~ Politik
Also was sich die Politiker wieder erlauben und vor allem der Glos...
Unglaublich. Wir stecken in einer Wirtschaftskrise und der Wirtschaftsminister wirft sein Handtuch. Nun wird zu Gutenberg der neue Wirtschaftsminister. Aber auch nur unter der Bedingung das er das auch nach der Wahl sein darf. Was soll das denn bitte? oO
Wirtschaftskirse und die Politiker spielen Kinderlestheater. Wo bleiben eigentlich die Leute die wirklich etwas verändern möchten in der Politik? Voller Tatendrang und Energie müßten sie sich auf das Problem "Wirtschaftskrise" stürzen. Aber nee da wird gebibbert und gezittert... ich dafür den Kopf hinhalten? Nee danke... und daneben gibt es 80 Millionen Menschen die eine anständige Führung möchten.
Keine Eier in der Hose würde man hier in der Pfalz sagen. Naja was haben sie auch zu verlieren die Politiker? Ich glaube ein VW-Arbeiter würde mehr hinbekommen schließlich muß er seinen Arsch retten...
Niphredil - 9. Feb, 10:10
Sitze gerade in der Uni und habe Langeweile als ich dachte ich könnte mir ja mal die aktuellen Schlagzeilen durchlesen. Und was liest man so? Merkel der wohl reichste Deutsche begeht Selbstmord. Ich bin nicht berechtigt darüber zu urteilen... ich kann mir nur allgemein die Frage stellen, was mit manchen Menschen los ist?
Jemand der Milliarden besitzt bringt sich um. Ok er hat vielleicht Milliarden verloren, jedoch ... wo ist das Problem weiterhin als Hartz4-Empfänger zu leben? Ich mein ich muß mich ja auch durchschlagen und viele andere Menschen. Verantwortung ist das schöne Wort. Eine Wirtschaftskrise die durch Reiche und Banken verursacht worden ist und nun ziehen alle ihren Kopf aus der Schlinge... oder eher hinein. Wer wirds ausbaden? Den Mist den die Milliardäre verbockt haben? Richtig meine Generation und meine Kinder. Und dafür, dass wir nach der Wirtschaftskrise wieder eine in den Arsch getreten bekommen.
Die Welt ist im Wandel heißt es. Die freie Wirtschaft funktioniert nicht. Eine freie Wirtschaft funktioniert nur, wenn wir Normalos mit ihr nicht verbunden sind. Und da wir jedoch arbeiten müßen sind wir mit ihr Verbunden und an sie gebunden egal was kommt und solange sie existiert.
Die Firmen die groß gelabert haben, dass sie eine Einmischung vom Staat nicht wünschen, bekommen ihren Staat nun. Haben wir das nicht gleich gesagt? Haben wir das nicht gewußt, dass man Wirtschaft eben nicht vom Staat trennen kann? Wenn es schließlich Millionen Arbeitslose aufgrund geldgieriger Kapitalisten gibt, dann muß doch auch der Staat mit seinem Arbeitslosengeld einspringen. Wie konnte auch der Staat solange sich nicht einmischen? Er hatte das Recht dazu...
Wir arbeiten doppelt für die Kapitalisten. Mit unserer Arbeitskraft und dann kaufen wir von unserem Geld noch unnötig Schnickschnack den die produzieren.
Karl Marx Werk war 2008 kurzfristig ausverkauft. Das Buch wurde etwa 4 Mal öfter gekauft wie sonst. Marx weiß und wußte es schon immer. Aber warum haben wir ihm keine Beachtung geschenkt? Weil wir zugedröhnt und zugedönst sind vom kapitalistischen Denken. Ich mein das ist doch nicht normal, dass ich in Pädagogik sitze in der Uni und ich höre, dass die Zukunft der Erziehung unseres Handels zu dem Kapitalismus gehört.
Wir wachsen in einer kapitalistischen Gesellschaft auf, das ist klar. Wir leben in keiner landwirtschaftlichen Gesellschaft, oder wie es in den 90er Jahren hieß Dienstleistungsgesellschaft. Auswirkungen hat das immer auf uns und unser Leben gehabt. Freisprechen können wir uns sicherlich nicht.
Und so warte ich bis das hochersehnte Jahr 2009 kommt. Mit seinem wirtschaftlichen "Andersdenken". Ich bin gespannt welche Suppe die sich da wieder ausdenken.
Niphredil - 7. Jan, 13:22
Guten Abend.
Sorry, dass meine Themen doch eher politisch zu sein scheinen als hexisch. Aber irgendwie ist der politische Wurm bei mir in den letzten Tagen drin.
Ich habe mir öfters Gedanken gemacht, was genau rechte Gewalt ist und ich hab mir manchmal vorzustellen versucht, wie es damals in den 30er/40er Jahre wohl war. Wie sich die Opfer gefühlt haben.
