~ Philosophisches...
Hallo ihr Lieben.
Die letzten zwei Tage waren irgendwie "magisch" und surreal. Was ist passiert? Vor zwei Tagen ist bei uns am späten Nachmittag der Strom ausgefallen, das hielt glaub ich bis etwa 21 Uhr. Gegen 19 Uhr kam mein Freund von der Arbeit und wir wollten uns da gemeinsam etwas kochen. Nur hatten wir ja keinen Strom. Aber dafür Gott sei Dank ein Gasherd. Fragt aber nicht wie wir gekocht haben ^^ Wir haben nichts gesehen. Und auch die vielen Kerzen brachten nicht wirklich ein Licht in die Küche. Wir aßen da zum ersten Mal Bioputenfleisch und ich bereitete es als Schnitzel vor. Ich sah dieses Schnitzel in der Pfanne einfach nicht ob es schon durch war oder nicht, zudem hätte ich mir beim Klopfen aufs Fleisch fast den Finger selbst gekloppt. Es war aufjedenfall sehr lustig =) Wir aßen dann auch im Dunkeln...
Gestern ist mir was sehr merkwürdiges passieren, was im ersten Augenblick nicht wirklich merkwürdig war. Ich bin auf der Couch eingeschlafen und ein Kitzeln im Ohr hat mich geweckt. Und es war doch tatsächlich ein Marienkäfer IM Ohr ^^ Ich hab mich natürlich erstmal sau erschreckt, weil ich dachte ich hätte ne Spinne im Ohr. Der Marienkäfer sah leider etwas mitgenommen aus von meinem Couchschlaf er hats aber überlebt (hoffe ich). Am Abend dann als ich schlafen ging hat es im meinem Ohr gebrummt und gekitzelt ^^ Ich konnte davon nicht einschlafen... es hat so richtig vibriert und ich hätte schwören können das ich wieder ein Marienkäfer im Ohr hatte... sehr merkwürdig die Sachen die passiert sind. Das war so unreal alles. Da kann man sich doch ehrlich fragen, was eigentlich die Realität ist?
Zudem waren wir gestern beim TA. Der TA war überrascht, dass sich das Auge doch von alleine aufgestellt hat. Noch ist es aber nicht sicher, dass das Auge was wird. In einer Woche haben wir nochmal Kontrolltermin und dann ne Woche drauf auch Fäden ziehen...
Gestern Abend laß ich noch "Die magische Kusnt, das Glück zu locken" von Luisa Francia. Finde es merkwürdig, dass sowenige von dem Buch begeistert waren wie ich oO Ich finde das Buch super! Ich versteh nicht wie manche Menschen mit Ritualen das Glück holen wollen. Das Glück hab ich mir so vorgestellt wie es Francia beschreibt. Man kann es sich nicht einfach nehmen und holen wann es einem passt. Gleiches zieht Gleiches an. Sie beschreibt das man das Glück mit Reimen rufen kann, denn der Reim ist für Geister wie ein Magnet, es zieht sie an. Denn der Reim ist etwas spielerisches, auch närrisches. Wer verzweifelt ist und das Glück fordert, der langweilt die Geister nur. Was auch ganz schlüssig klingt ist, dass Geister, aber auch Engel etc. unsere menschlichen Qualen gar nicht kennen. Von daher verstehen sie und auch nicht, wenn wir nur jammern. Wir müßen sie "be-geistern" um sie zu begeistern. Super oder? Und wie kann man etwas begeistern? Für mich kann man Menschen begeistern mit Lebensfreude trotz Schwierigkeiten, mit Singen (da hab ich besonders das Gefühl das Geister um mich herum sind), also alles was mit deinem Geist zu tun hat, wie auch Kreativität und auch Geselligkeit.
Francia stellt in diesem Buch auch ihren Glückskoordinatenkarte vor, das sind Fragen die man sich selbst stellen kann. Dabei geht es darum festzustellen, was einen glücklich macht. Und das sollte man sich behalten und öfters wiederholen.
