Dienstag, 16. August 2011

Für die Wurzeline ^^

Da ich die Aufforderung bekommen habe zu schreiben (^^) mache ich das mal:

Es fällt mir ehrlich gesagt nicht einfach. Seit 10 Uhr morgens bis fast 19 Uhr sahs ich an meiner Arbeit und am Liebsten würde ich jetzt ehrlich gesagt mich einfach auf meine Couch hauen. Wenigstens hat es noch für das Trainieren gereicht. Das ewige Sitzen nervt mich zunehmend. Diese mangelnde Bewegung, dieser Platz nur um den Stuhl, dieser Schreibtisch. Bewegung ist Leben, Bewegung ist Freiheit und ich könnte echt in den Schreibtisch beißen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich später im Berufsleben echt 8 und mehr Stunden am PC sitzen soll, für den Rest meines Lebens. Ich glaube da gehe ich ein. Ich hoffe mich verschlägt es irgendwo hin, wo man sich bewegen darf.

Nun aber eigentlich zu dem über was ich schreiben wollte:

Ich schreibe ja über Tod und Sterben, speziell über die Hausaufbahrung. Und heute las ich ein Buch von Imhof. Es heißt "Die Lebenszeit". Ich mag Imhof wirklich sehr. All seine Bücher, am Besten ist jedoch das Buch über die Strategie unserer Vorfahren den Alltag zu bewältigen.

Ja das Buch heute ging mir durch den Kopf. Wir haben die Ewigkeit (den Himmel) gegen paar Jahre mehr Leben eingetäuscht. Glaube gegen Wissenschaft sozusagen. Und es verwundert mich sehr wie unsere Vorfahren gelebt haben. Sie hatten ein sehr viel kürzeres Leben, haben oft nicht miterlebt wie ihre Kinder erwachsen wurden und starben meistens sehr schnell an Infektionen etc. Heute leben wir fast doppelt so lang (wenn wir nicht vorher den Löffel abgeben), wir sehen wie unsere Kindeskinder Kinder bekommen und oft brauchen wir Jahre zum Sterben. Und irgendwie sind wir ja nicht so wirklich glücklich damit.

Selbstverwirklichung? Statt Selbstfindung? Imhof schreibt, dass die Selbstfindung in dem Alter erfolgen soll, wo wir sozusagen in Rente gehen. Aber ist das sinnvoll? Eigentlich versuche ich mich jetzt schon zu finden. Ich empfinde das Alter als viel zu spät dafür. Natürlich veränder ich mich über mein ganzes Leben und irgendwie ist man nie so richtig "fertig" mit sich, so ist eben die Sozialisation und die Identität. Aber das nach hinten verschieben? Nein. Irgendwie muss man sich ja ein Stück weit selbst gefunden haben, um zu wissen was man im Leben eigentlich will.

Was machen wir nun mit unseren gewonnen Jahren, die unsere Vorfahren nicht hatten?

Absitzen? Feiern? Schätzen? Nutzen?

Gedanken um die gewonnen Jahre implizieren schon, dass man vielleicht "nicht da ist". Haben die gewonnen Jahre überhaupt in der Gegenwart eine Bedeutung, wenn ich morgen vielleicht tot bin? Deswegen macht sich wohl auch keiner wirklich Gedanken drum. Es macht keinen Sinn zu überlegen, was ich in den gewonnen Jahre mache. Es macht Sinn am Morgen nachzudenken, mit welchem Gefühl ich in den Tag starten möchte. Alles andere ist vergänglich.

Trotz diesen Kritikpunktes an Imhof, der Mann ist einfach genial.

Liebe Grüße

Niphredil

P.s.: den Löffel abgeben: Unsere Vorfahren besaßen nur einen Löffel. Der wurde stets bei sich getragen. Ging man ins Wirtshaus wurden keine Löffel zum Essen mitgegeben. Starb man, so gab man den Löffel ab. Der Löffel war ein wertvolles Utensiel und war es wert weitervererbt zu werden. Ich glaube in meinem Leben hab ich schon über 100 Mal einen Löffel abgegeben.

Donnerstag, 21. Juli 2011

6 Jahre Hexentaverne

Mei es sind schon 6 Jahre her als www.hexentaverne.de online ging. Ich stoße mal mit einem Gläschen Sekt an. Zur Feier des Tages habe ich die neue Page hochgeladen.

