~ Philosophisches...

Freitag, 28. Januar 2011

Der Preis des Lebens

"Der Preis des Lebens" ist ein Artikel aus der Zeit. In diesem Artikel wird sich die Frage gestellt: Wieviel soll uns die Hoffnung auf ein paar Tage, Wochen oder Monate mehr Lebenszeit wert sein? Gefolgt von der Frage: Müssen Krankenkassen für jeden noch so kleinen, manchmal sogar fraglichen Behandlungsvorteil jede Summe zahlen?

In diesem Artikel wird angegeben, dass Spezialpräperate mehr als 1/4 des Arzeimittelbudgets schlucken, obwohl sie nur 2% der Verordnung ausmachen. Spezialprodukte sind in diesem Fall bestimmte Arzneien, die einen Tumor daran hindern weiter zu wachsen (die Wirkung ist umstritten). Fakt ist, das für diese Tabletten die Wirkung schlicht nicht ausreichend belegt ist. Nicht nur, dass die Wirkung nicht genau untersucht ist, lehnt u. a. Novartis (der Konzern, der diese Tabletten herstellt) die Offenlegung der Kalkution aus. Die Pharmabranche nimmt was sie kriegen kann, heißt es im Artikel.

Fakt ist auch, dass sich eigentlich seit Jahrzehnten kaum etwas an den Behandlungsmethoden für Krebs getan hat. Von der Pharmaindustrie und auch von Ärzten wird uns ein anderes Bild dargestellt. Letztlich sind wir genauso weit wie vor paar Jahrzehnten, dass muss man sich mal vorstellen.

Was ist nun meine Meinung dazu? Ich bin ein großer Verfechter davon, dass Leben nicht gegen Geld abgewogen werden kann. Wer diese Tabletten braucht, soll sie haben. Ich zahle gerne dafür. Ich bin aber dagegen, dass den Leuten einmal falsche Hoffnungen gemacht werden und die Gesellschaft es einfach nicht akzeptieren kann, dass man irgendwann sterben muss. Ist da nun ein Krebspatient, den man aufklärt und er den Tod zumindestens anerkennt, dann soll er die Tabletten haben, er wird sie aber wahrscheinlich gar nicht nehmen.

Diese Krebstabletten haben teilweise furchtbare Nebenwirkungen. Ein Mann hat während der Einnahme so ein entstelltes Gesicht gehabt, dass er nicht mehr vor die Türe ist. Ein würdevolles Sterben ist nicht möglich. Das ist kein Leben, dass ist Leid. Das Medikament stoppt vorzeitig das Wachstum ja, aber die Wirkung lässt nach und der Tumor kann dabei umso schneller wachsen und der Mensch kann sogar früher versterben.

Ein Betroffener sagt: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Diesen Satz muss man sich wirklich mal durch den Kopf gehen lassen. Nicht man selbst stirbt zuletzt oder der Geist, nein die Hoffnung ist das aller allerletzte, dass ist das letzte was von einem Menschen bleibt nach seiner Meinung.

Es gibt Patienten, die sind über 70 Jahre alt und nehmen diese Tabletten. Er sagt: "Ich will doch leben". Meine Kritik ist eine Kritik, die sich an die Ärzte und die Pharmaindustrie richtet. Bewiesen ist: Reden die Ärzte offen über die Probleme der Medikamente, dann entscheiden sich 70% gegen die Einnahme. Es gibt aber Ärzte, die versprechen mehr Lebenszeit und Tumorwachstumsstopp.

Am selben Abend stellte ich mir die Frage: Warum gibt es ihn überhaupt, den Tod? Ich habe gestern zufällig von Weismann ein Zitat gelesen: [...] Ich glaube nicht, dass das Leben auf ein bestimmtes Maass der Dauer gesetzt ist, weil es seiner Natur nach nicht unbegrenzt sein könnte, sondern weil eine unbegrenzte Dauer des Individuums, ein ganz unzweckmäßiger Luxus wäre." Langes Leben ist Luxus, der uns nichts bringen würde. Diesen Luxus können wir uns nicht leisten. Leisten nicht im Sinne von Geld, es kostet uns aber. Es kostet uns Leid, Krankheit, Dahinsiechen und Nebenwirkungen, die unser aller Wohlbefinden schmälert.

Oft fehlt dann das Geld für eine gute Begleitung für das Sterben. Ich hoffe die Zeit kommt bald, wo Menschen geholfen wird einzusehen, dass es manchmal eben zu Ende geht. Sie nicht noch monatelang zusätzlich zu quälen, sondern sie zu begleiten, sie zu trösten, sie zu lieben und ihnen die Angst zu nehmen.