Zum Beispiel: Welche Menschen lösen mit ihrer Anwesenheit bei mir Glücksgefühle aus?
Ich weiß es klingt für manche vielleicht komisch, aber mein Hund ist derjenige der Glücksgefühle in mir auslöst. Als wir gestern in die Tierarztpraxis kamen fing sie sofort an zu bellen auf alles und jenen. Und das komische das sich die eine Frau darüber (sie war alleine im RAum) wirklich schepp gelacht hat. Sie war in diesem Moment glücklich. Und ich habe mich gefreut... mein Hund ist sehr komisch, sie verbreitet manchmal pure Heiterheit in der TA-Praxis. Sie war die Atraktion als sie mal einen Ball mit rein nehmen durfte. Da erntete man Lob wie "das ist ja viel schöner als beim Humanmediziner". Ich bin stolz auf mein Wauzi... sie ist wirklich ein kleiner Clown... manchmal wenn sie ihre kleinen Glöckchen trägt, dann nenne ich sie auch gerne "Hofnarr" =)
Oder weitere Frage: Welche Pflanzen machen mich glücklich?
Natürlich liebe ich alle Pflanzen. Aber eine Pflanze gefällt mir besonders leider weiß ich ihren Namen nicht. Sie sieht aus wie die Sonne und ist in allen buten Farben erhältlich. Hier ist sie:
Und die Kornblume macht mich auch ganz glücklich. Sie erinnert mich ans Feld an Freiheit und zudem sieht sie als Blume sehr anders aus =)
Wie gesagt, das Buch ist empfehlenswert.
LG
Niphredil
Niphredil - 13. Mär, 08:34
Lang lang lang hab ich mich mit den Themen "Folter/Todesstrafe" auseinandergesetzt. Nicht nur damals als ich noch Jura studierte, auch heute gerade wieder.
Auslöser war eigentlich heute Wer-kennt-wen als ich ne Gruppe fand die hieß "Tierquäler gehören erschossen". Neugierig klickte ich drauf und natürlich baute sich ein Bild des grauens auf. Ich muß nicht aufführen was dadrauf war... ich stellte mir die Frage was ich tun würde, wenn ich dort stehen würde und das mitangesehen hätte und ne Pistole in den Händen gehalten hätte.
Ich weiß ich beschäftige mich manchmal mit Themen die mir so in der Wirklichkeit vielleicht nie passieren würden. Ich frage mich nur, ist eine Todesstrafe wirklich das "Wahre"? Kinderschänder... Kopf ab, weg isses... Mörder... Kopf ab, weg isses... ist es wirklich so leicht? Jemanden zu Foltern um ein Menschenleben zu retten? Gerecht? Jemanden zu Foltern um 700 Leben zu retten? Gerecht?
Vor 10 Jahren hätte ich noch gesagt, ja erschießt den, ja hackt ihm den Kopf ab und ja foltert... Meine Ansichten änderten sich während einer Juravorlesung im 1. Semester. Ich glaube unser Professor hieß Dr. Falk. Er erzählte uns ein Szenario. Eine durchgeknallte Frau stielt ein Baby aus dem Krankenhaus und flüchtet. Die Polizei stoppt ihr Auto undn sieht das Auto beladen mit Windeln, Babynahrung etc. doch vom Baby keine Spur. Und sie will einfach nichts sagen! Was würdet ihr tun? Foltern? Überlegt mal kurz nach...
Hättest du jetzt an der Stelle gefoltert, wäre das Baby wohl inzwischen verhungert. Warum foltern, wenn der Wagen vollbepackt war mit Babysachen. Warum die Frau nicht in das Auto steigen lassen und weiter fahren lassen. Wo wäre sie voll hin gefahren mit ihrer Fracht? Wohl zum Baby... eine unauffällige Verfolgung hätte das Baby wohl gerettet. Manchmal werden wir nur vor eine Wahl gestellt... vor ein Ultimatum was uns zu einer gewissen Antwort zwingt... Foltern oder Gehen lassen? "Natürlich foltern", aber dazwischen gibt es soviele Facetten.