Schaut mal unter www.hexentaverne.de vorbei. Dafür, dass ich seit Jahren nicht mehr mit HP´s rumhantiert habe ist es ganz gut. Nur mit den Texten bin ich immernoch unzufrieden. Ich habe heute überlegt ob ich alles lösche und von vorne anfange. Aber das muss mindestens erstmal 8 Monate ruhen.

Also Prost auf die Hexentaverne, auch wenn mir nach 6 Jahren alles viel zu eng vorkommt. Es kommt mir noch etwas kindlich vor, ich hab die Texte auch selten verändert. Und Hexentaverne wird immer schlanker. Die Informationen werden immer weniger. Klar man ist erwachsen und hat den Kopf freier. Man hält sich nicht an festen Vorgaben, von denen man nicht weiß, wo sie eigentlich her kommen. Das Kritische fehlt mir schon in der Hexenszene.

Aaaaber: Prost!

Wenn ich mich so zurückerinner, was da alles so war vor 6 Jahren. Wo ich noch ein Forum hatte mit den ganzen anderen Hexen. Das ist so weit entfernt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht damals. Ab und an würde ich mich noch so gerne mit 1-2 Leuten von damals austauschen, aber der Kontakt ist leider abgebrochen.

Früher war die Hexerei auch so eine Wissensansammlung. Heute hat es viel mehr mit Spiritualität und Freiheiten zu tun. Ich mach alles so wie ich es will und das ist toll.

P.s.: Ansonsten sorry, dass ich so wenig schreibe. Ich schreibe momentan an meiner Magisterarbeit. Und das heißt: Ich tippe manchmal 6 Stunden lang und das geht echt nicht ^^ Der Kopf ist nach so einem Tag erstmal fertig. Ich bemühe mich aber wirklich wenigstens ab und an was zu schreiben oder mal wieder Fotografien einzustellen. Aber ich schaffe es nicht mal auf ne Fototour.

LG

Niphredil (der Name muss endlich weg, doch es kommt mir kein neuer in den Sinn)

Sonntag, 19. Juni 2011

Mein Körper, meine Seele, mein Leben

Ist es wieder so lange her, dass ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe. Momentan passiert viel Gutes in meinem Leben. Fangen wir von vorne an:

Es ist 23:33 Uhr und irgendwie kann ich noch nicht schlafen. Ich liege in meinem Bett im Schlafzimmer. Rechts von mir liegt mein Mann; er schläft bereits. Links auf meinem Nachttisch steht eine halb zerissene Papierlampe vom Ikea. Mist ich will sie doch seit Wochen schon aussortieren. Noch auf dem Tisch liegen etliche Bücher: Märchen vom Tod, Die Pflanzen der Kelten von Wolf-Dieter Storl, Ein Sommernachtsstraum von Shakespeare, Dunkeltherapie von Holger Kalweit, Lord Byron, Der gute Mensch von Sezuan (Bertolt Brecht), Schöne neue Welt von Huxley und mein Lieblingswerk "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe, klar Goethe muss man haben. Dann liegt da noch eine alte Rechnung vom Buch Kober, zwei Stifte, mein Wecker.

Mein Sideboard ist ebenfalls vollgestellt. Eine Pflanze, meine CD-Anlage, ein Windlicht, eine Vase, eine Kerze und dann: 2 Öle zum Eincremen, eine Fusselrolle, ein Parfüm, eine Kette und mein Rosensprühdingsbums. Auf meinem Bett liegt ein alter Rock, den ich seit Ewigkeiten umändern wollte, ebenfalls eine Hose, die ich zum Schneider bringen wollte, damit er sie mir kürzen kann.

Im Moment herrscht für mich hier eine große Unordnung und es drängt sich doch immer wieder die Frage auf: Warum ist das Schlafzimmer so oft eine Abstellkammer?

Wie bin ich überhaupt auf dieses Thema gekommen? Der Blick wandert, unaufhörlich; das Gehirn denkt, ohne Punkt und Komma.

Ich fühle mich seit Wochen so lebendig. In den letzten Monaten habe ich sovieles aufgearbeitet. Die Beziehung zu meinen Eltern und vor allem die Beziehung zu mir selbst.