LG

Niphredil

Freitag, 21. Januar 2011

Erfahrung sammeln

Ich war auch so ein Mensch. Ein Mensch, der behauptet hat, dass es einem alleine besser geht. Dass er niemanden braucht.

Durch meine Magisterarbeit durfte ich 6 wunderschöne Menschen kennenlernen. Es waren mir völlig fremde Personen. Ich wurde in ihre Wohnung eingeladen, durfte ihre Familie kennenlernen. Sie sprachen ihre tiefsten Gedanken und Ängste aus. Weinten mit mir. Wir aßen und tranken gemeinsam.

Wir vergessen immer wieder wie einzigartig ein jeder Mensch ist. Wie gut und schön er ist. Und auch, wenn das allein sein einem nichts ausmacht (es tut manchmal sehr gut), so blüht man doch wie eine Blume auf, wenn man sich auf liebevolle Art mit einem anderen völlig fremden Menschen, den man jedoch durch die Intimität schnell kennenlernt, verbinden kann.

So muss Liebe funktionieren. Man ist allein ein grrünes Pflänzchen und öffnet dann ganz zart seine Blüte. Und von irgendwo her kommt eine Biene und nimmt ein Teil von dir mit und pflanzt es woanders ein.

LG

Niphredil

Freitag, 17. Dezember 2010

Es ist Weihnachten?

Ich liege momentan wieder mit einer Grippe im Bett. Und da fiel mir auf, dass ja nächste Woche Weihnachten ist. Dummerweise steht bei mir noch irgendwie Herbstdeko um. Weihnachtsbaum habe ich noch nicht gekauft und das Essen ist noch nicht geplant. Dieses Jahr habe ich auch nur einen Weihnachtsmarkt besucht und irgendwie war ich da auch nicht so ganz bei der Sache.

Ist es echt schon Weihnachten? Irgendwie kommt mir das Fest von Jahr zu Jahr unnötiger vor. Die Kinder die wieder mit irgendwelchen Geschenke und Süßigkeiten vollgebombt werden, dass sie abends nicht mehr einschlafen können. Und ich muss ehrlich zugeben, ich mag es nicht, wenn man Weihnachten feiert und sich nicht einmal daran erinnert, dass an diesem Tag eigentlich Jesus geboren wurde. Ihr wisst ich bin nicht DIE Christin, aber wenn man schon ein christliches Fest feiert, dann auch bitte mit dem Sinn dahinter.

Sonst mutiert dieses Fest nur zu einem kapitalistischem Wunscherfüllungstag, den man nie erreichen kann. Find ich teilweise auch schon hart, wie bei diesem Fest mit den Wünschen der Menschen gespielt wird. Die Menschheit wünscht sich eben an diesem Tag einfach Frieden, Familienharmonie und Üppigkeit. Alles soll voller Liebe und alles soll perfekt sein. Und mit diesen Wünschen wird seitens des Marktes gespielt. Ich muss zugeben, wenn ich teilweise die Menschen durch die Stadt jagen sehe, um sich diesen einen Wunsch zu erfüllen, dann kommen sie mir wie Geißel vor. Verdammt dazu, nach einem schönen Weihnachtsfest zu suchen, welches nur durch Kaufen Kaufen Kaufen erreicht werden kann.

Eigentlich würde es doch reichen, wenn man einfach nur sein Herz öffnen würde. Und zwar das ganze Jahr über. Es funktioniert wie auf Knopfdruck ja an Weihnachten. Aber warum hält es nicht über das Jahr?

LG

Niphredil

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Träume und Wünsche

Ich glaube ich habe hier irgendwo im dem Blog mal geschrieben, dass es besser wäre manche Träume sein zu lassen, wenn es so schmerzt, dass das Leben davon beeinträchtigt wird. Warum hat mich eigentlich niemand darauf hingewiesen, welch unglaublichen Quatsch ich da eigentlich von mir gegeben habe?

Warum gibt man stattdessen nicht einfach sein Leben auf, welches behindert seine Träume zu leben? Jeder von uns hat Träume und kleine Wünsche. Was passiert eigentlich mit einem Menschen, der jahrelang seine Träume und Wünsche "ignoriert", weil sie eben im Moment nicht reinpassen? Der Mensch vegetiert eigentlich nur vor sich hin. Das Sterben wird nur durch die Hoffnung verhindert, dass es irgendwann mal anders sein KANN. Eben KANN und nicht MUSS. Am Ende, wenn man alt und runzelig ist, wird man zurückblicken auf ein Leben, welches keins war.