Übrigens bin ich jetzt Mitglied in "Tierqäuler gehören erschossen"... Das Bild war zu grauenhaft, als das ich da wegschauen könnte.
Niphredil - 17. Feb, 20:45
Ich stelle mir in letzter Zeit sehr oft die Frage, ob wir Menschen unsere Fehler mit der Umwelt und Natur überhaupt noch hinbekommen würden. "Natürlich" denken jetzt vielleicht einige. Nur ob wir, also das einfache Volk überhaupt wissen oder einschätzen können wie weit wir eigentlich sind?
Es geht um einen Bericht den ich gelesen haben in der Zeit in Bezug auf unsere Kuhmilch. Und ein Satz machte mir schon Angst. Und zwar sind unsere Kühe gar nicht mehr in der Lage, selbst wenn wir wollten, auf der Wiese zu stehen und zu grasen. Sie sind so gezüchtet, dass sie wenn überhaupt nur mit Kraftfutter überleben könnten. Ist ja kein Wunder bei der Milchleistung oO Wenn sie wirklich auf die Weide kommen würden, würden sie ein Kollaps bekommen und wohl tot umfallen... können wir also überhaupt noch zurück? Mich erschleicht der Verdacht, dass wir so arg eingegriffen haben in die Natur, dass ein Ausweg nicht mehr möglich ist. Das heißt nicht, dass wir uns jetzt alle von der Klippe stürzen sollten. Es gilt einiges wieder gut zu machen!
Wie konnte der Mensch es nur so weit kommen lassen? Wir ... das Wesen mit Geist und Verstand.
Niphredil - 15. Feb, 12:28
Ist der Mensch noch Natur? Das war heute eine spannende Frage in unserem Seminar. Ich hänge den Gedanken noch bisschen hinterher. Und natürlich denken viele, dass der Mensch eben nicht mehr Natur ist, weil er sie zerstört. Und manche Menschen wollen zurück zu der Natur und man muß sich fragen: aber wie eigentlich? Kann man sich derart als Subjekt von der Masse trennen?
Aufjedenfall ist ein interessanter Ansatz:
1. Das der Mensch sich überhaupt fragt "Bin ich noch Natur?" zeigt, dass er sich schon mit dieser Frage aus der Natur ausgrenzt. Wir fragen uns eben nicht "Bin ich noch Kultur?", denn das ist eindeutig klar, das sind wir. Aber Natur?
2. Wir betonen doch gerade selbst, dass wir eine Art "Sonderstellung" im Kreislauf haben. Wir sind diejenigen die sowas wie ein Geist haben. Wir können nach dem Sinn fragen und haben Religion.. Jahahah... aber... was wollen wir nun sein? Etwas geistig-sinnhaftes oder doch lieber Natur und nahe am Tier? Für eine Seite sollte sich der Mensch schon entscheiden.
3. Dann kamen wir auf etwas, was meinem Glauben entspricht. Die Natur ist das Göttliche und das Göttliche ist die Natur. Warum ich daran glaube? Wenn ich die Natur beobachte sehe ich einen Kreislauf, ein Wunder, ich frage mich wie das alles funktionieren kann? Woher weiß "es/man" das es so richtig funktioniert? Und das auch noch so perfekt?
Aufjedenfall wenn wir sagen Natur=Göttlich, dann muß man sich fragen, wo hier der Mensch ist? Richtig man wird ausgegrenzt. Und erst bei dem ergab mein Glaube eigentlich erst einen Sinn. Mich stören Menschen und die Natur ist eben das, wo keine Menschen sind! Erst da ist für mich was perfektes anzutreffen, ein Wunder anzutreffen.