Ich habe vor einigen Wochen mit Sport angefangen und es ist unglaublich wie sich mein Leben verändert hat. Ich wollte eigentlich nicht abnehmen, ich wollte eigentlich nur fit sein, weil ich ja eigentlich schwanger werden wollte. Diese Bewegungen, diese Kraft, die jetzt durch mich fließt. Der Atem, die Leichtigkeit, ja und vor allem: Die Kraft! Wenn ich Gegenstände hochhebe, jeden Zentimer spühre. Es ist einfach unglaublich! Es ist wie Lebenskraft, die durch mit fließt. Und ich liebe meinen Körper, jeden Zentimeter davon. Und ich beginne ebenfalls die Körper von anderen Menschen zu lieben.

Ich kann die Blicke von meinem Mann einfach nicht lassen. Seine Arme, sein wunderschöner Rücken, sein Hals, sein Bauch und seine kraftvollen Schultern; ich schmelze dahin. Er ist so schön in seinen Bewegungen. Ist es, weil wir langsam auf die 30 zusteuern? Sieht man da anders? Wird man da anders? Es ist als ob ich erst jetzt richtig das Gefühl habe zu leben, nein einfach zu sein. Ich bin. Bin ich verrückt? Menschen ziehen mich in den Bann. Jeder hat es etwas Faszinierendes an sich und wir sprechen uns das zu einfach ab.

Ich erlebe mich neu und es gefällt mir so scheiße gut!!

LG

Nip

Montag, 23. Mai 2011

Kreativität

Ach ich liebe diese Abend voller Inspiration und Kreativität. Ich liebe die Musen, die mich ab und an gerne küssen.

Den ganzen Abend höre ich schon Musik und ich singe in letzter Zeit wieder so gerne. Momentan kann ich mich überhaupt nicht auf eine Musikrichtung festlegen. Da gibt es die tollen 30er und 40er Jahre.

Ein Beispiel was so tief ins Herz geht:


Oder auch dieser Stil:


Und dann gefällt mir Rock´n´roll in letzter Zeit so gut und alles was mit Rockabilly zu tun hat. Aber auch die Faune haben mir es wieder angetan, der paganfolk etc.

Aufjedenfall klappt das Oberton-singen momentan richtig gut. Ich habe gestern beim Renovieren im leeren Raum sehr gut und lange geübt. Es gibt soviele tolle Musikrichtungen und Möglichkeiten zu singen, ich will das alles ausprobieren! Meine Stimme ist jedoch ziemlich eingerostet. Nachdem sich unser Nachbar so derart über den Gesang beschwert hat, habe ich jahrelang nicht gesungen. Ich hab sogar damals den Gesanunterricht sausen lassen. Unglaublich wie ich für einen dämlichen Menschen alles aufgeben konnte.

Habe heute noch an meiner Homepage gearbeitet. Ich habe heute wieder viel für meine Magisterarbeit gemacht. Nein ich konnte nicht anmelden, dass ist aber nicht meine Schuld, sondern liegen in der Bürokratie.

Heute ist übrigens der 6. Todestag von meinem Schwiegervater. Eigentlich wollte ich heute auf den Friedhof, aber so ein Abend zu Hause "mit ihm" ist doch schöner. Später höre ich mir noch die CD an, wo er mit seinem Chor singt. Manchmal wenn man ganz genau hinhört, da höre ich seine Stimme. Und sie klingt so vergessen und ungewohnt inzwischen. Das sind so Momente, wo mein Herz etwas schneller tickt.

Ich wünsche euch auch einen Musenkuss... (ich liebe sie!).

LG

Niphredil

P.s.: Homepage geht spätestens am 6. Jahrestag von Hexentaverne online (21.07.2011)

Freitag, 20. Mai 2011

"Saubermänner" und der Vorwurf der Vergewaltigung

In letzter Zeit ist ja in den Medien das Thema öfters anzutreffen. Die "Saubermänner" und der Vorwurf der Vergewaltigung.

Ich glaube lange Zeit galt der "Saubermann", also ein Mann der sympathisch und humorvoll wirkt und ein "normales" bis "gutes" Leben führt(e), als Unantastbar. Zerbröckelt das momentan? Bei Kachelmann und Strauss-Kahn kommt hinzu, dass sie in der Öffentlichkeit standen bzw. große Macht und Verantwortung besitzen. Sich diese Männer als Vergewaltiger vorzustellen scheint ungeheuer schwer. Den eher mittellosen, unbekannten Frauen ist es einfacher eine Rolle der Lügnerin und Betrügerin zuzuschieben.