Warum fällt es uns so unglaublich schwer unsere Sicherheit fallen zu lassen und Menschen aus unserem Leben zu werfen, die einfach nicht passen? Oder anders herum: warum verlässt man sich nicht auf seine Sicherheit und lässt Menschen in unser Leben rein?

So fühle ich mich momentan. Ich kann nicht verheimlichen, dass ich so oft einfach meine Sachen packen und einfach wegziehen würde. Alles was ich mir aufgebaut habe, scheint nicht MEINS zu sein. Ich habe es eben gemacht. Irgendwie habe ich mein Abitur gemacht und irgendwie fand ich mich aufeinmal an einer Uni wieder. Was ich studieren wollte, wußte ich nicht, ich hab einfach mal was genommen (und zumindestens mit Kulturanthropologie lag ich richtig). Es war irgendwie nicht mein Weg und auch nicht meine Schritte. Ich habe es eigentlich getan um mit meinem Mann zusammen zu sein. Er hat mir viel gegeben, was ich im Leben nicht kennenlernen durfte. Nun habe ich es aber kennengelernt und auch gelernt... und da bleibt die Frage, was bin ich denn noch eigentlich? Jemand, der sich irgendwie verloren hat.

Meine Aggressivität habe ich gewandelt in Geduld und Verständnis, was momentan auch manche Menschen, unter anderem mein Mann, irgendwie auszunutzen scheinen. Es klappt einfach nichts, außer du lässt eine drohenden Schrei aus und aufeinmal können alle wieder sputen, sonst wird dir einfach nicht zugehört.

So verhält es sich mit Wünschen, du äußerst einen und es wird von niemanden angenommen. Dann schreist du eben. Wenn dir nicht Gehör verschafft wird, dann verschafft man sich eben das Gehör. Manche Menschen sind eingeschnappt und verärgert und manche Menschen wiederrum wissen darauf nichts anderes zu tun als sich wie ein ängstlicher Hund selbst zu bepinkeln.

Von daher frage ich mich im Moment: Niphredil, was willst DU eigentlich? Ich muss gestehen, ich habe mir diese Frage wirklich seit Jahren nicht gestellt. Als ich mir die Frage durch den Kopf gehen lies, konnte ich sie fast nicht artikulieren, so fremd erschienen mir diese Worte. WAS WILL ICH? Ich und WOLLEN. Total merkwürdig. Ich schien aufeinmal auf einem total fremden Planeten gelandet zu sein. ICH und WOLLEN. Vielleicht ist es einfacher zu artikulieren, was man NICHT will. Aber die Sachen, die man nicht will, lassen einen unglaublich großen Spielraum über Sachen, die man will. Und letztlich verliert man sich doch wieder in diesem großem Raum. Zuletzt wird einfach nach dem gegriffen, was gerade da ist.

Ich will:
einen Mann, der mich zu schätzen weiß
eine Arbeit, die meine Berufung ist
für mich arbeiten
Hobbies haben, die mich nach draußen und zu mir führen
mich gesünder ernähren und auf meinen Körper achten
mich bewegen um zu merken, dass ich noch lebe
keinen Kontakt zu meinen Eltern

Was muss jedoch getan werden, wenn diese Ich-WILL´s nicht erfüllt werden können?

Niphredil

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Folge dem Stern... mal wieder

Ich bin wieder zurück in der Wirklichkeit. Wir waren für paar Tage in Urlaub gefahren und wir fuhren ins Paradies. Ein kleines Hotel mittem im Wald. Der Weg dorthin führte durch den Wald.

Wir hatten ein traumhaftes Zimmer, ich sah nur noch Holz und eine wundervolle Terasse.

Am ersten Abend wurde ich überwältigt von einem wunderschönen Sternenhimmel. Ich konnte die Milchstraße sehen. Immer wenn ich Sterne sehe, komme ich mir bzw. meine Kultur, meine Erziehung und meine Werte vollkommen sinnlos vor. Was zählt hier schon auf der Erde? Wir sind doch eigentlich nur ein Staubkörnchen im Universum, gelenkt von ganz anderen Kräften als unsere eigenen. Es sah aus als hätte Gott den Himmel angemalt.