4. Dann haben wir ne kurze Zeit über den Determinismus geredet. Determinismus bedeutet in einfachen Worten "Bestimmtheit/vorbestimmt". Wir sind determiniert. Jedoch wenn der Mensch das weiß, wenn wir also wissen das manches vorbestimmt ist, erst dann ist sowas wie ein eigener Wille möglich! Erst wenn ich über meine Vorbestimmung weiß, kann ich sie ändern und zwar willentlich. Ich habe vor paar Stunden im Seminar den Sinn über das Lesen von Horoskopen erklärt, natürlich aus meiner Sicht.
Ich lese gerne Horoskope und manchmal wenn dort beschrieben ist, dass es ein blöder Tag wird, dann denke ich mir, ok jetzt erst Recht. Ich bin morgen eben nicht schlecht gelaunt! Ich weiß etwas über meine Vorbestimmtheit und schöpfe daraus den Willen etwas zu ändern. Natürlich gibt es aber auch da ein Problem! Würde es dann nähmlich bedeuten, dass wenn ich nicht meine Vorbestimmung weiß eine Hülle bin?
5. Der Tod... Wir haben uns im Seminar gefragt, warum der Mensch eigentlich denkt, warum er sowas wie eine Religion erschafft? Die Antwort: der Tod. Und zwar gibt es die Theorie: erst, wenn wir an ein Leben nach dem Tod glauben, also eine erhoffte Vollendung durch den Tod, ist der Mensch erst in der Lage sich religiösen und ethisch-moralischen Gründen zu stellen bzw. aufzubauen. Ist die Moral nur möglich durch den Tod? Gäbe es eine Moral, wenn wir unsterblich wären? Was wäre geschehen, wenn in der gesamten Geschichte kein Mensch umgebracht worden wäre... es sowas wie eine französische Revolution nicht gab, also keine Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit? Ich mein eigentlich ist doch erst durch das allerschlimmste soetwas wie die Grundrechte entstanden... durch den Tod vieler Milliarden Menschen.
Was wäre ein Leben ohne den Tod? Oder wäre die Moral schon da? Oder zählt Moral nur, wenn jemand Schaden erleiden kann?
Der Tod macht das Leben unerklärbar. Der Tod (das Jenseits) ist ein Stückchen in unserer Welt, was nicht erklärt werden kann. Das ist der Punkt wo die Naturwissenschaften aufhören und der Mensch anfängt...
Die Punkte spiegeln nicht unbedingt meine Meinung wieder, jedoch regen sie ungemein zum Nachdenken an und das mag ich =) Ich wäre gern Denker vom Beruf...
Niphredil - 28. Jan, 12:56
Lernen, Lernen, Lernen, Uni... ich hasse Semesterende. Ich hasse die Engstirnigkeit und das Eingeschlossensein in Verpflichtungen.
Ich will raus... ich will meinen Hund nehmen und einfach nur raus. Doch die Verpflichtung ruft und ein halbes Jahr Arbeit steht auf dem Spiel. Warum muß das Semesterende immer so stressig sein?
Warum ist alles nur so unglaublich wissenschaftlich? Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen Gedanken nicht umherschleichen darf. Erst Abends wenn ich im Bett liege, höre ich mich wieder. Ich vermisse mich und meinen freien Geist. Ich sehne mich nach einem Liegestuhl im Garten.
Niphredil - 22. Jan, 11:39
Als ich heute den Blog von Nebelweib unter
https://spiralcrafts.twoday.net/ besuchte, fand ich einen spannenden Satz:
Drei Kerzen erleuchten alle Dunkelheit:
Wahrheit, Natur, Weisheit
Irgendwie muß ich die ganze Zeit darüber nachdenken. Wahrheit, Natur, Weisheit, wirklich wohl das schönste auf dieser Welt. Nur leider viel zu selten anzutreffen.
