Ist was im Fluss? Träumte vom Versuch mit einem Fluss zu schwimmen und merkte, dass die Strömung zu stark ist. An der Leine hatte ich meinen Hund, der fast ertrunken wäre.
Ich bin an einem Punkt angekommen, wo es mir einfach nur reicht! Ich brauche drigend einen Tapetenwechsel und zwar dieses Jahr!
LG
Niphredil
Niphredil - 12. Jan, 12:48
Mein Thema der letzten Tage? Reden Reden Reden. So viel Reden, dass mir heute meine Stimmbänder/mein Hals weh tut. Gestern ein stundenlanges Gespräch mit Freundin, heute das Diktieren und weitere Gespräche. Worte, Worte, Worte. Alles aussprechen, bis auf einmal der Wortfluss versiebt und man einfach nur noch still wird. Und am Liebsten in den Schlaf fallen würde.
Am Anfang war das Wort. Was ist eigentlich am Ende? Die Stille? Ein Traum?
Ich war so still, dass ich gestern im Bett nicht schlafen konnte, vielleicht auch nicht wollte, weil der Wind so schön wehte.
Hab ich für euch mal eingesungen (Lisa hat mich angesteckt). Ich verspreche ich hole mir bald ein Mikro und dann sing ich öfters wat ein ;-) Viel Spaß mit der Kruschtelversion! Und genießt die Raunächte...
https://home.arcor.de/niphredil/Hexentaverne/lieder/die_wilde_jagd
Niphredil - 5. Jan, 17:51
Ich bin nicht der Silvesterpartymensch. Ich habs mir gestern mit meinem Mann gemütlich gemacht. Das Jahr 2011 war für uns (mal wieder) nicht gut. Dadurch besitzen wir nicht das Bedürfnis irgendwas zu feiern. Aber ein gutes Jahr zu feiern erscheint mir persönlich auch falsch, weil etwas Gutes nie Enden sollte.
So am neuen Jahr überlegt man auch, was man im Jahre 2012 so alles machen möchte. Für das Jahr 2011 kann ich wenigstens sagen, dass ich echt alles probiert habe. Dennoch hat nichts geklappt. Aber das macht nichts, ich habe es ja probiert. Was will ich für 2012?
Da gibt es so paar Sachen für die ich nicht so viel tun kann. Die vom Glück abhängen. Sei es einen Job zu finden, der einen zufrieden stellt und in dem man sich verwirklichen kann. Wenn der Job kommt, wäre der nächste Schritt ein Haus. Nur dafür benötigt man ebenfalls sehr viel Glück. Man muss ein Häuschen finden, was seinen Vorstellungen entspricht, aber auch die Fähigkeit besitzen Kompromisse zu machen, sonst findet man nie das passende Häuschen.
Und dann gibt es Sachen, die nur klappen, wenn ich aktiv werde. Ich möchte nebenher versuchen die Ausbildung zur Trauerbegleitung zu machen.
Ich möchte noch mehr Sport machen. Aber gerne ein Mannschaftssport. Ich schwanke zwischen Volleyball und Basketball. Als ich letztes Mal im Decathlon war, sah ich paar junge Kerls Basketballspielen. Ich stand an einem Tisch und überlegte mehrere Minuten, ob ich fragen soll mitspielen zu dürfen. Meine Stiefel wären zwar nicht optimal gewesen, aber ok. Das Zusehen hat eine alte Sehnsucht geweckt, doch mal wieder einen Basketball in die Hände zu nehmen und paar Körbe zu werfen. Ich habs die Jahre nicht gemacht, aus Angst, dass alte Erinnerungen hoch kommen könnten.
Auf was ich mich dieses Jahr auch sehr freue ist die Reise in die Arche Werder. Dort werden reichlich Schweine und Ziegen liebkost. Geplant ist dafür der März, direkt nach meinen mündlichen Prüfungen.