Am nächsten Tag irrten wir durch den Wald, wir haben immer die falsche Abzweigung genommen. Und doch kamen wir ans Ziel, einigermaßen gelenkt durch unser Gefühl und Instinkt. So ist es doch auch im Leben. Man plant einen Weg und doch biegt man falsch ab und merkt erst viel später sein Fehler. Manchmal überschätzt es deine Kraft, es geht viel zu steil bergauf. Dann ist es besser umzukehren, bevor du vor Kraftlosigkeit umfällst. Manchmal läuft man weiter, weil bei der Leichtigkeit ein Schritt zurück ein Rückschritt wäre. Mir taten die Beine weh, ich konnte fast nicht mehr laufen vor Schmerzen. Doch F. war da und gott sei dank diese unglaublich häßliche Bude, wo allerdings das Essen wie aus einem Luxusrestaurant schmeckte.

Anschließend eine Kutschfahrt und ein Blick in das Gesicht eines alten Mannes, der auch die Sterne sieht. Seine Augen funkelten.

Nächsten Tag spontaner Besuch einer alten Kirche. Wunderte mich über die Erntegaben die dort lagen und den Kornreif an der Decke. Das sah so unwirklich aus. Der Jesus und die heilige Maria und drunter die Gaben von der Natur. Viel zu unwirklich, gefiel mir irgendwie nicht... ich konnte besser die Kartoffeln anbeten als den gekreuzigten Jesus.

Der Abend kam. Wir waren alleine im kompletten Hotel. Wir saßen uns ins urgemütliche Kaminzimmer und nahmen was zu lesen mit. Ich lies Günter Grass "Beim Häuten der Zwiebel". Erst jetzt merke ich, dass es genau das war, was die Tage gebracht hatten. Wir haben uns ausgezogen und uns gesehen. Seelisch und körperlich. Später entdeckten wir noch Spiele im Schrank. Der Abend ging irgendwann zu Ende. Der Blaubeerwein vom Schmelzhof (bei Winterberg) war köstlich.

Die Spinnennetze werde ich nicht vergessen. Der erste Eindruck von dem Ort. Voll behangen mit Tau, in allen Regenbogenfarben leuchtend... bei jeder Bewegung. Es ist eben der Blickwinkel. Wo stehst du? =)

LG

Niphredil

Montag, 23. August 2010

Wahrheit

Darf man eigentlich sein Innerstes, seine schlimmsten Gedanken, jemanden offenbaren? Auch wenn diese Gedanken ihn betreffen? Und auch, wenn diese Aussagen meiner subjektiven Wahrheit entsprechen?





Altar:


Tomatenernte:


Salbei:


Currystrauch:


Zweifarbiger Basilikum:


Distel:


Rosenkohl:


Zucchini:


Zucchini - 2 - :


LG

Niphredil

Samstag, 21. August 2010

Manchmal...

Manchmal... aber nur manchmal, wenn ich mal Ruhe habe und dasitze... habe ich für einen Moment das Gefühl, mich mit der Welt verbinden zu können.

Und für diesen einen magischen Moment empfinde ich solch einen Herzschmerz über die Taten der Menschen, dass ich das Gefühl habe innerlich zu sterben. Und dann trenne ich mich wieder von der Welt.

Und dieser eine Moment ist es, wenn mein Hund zu mir aufblickt. Sie sieht mich an, sie ist verbunden und sie weiß...

Und dann wenn ich sie über den Kopf streichel, habe ich das Gefühl, dass jede zwarte Berührung der Liebe etwas gut machen kann. Egal bei welchem Lebewesen...





LG

Niphredil

Donnerstag, 19. August 2010

Die Lillifee´s und Ellenbögen incoming!

Am Dienstag war wieder Einschulung. Und ich muss gestehen: ein grauenvoller Tag! Zum dritten Mal dieses Jahres quälte ich mich in die Kirche. Einmal war der Priester echt ein Schatz und einmal holte mich das Grauen ein. Am Dienstag wars die selbe Priesterin und von daher wieder ein Grauen.

Diese Priesterin kann anscheinend nix anderes als zu beleidigen. Sie definiert den normalen Weg oder hat Gott irgendwann mal gesagt, dass man zuerst eine Ausbildung fertig macht, dann heiratet und dann Kinder bekommt? Wohl nicht.

Ja Einschulungsgottesdient. Viel zu lang für die Kleinen. Irgendwann waren die Kinder so laut, dass ich hinten das Gelaber (gott sei dank) nicht verstehen konnte. Genervte Eltern die versuchten ihren Kindern das Stillsitzen beizubringen. Ja jetzt beginnt das Leben und das heißt: Fresse halten!