Kommen wir zur
Wahrheit. Wer will sie hören? Wen interessiert sie überhaupt? Kein anderes Wort als Wahrheit hat solch negative als auch positive Aspekte. In unserer heutigen Gesellschaft scheint das negative aber zu überwiegen.
Wahrheit ist soetwas wie ein Sturm. Es kommt über einen, verdreht den Kopf und fegt alles hinweg. Schön... damit hat man wenigstens eine neue Anbaufläche.
Ich liebe die Wahrheit. Natürlich nicht zu verwechseln mit gefühlslosen Stampfer die durch die Welt ziehen und ihre Meinung jedem aufpressen müßen, ob sie wehtun oder nicht. Dahinter steckt nur falsche Ehrlichkeit, eigentlich wollen solche Menschen einen nur niederstampfen. Mit ehrlicher "Nächstenliebe" hat das wenig zu tun.
Nun
Natur... auch etwas wunderbares, was immer seltener wird. Sie transformiert und sie verändert sich. Durch Fehler lernt sie und wird so unglaublich perfekt. Sie ist ruhig und manchmal tobt sie wie ein Orkan. Und sie ist so unglaublich wehrlos. Jeder kann einen Baum fällen. Läßt sie es zu, dass wir Fehler machen um genauso perfekt zu werden wie sie? Wollen jedoch Menschen aus Fehlern lernen? Oder leben sie doch in ihrer eigenen Wahrheit?
Und schließlich
Weisheit. Was ist Weisheit eigentlich? =/ Ich hab hier eine Definition von Wiki gefunden:
Als Weisheit wird allgemein eine auf Lebenserfahrung, Klugheit, Einsicht und innerer Reife beruhende Überlegenheit im geistigen Sinne bezeichnet. Sie unterscheidet sich dadurch sowohl vom bloßen Wissen als auch von Intellekt und Intelligenz.
Einsicht, innere Reife hmm... eigentlich im Nachhinein erstaunlich wie eng die Wörter zusammenarbeiten. Ist ein Mensch wirklich bereit sich seiner Wahrheit zu stellen? Ich mein irgendwie hat doch jeder Mensch Angst zu entdecken das er ein ganz gewöhnlicher, konsumierender, manchmal vielleicht geistloser Mensch ist. Einsicht ist Wahrheit. Arbeiten Menschen an sich selbst? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Manchmal kommt mir eher ein Dahinleben in den Sinn, aber ob da Reflexivität gegeben ist weiß ich nicht. Schließlich schafft jeder Mensch seine eigene Realität, was ist da nun die Wahrheit? Ein schweres Thema.
Für mich bedeutet Weisheit bzw. für mich hat ein Mensch Weisheit, wenn er mein Verhalten besser erklären kann als ich selbst. Der unsichtbare Strukturen entdeckt an einem selbst und zum Nachdenken anregt ohne dabei überheblich oder besserwesserisch zu sein. Eigentlich dasselbe wie die Wikidefinition.
Ich fand beim Stöbern nach mehr Infos auf die Seite:
https://www.helmut-hille.de/autor.html
Dort steht:
Die Wahrheit ist weder tröstlich noch bequem, sondern nur wahr. Nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden.
Niphredil - 17. Jan, 12:38
Ich habe die Ferien einigermaßen überstanden. Meinem Hund geht es soweit gut. Diese Woche Freitag werden die Fäden gezogen. Meine ganze Zeit, mein ganzes Geld alles weg für Hundi. Ich hoffe das nach einem halben Jahr mit dieser blöden Krankheit alles vorbei ist. Bald können wir abschließen und hoffen, dass mein Hund mit seinen Augen so gesund bleibt.