Die ersten drei Monate im Jahr heißt es noch lernen, um das Studium abzuschließen. Wenn ich lerne, schaff ich das auch. Von daher mache ich mir nicht so viele Sorgen.
Mit viel Glück werde ich für einen Vortrag für die Transmortale III eingeladen. Es hieß um Neujahr herum gibt es eine Antwort, aber ich habe bisher nichts erhalten. Eine Absage?
Dann gibt es noch Sachen, die weit weit in den Sternen stehen. Mit einem neuen Job könnte es sein, dass wir umziehen. Ich mag die Pfalz, aber ich habe immer Sehnsucht von hier wegzugehen. Von daher stehe ich einem Umzug auch mit positiven Gefühlen entgegen. Am liebsten wäre mir Sauerland, Schwarzwald, Bayern oder das Gebiet der mecklenburgischen Seenplatte.
2012 wird ein stürmisches Jahr mit vielen Veränderungen und die Frage ist: Welche Richtung schlägst du ein?
Liebe Grüße
Niphredil
Niphredil - 1. Jan, 10:18
Die Rauhnächte verschleiern nichts. Sie holen alles an die Oberfläche. Alles, was man beiseite geschoben hat. Alles was man verdrängt hat. Alles was einem unangenehm war. Alles wofür man glaubte keine Zeit zu haben.
Sie jagen über einen Hinweg ohne jegliche Angst vor Verlusten. Sie haben kein Erbarmen und bieten keinen Raum zur Flucht. Sie haben kein Mitleid mit dir. Und das alles nur, weil sie dir den Spiegel vor halten.
LG
Niphredil
Niphredil - 24. Dez, 11:11
letztes jahr war....
heute bin ich....
einen wunsch hätte ich....
ich werde mein leben....
wenn jetzt....
(beende die sätze)
Letztes Jahr war / oder eher dieses Jahr war oder ist unter dem Stichwort "nicht erfüllt" zu finden. Viele große und kleine Wünsche sind nicht in Erfüllung gegangen. Viel haben wir gesät und nichts kam dabei raus. Das Jahr war völlig fruchtlos, was in mir teilweise eine Verzweiflung und Leere ausgelöst hat. Dadurch haben wir uns in Geduld üben müssen, die uns teilweise viel Kraft gekostet hat. Auf der anderen Seite gab es Enwicklungen, die ich nicht hab kommen sehen. Das Vertrauen zu Menschen hab ich gelernt. Selbstständigkeit.
Heute bin ich mehr als enttäuscht, dass es zu Ludwigshafen Verbindungen zur Zwickauer Terrorzelle gibt.
Einen Wunsch hätte ich,... dass wir einfach im Lebenstrom mitfließen. Keine Widerstände.
Ich werde mein Leben wohl so nehmen müssen wie es kommt. Ich lass mich treiben.
Wenn jetzt mein Leben zu Ende wäre, so hätte ich wohl mehr über den Tod gelernt als über das Leben.
LG
Niphredil
Niphredil - 20. Dez, 10:59
Hallo ihr Lieben. Ich bin wieder da. Ich hab am 14.12. meine Magisterarbeit endlich abgegeben. Es war unmöglich nach stundenlangem Sitzen und Tippen nur einen Satz für den Blog hier zu verwenden.
Starten möchte ich gleich mit einem Thema, welches momentan so stark in meinem Leben vorherrscht und mich fast aus den Socken gehauen hat.
Ich prüfte vor paar Tagen Stellenanzeigen und fand eine Stelle, wo ich dachte: "Das kann nicht wahr sein." Dsas die Stelle mal frei wird, bei einer der führenden und besten Volkskundlerinnen. Leider ist die Stelle in Kiel. Wäre ich alleine hätte ich nicht überlegt und mich drauf beworben. Hätte ich die Stelle bekommen (es ist eine Halbtagsstelle, aber mit Superverdienst), wäre ich nach Kiel gezogen (toll Meeresluft!). Das wäre sogar eine Lehrtätigkeit gewesen. Aber ich bin ja verheiratet und habe einen Mann. Dieser Mann hat sein Traumjob - eigentlich - schon. Und er wird super bezahlt. Ab Januar solls losgehen. Bei Kiel stehen wiederum die Chancen für ihn mehr als mies, da eine Stelle zu finden. Ich würde hier in RLP schon eher was finden.
