesen Büchern geleitet hat. Ich dachte ich hätte keine Identät und das was ich hatte, hatte ich mir falsch zurechtgesponnen. Ich denke heute um sovieles klarer, das könnte ihr euch nicht vorstellen. Als ich gestern mittag dann in Bett mit meinem Mann gekuschelt habe, bin ich dabei kurz eingeschlafen. Als ich aufgewacht bin kam mir alles wie ein Traum vor.

Versteht mich nicht falsch: es war sehr sehr schmerzhaft, aber es war ehrlich und nun kann ich eine neue Beziehung zu mir selbst aufbauen und ich freu mich wahnsinnig drüber =)

Ich kann also nur jedem empfehlen in die Vergangenheit abzutauchen =)

LG

Niphredil

https://www.youtube.com/watch?v=-KRJw-aniYg&feature=related

Mittwoch, 24. März 2010

Gefühle

Seit mehreren Tagen fühle ich mich nicht nur mies, sondern so als würde im Unterbewußtsein richtig was arbeiten. Nach meiner Feststellung vom Montag, bin ich zur Zeit mehr betäubt als sonst wann.

So richtig gelingt es mir nicht, die Sache anzunehmen und sie zu Verarbeiten. Ich glaube da ist noch mehr, was ans Tageslicht befördert werden will. Ich hab seitdem Träume, dass ich nicht gut sehe... wohl sehe ich nicht richtig hin.

Gestern gab es Streit mit Vater und Mann. Meine Eltern versuchen immer wieder mir den Kontakt zu meiner Schwester aufzuschwatzen. Ich solle sie nun am Samstag mitnehmen. Kein Anruf von ihr bei mir, sondern immer über die Eltern. Ist ja ein gutes Druckmitteln und ob ich mal vorher gefragt werde, ob ich überhaupt kann oder will? Ich will nicht und damit Basta. Sie wird nicht abgeholt, soll sie selbst die Fahrt organisieren.

Klingt für viele jetzt vielleicht hart, ich weiß jedoch nicht genau ob ich hier im Block mal geschrieben hatte, was sie auf meiner Hochzeit gebracht. Eine Freundin hat sich mir anvertraut, nach langer Scham was dort passiert ist. Nicht nur, dass meine Schwester einen heftigen Streit ausgelöst hatte auf meiner Hochzeit, nein sie stand noch in der kompletten Runde meiner Freunde (wir waren grad nicht dabei) und sagte: Was ist das nur für eine Hochzeit? Wie im Altersheim... Ehrlich gesagt: Sie kann mich am Arsch lecken.

Gestern dann schon im Bett sagte ich zu meinem Mann: Du, wenn ich für ein Haus stehen würde, sähe es im momentan einfach abgebrannt aus... keine Grundmauern gar nichts. Er weiß es natürlich besser und beschrieb mein Haus mit zwei Wänden. Es endete in drei kurzen Sätzen von mir und ich beendete das Gespräch.

Manchmal frag ich mich was mit den Menschen los ist? Hören sie einfach nicht hin??? Was ist daran so schwer, etwas anzunehmen wenn einer was sagt. Und zwar so wie er es sagt, ohne Interpretationen von einem selbst.

Einwenig Frieden hatte ich gestern, als wir den Luisenpark in Mannheim besuchten. Das Farnhaus gefällt mir sehr gut. Die Luft dort hat mir gut getan. Ebenso die vielen Tiere und der neue Bauernhof. Ziegen sind echt lustige Tiere... Irgendwann sind Ziegen auch meine Tiere. Ich mußte gestern wieder feststellen, wie wunderschön unser Planet eigentlich ist. Wie einzigartig jedes Tier ist. Sie kommunizieren, sind neugierig auf dich selbst (vor allem ein Pinguin war von uns irgendwie fasziniert, ebenso ein Geko und eine Ziege die nonstopp gekrault werden sollte), sie putzen sich, sie kuscheln, sie schlafen. (Fotos folgen später)

Diese Welt draußen ist echt schön, die Welt innen ist zur Zeit bei mir eine absolute Ruine. Gestern abend, als ich nicht schlafen konnte, überlegte ich mir, dass ich wohl zuerst den Schutt weggräumen muss. Und dann schauen wir mal weiter...