Heute kann ich zumindestens ein kleines Bisschen spühren, was diese Menschen durchmachen mußten.
Von meinem Verlobten wurde heute in der Zeitung ein Pressebericht veröffentlicht. Es ging um ein Vorfall in unserer Stadt, wo aufeinmal 30 Skins aufmarschierten bei einer Informationsveranstaltung an einer FH gegen Faschismus. Der Betreiber hatte gott sei dank zuvor alle Türen geschlossen. Die etwa 30 Skins versuchten sich gewaltsam den Zugang zu der FH zu verschaffen. Sie schlugen gegen die Türen und versuchten mit verschiedenen Gegenständen das Glas zum Brechen zu kriegen. Da die Polizei gerufen worden ist hatten sie gott sei dank zu wenig Zeit.
Mein Verlobter hat dann daraufhin einen Artikel geschrieben, dass gerade in unserer Stadt ein erhöhte Aktivität an Rechtsradikalismus zu finden sei und das Organisationen gegen Rechts mehr Unterstützung vom Staat und der Gesellschaft brauche. Ja und dazu wurde der Name von meinem Freund veröffentlich. Die Adresse dazu kann man leicht ergooglen.
Und nun ist sie die da... die Angst. Das einer von denen Glatzköpfen den Artikel liest und sich vielleicht nochmal Mühe macht 30 Glatzköpfe zu organisieren, die vielleicht versuchen bei uns mal aufzumischen. Irgendwie schiebt man doch rechte Gewalt vor sich her und glaubt nie Opfer von ihr zu werden oder das sowas vor 50 Jahren nicht nochmal passieren kann. Doch mir ist bewußt, wie schnell das passieren kann.
Ich saß eben am Abendtisch und hab was gegessen als ich mir vorstellen mußte wie aufeinmal paar Glatzköpfe hier in meine Wohnung reinmarschieren. Und genauso müßen sich all die Leute gefühlt haben. Ein Gefühl der Angst, des Außgeliefertseins, des nicht-Verstehens und der Ohnmacht... man fängt an sein Verhalten zu analysieren, was man falsch gemacht hat, was schon alleine hirnrissig ist. Kein Verhalten gegen Rechts ist falsch.
Es ist genau die selbe Reaktion und Verhalten wie damals... es hat sich nichts geändert. Die Braunen sind immernoch unter uns und immernoch haben sie ihre stillen Unterstützer.
Auch der Glaube man könne nie Opfer von ihnen werden ist falsch und nicht realistisch. Jegliches Verhalten, Aussehen, Meinungen, Hautfarbe etc., was nicht den Normen der Glatzköppe entspricht wird nicht toleriert.
Und bei all dem frage ich mich noch: wo ist die verdammte Sicherheit des Staates? Der Polizei? Warum fühl ich mich verdammt nochmal in meiner Demokratie nicht wohl? Warum fühl ich mich schutzlos??!!
(Nachdenkliche)Nip
Niphredil - 11. Nov, 17:59
Hallo ihr Lieben.
Heute habe ich in der Fotocommunity meine Bilder hochgeladen und mal gedacht, dass ich dort im Forum bisschen lesen kann. Dort fand ich einen "interessanten" Beitrag.
Es ging von meiner Seite aus um Vorurteile. Genauer: Ein Junge wollte sich als Fotograf bewerben und hoffte auf wertvolle Tipps von den dortigen Fotografen, die ausbilden. Die Diskussion lief und lief als aufeinmal das Wort "Tattoos" und "Piercings" fiel. Denn das mögen anscheinend paar Fotografen gar nicht. Das man die zwei Sachen lieben muß, sagt ja keiner. Aber eine Meinung eines Members hat mich doch bisschen geschockt.
Er meinte er hätte den ganzen Tag Menschen beobachtet, die ein Tattoo haben und hat nun festgestellt, dass das nur sozial schwache Menschen sind. Und sowas würde er schonmal gar nicht einstellen in seinem Betrieb.
Ich weiß nicht, ob das einigen Menschen bewußt ist. Aber ich empfinde das als eine Diskriminierung. Der Fotograf sieht das als Überlebenschance für seinen Betrieb. Ich versteh einfach nicht, wieso ich so und der andere das so empfindet. Sind wir so verschieden? Was ist geschehen, dass ich es als Diskriminierung empfinde und er nicht?
Ist es eine Art Schutzmechanismus? Indem er sich so davon distanziert, glaubt er nie "sozial schwach" zu sein? Sozial schwach... eigentlich ein beleidigendes Wort. Ist jemand antisozial, weil er Hartz IV bezieht? Es muß schrecklich sein, sowas als Hartz IV Empfänger zu hören.
Denken die Menschen eigentlich noch?
Niphredil - 10. Nov, 14:43