Mit dieser Stelle, knallte ich an die von meiner Professorin beschworenen "gläserne Decke". Irgendwann merkt man als Frau, dass man eine Frau ist und das die Sozialisation und die Gesellschaft einen so im Griff haben, dass man in alte Rollenmuster verfällt. Ich! Ja ich, mich hats erwischt. Das weitere Problem ist, dass ich mit meinem Mann auch etwas anderes abgesprochen habe. Das ich mich hier umsehe und wenn ich nichts finde, dann erst Baby.
Jetzt mit dem Studienabschluss zu 1/3 in der Tasche möchte ich das nicht mehr. Ich will auch die Möglichkeit haben mich überall zu bewerben, um meinen Traumjob zu erhalten. Und Baby? Ist aufeinmal ganz weit nach hinten gerückt. Akademikerinnen-effekt?
Als ich die Magisterarbeit abgab, hatte ich null Freude. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum ich sie eigentlich abgebe? Um als Hausfrau zu enden, die erstmal nichts bekommt? Nach jahrelanger Tortour durch Prüfungen und ein Studium? Mit nachgeholten Abi nach der Ausbildung? 10 Jahre lang arbeite ich an meiner beruflichen Karriere und nun Baby?
Ich fühl mich als Frau momentan verarscht. Ich fühl mich vom Leben einfach verarscht. Ich fühl mich auch von mir selbst verarscht, hab ich mich etwa mit dem "job ist mir nicht wichtig" irgendwie selbst belogen? MIt dem Wissen, dass die Jobchancen hier beschissen aussehen?
Ebenfalls ist eine Stelle frei in einem Freilichtmuseum. Dreimal wurde die Bewerbungsfrist nach hinten gerückt, weil sie anscheinend keine geeigneten Bewerber gefunden haben. Ebenfalls für mich ein Traumjob. Zu weit weg.
Wir haben überlegt, ob wir nach Kiel ziehen, aber meine 1500 Euro würden zum Leben, wir bräuchten eine Wohnung, Haus würd nicht gehen kein Kredeit - nicht reichen. Hier zahlen wir keine Miete und mein Mann würde mehr verdienen. Hier könnten wir sogar ein Kredit für unser Häuschen bekommen.
Viel Geheule wenig Sinn. Ich frage mich einfach: Warum hab ich nicht die Chance oder die Möglichkeit mich auch überall zu bewerben? Ist es klar, dass in einer Ehe es nach der Richtung eines Mannes geht, da er IMMER mehr verdient? (Die seltenen Fällle, wo die Frau mehr verdient, interesssieren mich mal voerst nicht).
Mein Mann hat gesagt, ich soll mich bewerben und wenn ich genommen werde, führen wir eine Fernbeziehung. Er ist total fertig, wie es mir geht. Und er, wie auch ich, haben große Angst, dass irgendjemand wegen dem anderen verzichten muss und später mal die Ehe auf Vorwürfen basiert. Er hat mir die Wahl gelassen und ich hab mich gegen eine Fernbeziehung entschieden. Er ist einfach meine Nr. 1.
Wahrscheinlich bin ich eigentlich darüber erschrocken, dass mir urplötzlich ein Job wichtig erscheint und ein Baby wirklich in die Weite gerückt ist. Ich frage mich sogar, ob ich überhaupt ein Baby möchte und mir die Beziehung zu meinem Mann nicht reicht. Wann hab ich mich denn bloß so verändert? Wo kommt denn das her? Vielleicht ist es das was mich so erschreckt?
LG
Niphredil
Niphredil - 16. Dez, 11:05