LG

Niphredil

Montag, 22. März 2010

Geheimnis

Heute hatte ich die Feststellung, dass mein komplettes Leben ein Geheimnis ist. Als Kind hatte ich nur Geheimnisse. Was mir angetan worden ist und welche Familie ich hatte...

Dann Geheimnisse gegenüber der Familie. Ich durfte gar nichts als Jugendlicher, so passierte vieles heimlich. Das Telefonieren, Ausgehen, auch meinen Ex hielt ich geheim und alles was wir taten. Wenn wir uns trafen: heimlich sonst gabs Ärger und wie. Ich blieb in der Schule sitzen, blieb erstmal ein Geheimnis... bis mein Vater dahinter kam.

Komplettes Leben war geheim... und wenn alles geheim ist, hat man keine Erfahrungen und übernimmt Werte von Eltern, Freunden. Dies hilft erstmal sich in der Welt zurecht zu finden, wenn man keine Basis hat, die aus Erfahrungen gebaut ist.

Wie ist es eigentlich etwas nicht heimlich und ohne Angst zu tun? Sondern es frei zu tun?

Werte, Normen, Vorstellungen die nicht auf eigener Erfahrungen beruhen, sondern die man einfach übernommen hat, weil sie an Bedingungen geknüpft waren (nur so und so lieb ich dich) erzeugt auf den ersten Blick vielleicht Sicherheit, aber ansonsten ein Leben voller Angst und Hemmungen.

Oft beschwerte ich mich über meinem angeblich selbst gemachten Käfig, in dem ich mich gefangen fühle. Heute muß ich feststellen, dass ich nicht derjenige war der mir dieses Gefängnis gebaut hat. Es waren damals meine unfähigen Eltern, die mich und meine Schwester als gleiche Personen gesehen haben. Ich bin verdammt gewesen, keine Persönlichkeit zu haben, sondern nur so nicht zu sein wie meine Schwester ist. Was ich bin... hat nie gezählt.

Wie komm ich da nur raus?

Niphredil

Mittwoch, 17. März 2010

Was ist der Mensch?

Was ist der Mensch?

Ist er ein Mensch, der Endlager baut, die angeblich 100 Millionen Jahre halten sollen, obwohl die Atomkraftwerke aus den 1970er schon langsam marode werden?

Was ist das für ein Mensch, der seine Taten in keinster Weise abschätzen kann? Wie ein kleines Kind, welches ein Ei in den Händen hält? Kannst du es wieder zusammensetzen?

Was möchte ich für ein Mensch sein? Ich und mein Mann haben gestern versucht mich mit einem Satz zu erklären und das kam heraus (zumindestens im Alter):

Wenn ich alt bin, werde ich mit einer Maorietätowierung im Gesicht in Irland sitzen und ein jüdisches Klagelied auf meiner orientalischen Flöte spielen.

Montag, 1. Februar 2010

Einsam und Abgekapselt

Das Wochenende war ja mal wieder mehr als... wie soll ich das sagen? Augenöffnend...

Am Samstag gabs mal wieder einen Streit zwischen mir und Mann um ein altbekanntes Thema. Nur ist mir am Samstag nicht der Kragen geplatzt sondern eine Verbindung zu ihm.

Ich habe am Samstag irgendwie eingesehen, dass es bei manchen Sachen besser ist, es alleine zu machen. Dass es besser ist, eben nicht auf uns beide zu schauen, sondern nur auf mich. Mein Partner machts ja auch so. Und wenn einer immer auf beide schaut, dann gibts nur Enttäuschung. Also habe ich um nicht nochmal verletzt zu werden diese eine Verbindung zu ihm abgeschnitten. Es wird jetzt Zeit, dass ich nach meiner eigenen Pfeife tanze. Das erfordert auch Selbständigkeit, die Abhängigkeit zu meinem Freund war glaub ich das letzte bisschen Aufmerksamkeit was ich mir dadurch gesichert habe. Und diese werde ich in nächster Zeit für mich nicht brauchen, denn ich werde mir selbst aufmerksam sein.