Ansonsten frag ich mich in letzter Zeit viele Sachen. Ihr wisst, wir haben ein neues Jahr und da wird man sentimental. In letzter Zeit denke ich oft über das Wort "Interessant" nach. Am Anfang erscheinen uns Menschen oft interessant. Aufeinmal nicht mehr. Ich lernte viele Menschen bisher kennen. Das Interesse blieb jedoch nicht wirklich lange. Das beruht jedoch auf Gegenseitigkeit. Viele entpuppen sich als ignorrant und sogar einwenig dumm. Ich meine damit nicht ihren Intelligenzquotienten oder das ich superschlau wäre. Aber mit Menschen mit denen man nicht diskutieren kann langweilen mich sehr schnell. Sie bringen Argumente vor da kann einem nur schlecht werden.
Doch ich denke das auch ich für andere nicht interessant bin. Wenn man mich so frägt was ich so tue dann muß ich stets die richtige Wortwahl treffen. Ich kann nicht sagen: "Hey ich bin ne Hexe." Somit weiche ich auf andere "Hobby´s" aus... es kann vielleicht sein, dass die Leute meine Unehrlichkeit spüren. Ich möchte mich aber schützen. Ich hab keine Lust vielleicht einem ignoranten, dummen Menschen sowas zu erzählen. Wie ein Mensch ist entpuppt sich eh meist später. So wirke ich wohl auf andere langweilig.
Zudem als ich gestern bisschen nachdachte fiel mir auf, dass ich meistens super mit Menschen klarkomme die kein Schwein leiden kann. Zumindest warnt man mich immer vor dem oder dem und wenn ich mit den Leuten rede sind wir auf der gleichen Wellenlänge. Da hab ich gestern für mich den Schluss gezogen, dass ich wohl auf andere irgendwie merkwürdig reagieren muß. Man merkt es ja, wenn man in der Uni jemanden kennen lernt und der sich in der nächsten Woche ganz woanders hinsetzt. Was ich übrigens respektlos finde. Bin ich so ein Menschenschwein? Verschließe ich mich vielleicht? Ist das nicht aber mein Recht, mich nicht gleich so darzustellen, dass jeder in mir lesen kann? Menschen scheinen verschlossene Menschen nicht wirklich zu mögen. Oder Menschen die vielleicht erstmal schüchtern sind. Ich habe sehr wenige getroffen, denen das nicht gestört hat.
Muß man etwa wie ein Fernseher reagieren? Wenn jemand draufdrückt dann darf gefälligste jeder durch seine Programme zappen? Und dann wird man einfach ausgeschaltet und man holt sich ein Flachbildfernseher. Entweder man bietet interessante Programme oder man wendet sich ab...
Niphredil - 5. Jan, 10:22
Ich wünsche euch allen einen schönen heiligen Abend =) Genießt die Weihnachtstag und packt euren Stress mal weg.
Und vergißt nicht die Familie. Beim nächsten Weihnachtsfest sind vielleicht manche Menschen nicht mehr da. Also packt die Streitereien und euer Ego mal weg.
Liebe Grüße
Niphredil
Niphredil - 24. Dez, 11:36
Ich kam vorhin Heim und hab mir beim Essen mal die Zeitung aufgeschlagen. Den Schweineskandal kannte ich schon und hab mir meine Gedanken dazu gemacht.
Ich und mein Freund sind zur Zeit hart am diskutieren wie wir nun weiter verfahren möchten. Für uns steht klar, dass wir später mit eigenem Haus Tiere halten möchten die wir auch selbst schlachten wollen. Keine Rinder, wir dachten da eher an das Kleinvieh wie Kaninchen, Hühner etc. Nun stellt sich aber für uns immer öfter die Frage was man essen kann.
Wir kaufen kein Fertigessen mehr, alles wird frisch zubereitet. Zudem wird jede (!) Nahrung die wir einkaufen genau überprüft. Woher kommt das Essen und was ist drin? Am Anfang war das richtig schwer. Ich bin fast verzweifelt. Egal was ich gegessen habe, ich konnte es nicht mehr kaufen, weil vor lauter E´s die Seite des Nahrungsmittelaufklebers nicht gereicht hätte (Ich meine die ganzen E506 und was weiß ich wie die heißen). Es dauerte mehrere Wochen bis wir einigermaßen das alles hinbekommen haben. Heute brauchen wir genau so lange zum Einkauf wie alle anderen auch. Gewöhnungssache.