Entschuldigt meine Wortwahl.

Fresse halten und still sitzen!

Ich kann nicht verheimlichen, dass die Kinder mir leid taten. Wo ist nur unsere Kreativität hin? Muss ein Einschulungsgottesdienst für Kinder wirklich so ablaufen, dass man irgendwelche schweren Gebete runterrattert und Lieder singt, die kein Mensch kennt? -.- Furchtbar, wirklich furchtbar! Wäre es so schlimm, vielleicht paar Luftballons zum Gott steigen zu lassen oder einen fröhlichen Liederkreis zu machen? etc.

Ich dachte das schlimmste wäre überstanden, aber dann kam ja noch die Einschulung. Und ehrlich: man braucht dazu Ellenbogen, denn schließlich werden gerade die Manager von morgen eingeschult! oO Dort enwickeln sich die rosa Lillifee´s- und California Girl-Mütter zu rasenden Arnold Schwarzeneggers.

Der Höhepunkt war, als die Kleinen in ihr Klassenzimmer sollten um sich ihren Platz zu suchen. Das haben übrigens mit Gestumpe die Mütter übernommen. Und mein lieber Schorli, die giftigen Blicke konnte man nicht übersehen! Meine Cousine hat mir erzählt, dass sie ein Kind auf dem Platz aufgegabelt hatte, was fürchterlich geweint hat, weil es seine Mutter verloren hatte. Die war schon im Klassenzimmer und hat einen Platz reserviert. Auch ich überhörte eine Mutter nicht: " Und das du dir ja einen gescheiten Platz raussuchst".

Was tun wir unseren Kindern nur an? Ganz ehrlich... was tun wir nur unseren Kindern an?

Ehrlich, wenn ich noch einmal höre, wir hätten aggressive, gewalttätige Kinder, dann platz mir glaub ich der Kragen.

Falls ihr es noch nicht wisst: wir haben wunderschöne und tolle Kinder und jeder Ausbruch von Gewalt ist nur ein Zeichen nach Aufmerksamkeit, denn erst dann hat man Mamis und Papis Aufmerksamkeit. Erst dann hat man sich durchgesetzt. Gelernt hat man das von den Eltern.

Und im Gottesdient kein Wort von Helfen... nein Lernen. Nicht Schwächeren an die Hand nehmen, mitführen... nein Leistung... ruhig sein... still sitzen... Klappe halten.

In welchen Ländern war nochmal das Unterrichten durch die Eltern erlaubt? -.-

*geschockte Niphredil*

Freitag, 9. Juli 2010

Frauenzeitschriften - und die Wut

Hey ihr Lieben.

Ich war gestern wieder bei meinem Frisör des Vertrauens. Als die Farbe einwirkte bekam ich eine Frauenzeitschrift in die Hand gedrückt. "Brigitte". "Schaden kanns ja nicht" habe ich mir gedacht.

Ehrlich? Ich las die halbe Stunde durch. Ich frage mich heute: mein Gott so ein Mist hast du Jahre lang gelesen und gott sei dank ist aus dir was geworden. Ich habe gestern folgende Botschaften von "Brigitte" mitgeteilt bekommen:

1) Männer sind immer die, die am meisten leiden.

2) Männer müssen bei nichts anwesend sein (weil Punkt 1: sie leiden).

3) Wir Frauen können für jede Kleinigkeit verlassen werden! Weil wir die Männer so zum Leiden bringen (und dann müssen sie ja nicht anwesend sein).

Ich möchte erläutern wie ich auf diese Ergebnisse kam:

Eine Frau erzählt, wie sie im Urlaub zu Häkeln begann. Dadurch konnte sie leider (ja leider) nicht auf ihre Familie acht geben. Die Kinder und der Mann nörgeln. Am Ende sagt der Mann: Und ihr Frauen wundert euch, warum wir euch verlassen.

Der Mann leidet unterm Häkeln, der Mann muss nicht anwesend sein (er kam Tage später in den Urlaub nachgefahren) und für das Häkeln können wir Frauen verlassen werden.

Natürlich war es eine lustige Kolumne... *Ironie ein*

Schwerer der Fall von einer Frau, die ein behindertes Kind abtrieb. Auch hier der Mann schwer am Leiden. So am Leiden, dass er bei Arztbesuchen nicht dabei sein kann, lieber im Bett liegt und die Decke über den Kopf zieht. Dadurch muss er auch nicht anwesend sein, wenn seine Frau das Kind abtreibt. Auch nicht wo sie das tote Kind nochmal besuchen dürfen um sich zu verabschieden. Nein... Oma, Schwester, Mutter waren da, aber der Mann leidet.