Und das hat am WE schon zu der Erkenntnis geführt, dass man sich unglaublich einsam fühlen kann. Ich bin oft gerne alleine und manchmal wünsche ich mir auch nichts schöneres, aber das war einfach nur EINSAMKEIT. Das WE wieder alleine verbracht, Verbindung gekappt und das Gefühl völlig alleine auf dieser Welt zu sein. Jedes noch so kleine Gespräch mit irgendwem hat unglaublich gut getan. Das wird sicherlich mit noch mehr Arbeit von mir kompensiert, aber wenigstens habe ich auch eine Erklärung warum ich das zur Zeit so intensiv mache. ES IST FÜR MICH! Ich hole auf, was ich die letzten Monate nicht tun konnte, weil ich nur Rücksicht auf meinen Mann genommen habe. Ich blöde Kuh (sorry, ist so).

LG

Niphredil

Freitag, 15. Januar 2010

Beautiful Lie...

Es ist ein perfektes Wegschauen und Verdrängen...

Lg

Niphredil

Hier mal Hund:

Samstag, 9. Januar 2010

Wahrheit und Lüge

Ja Wahrheit und Lüge, auch so ein Thema bei mir zur Zeit.

Ich, die ein Problem mit der Welt hat, frage mich oft, ob es besser wäre, einfach nichts zu wissen.

Ich habe jedoch einen Freund, der es mit der Wahrheit nicht so hat. Nicht, dass er lügt, aber er blendet die komplette Wahrheit einfach aus. Nicht, dass es ihn nicht berühren würde, dennoch ist es besser für ihn in einer nicht-ehrlichen Welt zu leben, um zu überleben. Manchmal ist es für ihn auch besser, sich einfach abzulenken.

Leider merkt er nicht, welche Baustellen er damit bei anderen Menschen hinterläßt.

Auch, wenn ich an Wahrheiten leide, für mich ist es überlebensnotwendig. Ich will in einer realen Welt leben und nicht in einer Sonnenscheinwelt, die nicht real ist. ICH WILL DIE WAHRHEIT... ansonsten scheint mir das Leben, eine bloße Lüge zu sein. Auch wenn ich manchmal leide und manchmal das Gefühl habe, dass ich dadurch den Schmerz nicht aushalte. Jedoch betäubt zu leben, erscheint mir auch nicht als das Wahre.

Ich möchte einfach nicht irgendwann aufwachen um zu merken, dass ich wirklich erst jetzt aufgewacht bin. Leben ist für mich Wahrheit...

LG

Niphredil

Montag, 4. Januar 2010

Rauhnächte I

Ich hatte mich ja schon gewundert, wo meine Rauhnächte bleiben. Sie meldeten sich bei mir relativ spät, dafür heftig und anders als in den letzten Jahren.

Ich lese zur Zeit auch das Buch von Jeanne Ruland "Das Geheimnis der Rauhnächte".

Meine bisherigen Rauhnächte waren immer sehr magisch und mystisch. Teilweise wehten heftige Winde über die Lande.

Dieses Jahr sind sie heftig, teilweise brutal, sie schmettern mich auf den Boden der Tatsachen. Irgendwie rechnen sie dieses Jahr heftig mit mir ab. Und keine reinigende Stürme, sondern totenstille und Gefühlsfrost.

Um Jeanne Ruland teilweise zu zitieren:

Die Rauhnächte haben mich gefangen genommen und in die Tiefe der Dunkelheit geworfen. Dabei sind zur Zeit meine Ängste mehr als present dieses Jahr. Seit Tagen mache ich mir Sorgen um meine Zukunft, ob ich meine Magisterarbeit und die Prüfungen schaffe, ob ich überhaupt danach eine Arbeitsstelle bekomme, wie ich mich ab März versorge etc.