Doch beim Fleisch war immer das Problem. Wo kommts her, was ist drin? Ich finds bis heute total verwunderlich, dass in Würsten immer Geschmacksverstärker drin sind. Ich esse gern mal ne Wurst. Aber das Fleisch war immer so ein Gebiet bei uns, welches durch die Prüfungsraster fiel. Wir als Verbraucher haben keine Chance. Nur Rindfleisch muß eine genaue Beschreibung auf dem Etikett haben. Bei Hühnern ist das freiwillig, bei Schweinen braucht man es nicht.
Und bei dem ganzen Schweineskandal (ich meine die Menschen) muß man sich als Verbraucher fragen: WO ZUM TEUFEL SIND DIE KONTROLLEN?
Es kam Industrieöl ins Futter der Schweine, wo war da die Kontrolle? Das Futter kam in den Schweinebetrieben an, wo war da die Kontrolle? Das Tier wurde geschlachtet und verwertet, wo war da die Kontrolle? Das Fleisch wurde imporiert, wo war da ihr wisst schon was. Schließlich in unseren Läden... tja... wo sind denn die versprochenen Kontrollen, die uns auch vor Krankheiten wie BSE schützen sollen? Besteht die Kontrolle darin, dass die Temperatur vom Fleisch gemessen wird? Ob die Kühlkette nicht unterbrochen ist? Ich glaube es wird Zeit, die Kontrollen mal etwas anderster durchzuführen.
Überhaupt frage ich mich, ob der Verbraucher derart blind sein kann? Bunte Bildchen auf dem Etikett von frei lebenden glücklichen Tieren. Der Preis beträgt minus 3 Euro und man ist glücklich. Teilweise bin ich über das Vertrauen und die Dummheit (anders kann ich das echt nicht beurteilen) der Verbraucher schockiert.
Erst letztens sah ich einen Einkaufswagen einer jungen Familie mit einem Kind. Fertigkuchen, Fertigmuffins, Fertigpfannkuchen und das beste Fertig-Kartoffelpuffer im Einkaufswagen. Es kann doch nicht wirklich so schwer und hart sein, sich Kartoffelpuffer machen zu können? Das sind gestampte Kartoffeln mit etwas Milch und Ei drin. Ist es so schwer Mehl, Milch und Ei zu mischen um Pfannkuchenteig zu bekommen? Ich versteh das einfach nicht. Ich versteh das einfach nicht. Oder Fertig-bratkartoffel... das kann doch nicht so schwer sein, Bratkartoffel selbst zu machen?
Schwer ist es nicht und dazu nicht mal zeitaufwendig. Bratkartoffel sind in 20 Mins spätestens fertig. Und kein Schwein (die armen Schweine) schaut mal was in dem ganzen Fertigzeugs drin ist. Woran liegt das? Sind die Leute nicht aufgeklärt? Denken sie nicht nach? Ist es ihnen egal? Vertrauen sie wirklich darauf, nur gutes Essen zu kaufen und sehen sie nicht, was das eigentlich für ein Schrott ist?
Dazu ist es noch teuer... es ist einfach teuer. Wenn ich mir diese Brotsalate anschau (Fleischsalat) ist da nur Soße drin mit billig Würzgurken. Produktionkosten von bestimmt 30 Cent oder so.
Ich möchte nicht die kritisieren, die sowas "mal" kaufen (ich will ja nicht gleich alles haben), wie kann man aber nur mit sowas seinen Einkaufswagen und seinen Wanst vollstopfen? Der Mensch als Alles-fresser... wie das Schwein.
Niphredil - 9. Dez, 18:14
Manchmal frage ich mich echt, warum alles Schlechte aufeinmal auf einen draufprasselt?