Selbstverständlich ist noch keiner verurteilt und somit rechtlich gesehen unschuldig. Das hindert uns aber nicht daran, trotzdem über sie zu urteilen. Die Männer die Saubermänner und die Frauen die Lügnerinnen.

Weiß die Justiz eigentlich wie einseitig teilweise ein Vergewaltigungsverfahren ist? Die Aussagen der Frauen als Opfer (oder der Männer als Opfer) wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt: kann das so stimmen? Sagt sie die Wahrheit? Beim Täter spielt es eine untergeordnete Rolle, ob er nun lügt oder nicht. Wenn er sich selbst belastet, kann er lügen wie er will. Das Opfer muss die Wahrheit sagen. Somit steht das Opfer immer im Lichte der Rechtfertigung und der Überprüfung.

Aufjedenfall, so kommt es mir vor, wird vermehrt über sexuelle Gewalt, zumindestens in den Medien, gesprochen. Im Mittelpunkt stehen hier jedoch oft ungemein grausame Taten, die sehr selten vorkommen. Von den Millionen von anderen Möglichkeiten sexuelle Gewalt auszuführen wird nichts gehört. Kommt dieser Diskurs überhaupt in den Köpfen an? Welches Bild wird uns vermittelt durch die Medien? Eigentlich wird uns ein Bild vermittelt, dass es so nicht gibt. Es verschweigt die ganzen kleinen Taten, die schon fast wie eine Feder an unserem Unterbewusstsein vorbeischreddern um erst später einen Augenblick des Betroffenseins auszulösen. Es vermittelt:

Einmal der Gedanke seitens der Nicht-Opfer: 1. Mir passiert sowas schlimmes nicht. und 2. In meinem Umfeld gibt es sowas Schlimmes nicht.

Dahingegen denken Opfer: 1. Bin ich dran schuld? 2. Habe ich mich nicht genug gewehrt?

Opfer und Nicht-Opfer treffen sich nicht. Austausch? Unmöglich.

Und so verbleibt trotz allem Medienrummel, die "private" sexuelle Gewalt im Privaten ohne Aussicht für das Opfer, da irgendwie rauszukommen. Immernoch wird stillheimlich die sexuelle Gewalt akzeptiert und oft wird dabei gedacht, der Mann hat Recht, das Opfer hat Pech.

LG

Niphredil

Montag, 2. Mai 2011

Der Sinn des Lebens

In den letzten Tagen haben ich für meine Magisterarbeit viele philosophische Texte gelesen, weil ich auf der Suche war nach Erklärungen, wie wir mit dem Tod umgehen. Dabei stieß ich zufällig auf die Sinnfrage. Warum leben wir? Was ist der Sinn unseres Lebens?

Ein Auto hat beschrieben, dass der einzige Sinn im Leben ist, dass wir sterben. Das kann aber logisch gedacht nicht stimmen. Wenn das unser Sinn ist, einfach zu sterben, warum werden wir denn überhaupt geboren?

Ein anderer behauptet, dass die Fortpflanzung unser Sinn ist, aber auch das erscheint mir nicht logisch. Warum brauchen wir denn Eltern? Wenn der einzige Sinn die Fortpflanzung ist?

Dann kam ich auf den Gedanken, dass jedes Lebenwesen zwei Aufgaben hat, sich einmal fortzuplanzen und für irgendwen als Futter zu dienen. Also EINEN Sinn zu haben, erscheint mir auch nicht logisch. Ein Regenwurm arbeitet fleißig auf meinem Komposthaufen, dient aber auch den Vögeln zum überleben. Und da dachte ich mir, dass der Sinn des Lebens sein müsste im Einklang mit allem zu leben. Wenn etwas aus dem Gleichgewicht fällt, dann leiden wir alle.

Dann fragte ich mich, was über uns Menschen steht? Meinem Mann kam der Gedanke, dass wir deswegen vielleicht den Gott "erfunden" haben. Etwas muss über uns stehen, sonst hätte gar nichts einen Sinn.

LG

Niphredil

Niphredil´s Hexentaverne

Ein Blog von einer Hexe, Studentin, Frau und Fotografin...

Zitat des Monats:

Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne, entzücken weilt auf unbetretener Düne, Gesellschaft ist, wo alles menschenleer, Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer. Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr. Lord Byron

***~~***

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