Dazu noch gefangen in Alpträumen. Ständig sterben Menschen in meinen Träumen, zuerst mein Ex und dann mein ältester Neffe nach einem Autounfall, wobei ihm das halbe Gehirn fehlte und er auf der Straße einfach nicht sterben wollte, sondern leben, obwohl er zum Sterben eigentlich verdammt war. Und ich muß immer auf seinen Kopf schauen, wo teilweise das Gehirn fehlte. Und ich konnte einfach nicht mehr! Stirb doch! Stirb doch endlich, ich kanns nicht mehr sehen!! Ja das waren meine Gefühle...

Und alte Bilder von meinem Ex, der auch im Traum starb. Leider weiß ich nicht mehr, woran er starb. Ich erinner mich nur, dass ich auf seiner Beerdigung war und ihm einen Brief an seine Begrabungsstelle niederwarf. Inhalt unbekannt, obwohl ich den Inhalt kenne.

Nun kann ich mich fragen: Möchte ich ins Neue gehen oder verschlingt mich das Alte? Bin ich mutig oder verbrenne ich mich an meiner Vergangenheit?

Kann ich auch vergeben, was mir alles angetan wurde und loslassen, die mir nahe standen oder halte ich sie im Hass?

Wie innen so außen... und innen, ja da kämpfen zur Zeit die Dämonen und reinigen mich. Und es gibt immernoch sehr viel aufzuräumen.

Liebe Grüße

Niphredil

Freitag, 4. Dezember 2009

Was macht man,...

wenn man nicht teil seiner Welt sein will? Weil sie einem zu unmenschlich, zerstörerisch, materialistisch, verletzend vorkommt?

In den letzten Wochen habe ich hier öfters geschrieben, dass ich mit der Welt da draußen nicht klar komme. Ich weiß von Tierquälerei, Völkermorden, Kriegen und Unfällen bescheid... Ungerechtigkeit. Ein Wort, was mich mein ganzes Leben begleitet und auch ich habe einmal in meinem Leben erfahren können wie es ist Opfer davon zu werden, von der Ungerechtigkeit.

Einfach Fernseher ausschalten? Zeitung weglegen? Augen verschließen? Ich kann das nicht, denn ich weiß davon, was auf der Welt so abgeht. Doch gestern nach meinem Ausbruch in einem Amt, ich hab die ganze Nacht nicht schlafen können, frage ich mich was ich jetzt nur machen soll?

Vielleicht hab ich deswegen so einen starken Wunsch nach meinem kleinen Bauernhof... nach einer gestalterischen Aufgabe, die wohl mehr Therapie ist als Kreativität. Ich frage mich inzwischen ob ich nicht einen Therapeuten brauche, der mir irgendwie verständlich macht, dass ich in dieser Welt leben kann... doch ich frage mich manchmal, wer eher einen Therapeuten braucht, ich glaube doch fast die Welt.

Ich weiß einfach nicht was mein Problem ist. Es leben soviele Menschen in Deutschland, denen es doch scheißegal ist, in welcher Welt sie leben. Warum zum Teufel geht mir das aber so nahe?

Erst vor kurzem lief eine Sendung, wo wir unseren Elektroschrott nach Afrika verfrachten. Und das unter dem Deckmantel der Förderung der dritten Welt. Das heißt von außen wird gesagt, dass die alten Schrott-PC´s für Entwicklungshilfe sind. Das ist aber kaputter Schrott, wo Kinder darin rumwühlen um Geld zu verdienen und oft sind Teile giftig.

Ich war Tage danach nur mit einer Frage beschäftigt: wie kann sowas nur passieren? Wie kann sowas nur passieren?

Niphredil

Niphredil´s Hexentaverne

Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...

Zitat des Monats:

Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, entzücken weilt auf unbetretener Düne, Gesellschaft ist, wo alles menschenleer, Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer. Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr. Lord Byron

***~~***

https://sensemann-zu-besuch.blogspot.com/

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Niphredil - 4. Mär, 14:57
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Schön, dass Du meine Examensarbeit zitierst. Wenn Du...
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