Den Teil des kleines Mannes, ein Teil der Sammlung haben wir nicht verkauft bekommen. Zu wenig Wert, zuviel Arbeit. So stehen wir da ohne Geld für die OP meines Hundes. Das ist schon schlimm genug. Beim Besuch des Arztes stellte sich noch heraus, dass das bereits operierte Auge eine kleine Entzündung hat. Fast 4 Monate nach der OP. Ich fasse es wirklich nicht.
Zudem komme ich mit meiner Hausarbeit nicht wirklich weiter. Ich schreibe über Max Scheler, genauer über sein Werk "Die Stellung des Menschen im Kosmos". Ich kann nicht verheimlichen, dass ich Max Scheler inzwischen hasse. Wenn ich schon morgens aufsteh und das Buch auf meinem Tische sehe, dann kämpfe ich mit dem Brechreiz. Der Mann mag einiges geleistet haben. Bei mir hat er auch einiges geleistet, und zwar eine Abneigung. "Ein Widerstand" würde es Max Scheler nennen. Ich habe das Gefühl, dass sein Werk von Seite zu Seite komplizierter wird und ich immer weniger verstehe. Mir fehlen noch mind. 5 Seiten für meine Hausarbeit. 20 habe ich schon geschrieben.
Manchmal würd ich echt so ein "Pauseknopf" gern drücken können. Die Zeit bleibt stehen und du kannst dich entspannen. Dann drückste wieder drauf und die Hektik des Lebens geht weiter. Manchmal hab ich das Gefühl, dass sich das Rad des Lebens immer schneller dreht, du den Halt verlierst und auf dem Rad mitpurzelst und -fällst. Und du versucht bloß nicht durch die Drehung nach außen gedrückt zu werden um rauszufallen. Manchmal würd ich echt gern schreien: "Verdammt nochmal mach doch mal langsamer!". Die Zeit vergeht und vergeht, sie rennt förmlich. Und du bist darin gefangen und kannst nicht ausbrechen.
Manchmal fühle ich mich, als ob ich mein Leben einfach dahinlebe und mir keine Zeit des Innehaltens bleibt. Ich möchte ein anderes Leben. Ihr wisst ich lese gerade das Buch über indianische Weisheiten und darin ist eine schöne Geschichte geschrieben, die ich mal flott mit einen Worten zusammenfassen möchte. Es geht um zwei alte Frauen, die ganz unterschiedliche Leben hatten. Beide Frauen waren im Alter nicht zufrieden mit ihrem Leben und bereuten einige Entscheidungen und manche nicht gefällte Entscheidung. Sie gingen zu einem weisen Mann. Der gab ihnen zwei Stoffstücke, worauf sie einfach ein Leben sticken sollten. Beide Frauen stickten ihr Leben auf das Stoff. Da war der Beweis gegeben, dass ihr Leben so wie es gelaufen ist gut war. Sonst hätten sie ein anderes Leben eingestickt.
Das hatte mich zum Nachdenken gebracht und ich überlegte was ich wohl auf den Stoff sticken würde (vorausgesetzt ich könnte sticken ^^) und bei mir würde ein ganz anderes Leben auf dem Stück Stoff erscheinen. Zumindest was den Ort meines Lebens betrifft. Ich brauche in meiner Hektik einfach die Natur und ich lebe in einer Stadt. Ich will in der Natur leben, auf einem kleinen Bauernhof mit meinem eigenen Garten und meinen eigenen Tieren. Zudem hätte ich mich als etwas selbständiger gestickt. Ich bin manchmal zu arg von manchen Menschen abhängig, vor allem von Menschen die ich gern hab. Von Menschen die ich nicht mag kann ich mich ganz schnell distanzieren.
Ich habe Hunger... ich koch mir jetzt mal was schönes und denke dabei über mein Leben nach.
Niphredil - 29. Nov, 12:31