Stinkig war ich wegen der Zeitschrift, weil ich vor kurzem eine Nachricht von einer Bekannten bekam. Sie ist so wie ich, etwas stinkig, wenn man sie mit Eigenschaften verbindet, was das Geschlecht angeblich mit sich bringt.

Ein Konflikt wurde von einem Mann angefangen. Natürlich artete er immer weiter aus. Schließlich ein klärendes Gespräch... jedoch wollte meine Bekannte nicht einlenken. Der Kommentar: Na hören Sie mal, als Frau können Sie doch einen Schritt auf mich zugehen.

Ihr Kopf rot, mein Kopf rot. Ich mit meiner freien Gosche gleich als Kommentar abgebeben: Ja meine Faust geht gleich auf sie zu.

Da ist es immernoch: als Frau Konflikte austragen? Nein... Mal aggresiv sein? Nein... weil der Mann sonst zu arg leidet, nicht anwesend ist und wir dann alleine dastehen.

Konflikte und Krieg sind Männersachen, das Wegräumen können die Frauen machen. Bestes Beispiel der zweite Weltkrieg, wo anschließend die Trümmerfrauen alles wegputzen konnten.

Wenn ich Böcke habe auf jemanden zuzugehen, dann mach ich das. Wenn nicht eben nicht... und das hat überhaupt nichts mit Frausein zu tun.

Und natürlich dürfen Männer auch mal leiden, aber wir leiden auch und zu 50% eben auch mal mehr als Männer.

LG

Nip

Samstag, 19. Juni 2010

Soviel zu berichten...

Mei ich hab soviel zu erzählen, erstmal eins nach dem anderen =)

Hier ist mal die neueren Gartenfotos =) So richtig will der Garten jedoch nicht in Fahrt kommen. Der ständige starke Regen, Kälte, Hitze macht den Pflanzen doch zu schaffen, wenn sie noch so klein sind. Wir versuchen sie aufzupeppeln =)

Himbeeren:


Unser Apfelbäumchen "Rote Sternrenette":


Weißer Fingerhut:


Federnelke:


Und hier Shanty =) Die hat vom Misthaufen einen alten Apfel "geklaut" und vermampft ^^




Und meine Rosa Borboniana... ein himmlischer Duft und außergewöhnliches Aussehen:


Ich war auch wieder bei meinen Eltern zu Besuch. In diesem Dorf wird sehr viel Wild gehalten. Wir besuchen manchmal die Gehege:


Ein weißes ist auch dabei:


Ansonsten wollte ich von einer wichtigen Begegnung berichten. An unserer Uni war "Ruta Wermuth" zu Besuch. Eine Holocaust-Zeitzeugin. Ich muss zugeben ich war schon am Morgen ganz nervös. Ich weiß eigentlich gar nicht warum. Sie erzählte uns ihre Lebensgeschichte und war eine überaus sympathische und humorvolle Frau. Sie ließ einige Passage aus ihrem Buch vorlesen, dabei waren es meines Erachtens Passagen die sehr schmerzvoll sind. Die Schreie im Zug, das Hinauswerfen aus dem Zug, der Verlust ihrer Familie. Ich habe mir später das Buch noch gekauft und noch am selben Tag durchgelesen.

https://www.amazon.de/Im-Mahlstrom-Zeiten-Ruta-Wermuth/dp/3938262753/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276949932&sr=8-1

Sie hat etwas sehr wichtiges gesagt: nicht nur, dass wir eine Brücke bauen sollten und alle Menschen sind. Nein wir, also diese Generation sollte nicht nur wissen, dass es die letzten Menschen sind die noch vom Holocaust erzählen können, sondern dass wir die letzte Generation sein werden, die das noch hören können!

Was die Frau durchgemacht hat... ich konnte mich erstmal nicht von der Geschichte lösen, träumte nun 2 Nächte davon wie in ihrem Körper im Ghetto bin. Langsam kehre ich wieder zur Ruhe und bin dankbar, dass ich ein Stück mit dieser Dame gehen konnte.

LG

Niphredil

Niphredil´s Hexentaverne

Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...

Zitat des Monats:

Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, entzücken weilt auf unbetretener Düne, Gesellschaft ist, wo alles menschenleer, Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer. Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr. Lord Byron

***~~***

https://sensemann-zu-besuch.blogspot.com/

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